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Welche Dating-App eignet sich am besten für Menschen mit Behinderung?

Tinder, Lovoo oder doch Handicap Love? Amelie und Leonard von „100percentme“ testen die bekanntesten Plattformen und geben Tipps, wie Nutzer dort punkten können.

Welche Dating-Apps sind gut, wenn man eine Behinderung hat? Amelie und Leonard bewerten Apps in drei Kategorien:

Datebarkeit: Kommt es wirklich zu Dates oder wird nur gechattet?

Behinderung: Kann man eine Behinderung gut zeigen?

Nutzung: Ist die App einfach oder schwer zu nutzen?

Neben den bekannten Angeboten gibt es auch Flirt-Apps extra für Menschen mit Behinderung. Macht das wirklich Sinn? Amelie und Leonard probieren’s aus. Und dann bekommt Leonards Tinder-Profil noch ein Makeover von Amelie, die ganz genau weiß, wie man sich richtig in Szene setzt.

(100percentme)

Veröffentlicht auf

ROLLINGPLANET ist seit 2012 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

1 Kommentar

1 Comment

  1. F.J.

    14. Februar 2023 um 18:40

    Etwas zu theoretisch und subjektiv, zudem verallgemeinert. Die Beiden merken gar nicht, wie sie selber Behinderte abgrenzen und es scheint hauptsächlich um eine bestimmte Art von Behinderung zu gehen. Zumindest auch, was Handicap-Love betrifft, fehlt mir das Verständnis, dass es sich dort auch um gewöhnliche Menschen handelt. Wieso nicht unter Behinderten schauen, bzw wieso sich in der Hinsicht vor dem Wort “Gleichgesinnte” sträuben? Das wirkt eher unsicher und das dürfen die Darsteller natürlich auch sein, jedoch verfälscht das auch eine objektive Darstellung. Es gibt zudem auch unterschiedliche Neigungen und Fetische, die Reize in unterschiedlichen Behinderungen finden und je spezieller eine Behinderung, desto besser, wenn man damit offen umgehen und vllt sogar gefunden werden kann – weil es eben auch etwas Besonderes -ist-. Eine Behinderung ist natürlich erstmal kein Vorteil, aber was wünscht man sich denn trotzdem? Bedingungslose Liebe? Man sucht das Glück, doch wie findet man es, oder wie findet es einen selbst? Jemand, der vllt weiß, er kann einen Menschen im Rollstuhl oder mit PTBS genauso lieben, wie man es sich von und für einen Menschen wünscht. Ich würde gerne wissen, wie gut die gemachten Erfahrungen da bisher waren, von den Darstellern, aber auch von anderen, am besten mit unterschiedlichen Behinderungen, um die Schwachstellen dieses Videos zu offenbaren, bzgl der dating apps, inkl des hochgelobten Tinder. Wie gut haben sich die Leute dort verstanden und angenommen gefühlt? Wie sind die Erfolgsgeschichten, bzw gab es Erfolge und waren es echte Erfolge, in Richtung der Findung eines wirklich passenden Partners, oder nur kleine Notdurftsinseln, auf denen man kurz etwas Luft schnappen und dann gleich wieder abtauchen musste? Ich habe schon weit mehr Dating Seiten durch und ja, es ist auch wirklich meine Stärke, mich zu “verkaufen”, was eben auch auf meine Behinderung zurückzuführen ist, bzw dass ich auch nur von subjektiven Eigenerfahrungen sprechen kann. Damit gebe ich zu, meine Profile haben vermutlich auch dazu beigetragen, dass sich nie etwas gefunden hat. Doch eben diese Einstellung, der Partner müsste Standard sein, halte ich auch für einen Faktor, der sich krankhaft durch die Gesellschaft gefressen hat und in das noch nicht einmal die meisten Normalos passen, was zumindest auch ihre Erfolgsgeschichten stark vermuten lassen. Ich finde beide nicht unsympathisch, nur auch nicht lebenserfahren genug, als dass sie es so allgemein beurteilen könnten, was ich ja noch nicht einmal kann, während ich bald doppelt so alt bin und mich schon seit ihres Kindergartenalters mit allem drum herum beschäftige, was leider auch Teil meiner Symptomatik ist und entsprechend noch stark ausgemalt werden kann. Die Frau berichtet zudem von Ängsten, scheinbar phobischen Ausmaßes, was manche Entscheidung mitbeeinflusst zu scheinen hat, was aber auch eine weitere Besonderheit ist und zum Glück bemerkte sie es überhaupt, was die direkte Infragestellung vereinfacht, denn das lässt etwas besser die Individualität zeigen, die ihren Worten handeln die subjektive Note verleiht, die in einem Aufklärungsvideo fehl am Platz ist. An dieser Stelle möchte ich unbedingt anmerken, dass dies