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Gesellschaft & Politik

Wolfgang Tyrychter ist neuer CBP-Vorsitzender

Bei der Mitgliederversammlung hat der Fachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychatrie e.V. das Vorstandsmitglied des Dominikus-Ringeisen-Werk als Nachfolger von Johannes Magin bestimmt.

Wolfgang Tyrychter
Wolfgang Tyrychter ist seit gestern neuer Vorsitzender der CBP: (Foto: Markus Landherr/DRW)

Der Fachverband Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie e.V. (CBP) hat bei seiner turnusgemäßen Mitgliederversammlung in Berlin einen neuen Vorstand gewählt. Wolfgang Tyrychter, Leiter des Vorstandsressorts Teilhabe und Assistenz im Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW), ist seit gestern neuer Vorsitzender des CBP und folgt damit auf Johannes Magin, der das Amt seit 2011 innehatte. Der Vorstand, den der Fachverband alle fünf Jahre wählt, setzt sich aus insgesamt acht Personen zusammen.

Wolfgang Tyrychter ist seit mehr als zwei Jahrzehnten für das Dominikus-Ringeisen-Werk tätig. Dort war er zunächst als Heimleiter beschäftigt, später für das Projekt Zukunftsentwicklung verantwortlich und danach für den Aufgabenbereich „Entwicklung, Bildung, Marketing“ zuständig. Seit 2017 leitet der Diplom-Pädagoge das Ressort „Teilhabe und Assistenz“ im DRW. Im CBP sitzt Tyrychter seit 2014 dem Fachausschuss „Kinder und Jugendliche“ vor.

Nach der Wahl erklärte Tyrychter vor den rund 110 anwesenden Führungskräften der Behindertenhilfe und Psychiatrie aus ganz Deutschland:

„Ich freue mich und bin dankbar für das Vertrauen, das die Mitglieder unseres Verbandes in mich setzen. Und ich habe großen Respekt vor der Aufgabe und den Herausforderungen, die auf uns zukommen. Aber zusammen mit meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen, den vielen engagierten Menschen im CBP und dem Team der Geschäftsstelle bin ich zuversichtlich, dass wir die bevorstehenden Aufgaben gut bewältigen werden – zum Wohl der Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung in unseren Diensten und Einrichtungen und im Sinne der Mitglieder des CBP.“

Die weiteren Vorstandsmitglieder, die im Rahmen der Mitgliederversammlung gewählt wurden, sind:

  • Birgit Ackermann, Vorstand St. Josefshaus Herten, Rheinfelden
  • Wilfried Gaul-Canjé, Geschäftsführer Zweckverband der kath. Behandlungs- und Betreuungseinrichtungen Alexianergraben, Aachen
  • Dr. Gertrud Hanslmeier-Prockl, Gesamtleiterin Einrichtungsverbund Steinhöring der Katholischen Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising e.V., Steinhöring
  • Heike Klier, Gesamtleitung Regens-Wagner Zell, Regens-Wagner-Stiftung Zell, Hilpoltstein
  • Andreas Rieß, Geschäftsführer Josefs-Gesellschaft gGmbH, Köln,
  • Stefan Sukop, Vorstand Wirtschaft und Finanzen, Caritas-Verein Altenoythe
  • Hubert Vornholt, Vorstandsvorsitzender Franz Sales Haus, Essen.

Pandemie hat Inklusionerfolge zerstört

Am ersten Tag der Mitgliedersammlung folgte nach den Verbandsregularien wie Vorstands- und Kassenbericht, den Wahlen und der Präsentation der Fachkräfte-Kampagne der Hauptvortrag durch Heribert Prantl. Unter dem Titel „Quo vadis“ beschrieb der Autor und Journalist „Die Gesellschaft und die Inklusion nach der Pandemie“ und ging dabei auf die besondere Situation der Menschen mit Behinderungen ein.

Die mit den Schutzmaßnahmen einhergehenden Grundrechtsbeschränkungen hätten die Menschen in den Einrichtungen noch härter getroffen als andere, die Corona-Pandemie habe die Inklusionserfolge der vergangenen Jahre teilweise zerstört. Für die Zukunft forderte Prantl, dass die Gesellschaft die diskriminierende Behandlung von Menschen mit Behinderung beenden müsse, denn Inklusion ist eine Grundbedingung für Demokratie.

Der Abend klang aus mit einer gemeinsamen Schiffsfahrt, bei der die ausscheidenden Vorstandsmitglieder verabschiedet wurden. Im Laufe des zweiten Tages wurde der langjährige Vorsitzende Johannes Magin für sein außerordentliches Engagement im CBP mit dem Brotteller, der höchsten Auszeichnung der Caritas, geehrt. Anschließend standen die Wahlen zu den Fachbeiräten und Ausschüssen des Verbandes auf dem Programm.

(RP/PM)

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