kein Angriff auf die beiden ist. Ich finde es mutig und ehrenhaft von ihnen, dass sie ihre Besonderheiten offen zeigen, sich für einander und andere einsetzen, sich auch offensichtlich wirklich Mühe geben und mit dem Herzen dabei sind. Ihre Ansichten sind teils zwar zu eingeschränkt und subjektiv, aber durchaus auch wertvoll, zB als Kontrast zur eigenen Meinung und zum Reflektieren. Viele Menschen mit Behinderungen dürften es ganz ähnlich sehen, wobei wir dabei von entsprechenden Gleichgesinnten reden. Hat man unterschiedliche Behinderungen, zB einen Mix aus körperkicher, geistiger und seelischer Behinderungen, ist es schon nicht mehr so leicht, es in einen kurzen Text zu packen, oder in form von Fotos darauf aufmerksam zu machen. Wenn ich nun zB 2 körperliche und 4 seelische Behinderungen habe, kann das ganz schön viel bedeuten, oder eben auch nicht so viel. Kommt immer individuell darauf an, um wen es geht. Für Behinderte wie mich, sehe ich die beste und vllt einzige Chance darin, jemanden zu finden, der auch mit mir umgehen kann, ohne für ihn zur übermäßigen Belastung zu werden, bestenfalls einen Gleichgesinnten. Das beschränkt sich aber hauptsächlich auf den seelischen Teil, bzw ich bin so jemand, der sich nichts aus zB Rollstühlen, Kleinwuchs, usw macht und ich finde es auch schön, wenn Menschen “eigenartig” sind, sofern es sich nicht um etwas bösartiges handelt, wobei ich dabei auch wieder einen gesunden Umgang als positiv bewerten kann. Darin finden sich nämlich auch hin und wieder sehr schöne Gefühle wieder, die nur abschreckend übermalt wurden, zB aus Gründen des Selbstschutzes nach einer traumatischen Erfahrung. Hoffentlich nicht zu missverständlich. Ein Beispiel ist die Angst, die dem Vertrauen weicht und es ist doch schön, wenn man einem Menschen helfen kann, indem man ihn liebt und einfach nicht loslässt, wenn er es braucht. Die psychologische Wirkung einer Umarmung zB wissen nicht nur weinende Kinder zu schätzen, wobei sie den Vorteil haben, damit besser umgehen zu können, sich nicht zu viele Gedanken machen zu müssen und sich einfacher fallen lassen zu können. Bei uns Erwachsenen treten oft Gefühle wie Verlustsängste auf, gegen die ironischerweise auch eine offene und liebevolle Beziehung mit am besten bekämpft. Teilweise sogar besser, als jede professionelle Hilfe, die einem eher beibringt, alleine nicht so unglücklich zu sein und alleine besser zurecht zu kommen, was aber auch nur soweit hilft, bis jemand im Leben beginnt zu fehlen und dessen Loch eine Therapiestunde pro Woche nicht ausreicht. Zuletzt bleibt die Frage: Behindert oder Mensch? Menschen sind wir alle und es geht nicht darum, möglichst viele Vorteile durch eine Partnerschaft zu gewinnen, sondern mit dem glücklich sein zu können, was man hat. Ansonsten könnten behinderte nie glücklich sein, oder andere “fehlerhafte” Menschen. Die Frage lautet also eigentlich, welche Fehler sollte mein Partner haben, bzw welche Eigenschaften “benötigt” mein Partner wirklich? Ich behaupte, keiner ist erst um die ganze Welt gereist, bevor er sein Geld gefunden hat, während andere bis an ihr Lebensende dem Glück um die Welt herum hinterher laufen. Die Glücklichen haben keine “perfekten” Partner, sondern große Herzen und schöne Seelen. Sie sitzen aber auch manchmal in Rollstühlen, müssen Medikamente nehmen, oder sind auf andere Weisen bedürftig. Das beweist, dass ein Status kaum einen reellen Wert für’s Glück bedeutet. In unserer Welt erhöht es eben nur die Chancen, weil die meisten blöd nach pseudo perfekten Partnern suchen, mit denen am besten schon alles in der ersten Woche gut läuft, in der zweiten Woche bereits die (eigentliche menschliche) Körpersprache die verbale ersetzt und in der dritten Woche kann man sich dann schon sicher auf einander verlassen, dass es an die Hochzeitsplanung gehen kann. Schließlich handelt es sich um einen Wettbewerb und einen Sprint und nicht um 2 komplexe Lebewesen, die sich langfristig kennenlernen, denke ich an manche Erfahrung mit dem anderen Geschlecht. In dieser Gesellschaft nahezu unmöglich und das untermalt weiter, dass die allgemeine Philosophie fehlerhaft ist. Es handelt sich nicht um Unterwäsche aus einem Katalog, sondern immer wieder um einen möglicherweise sehr wertvollen Menschen, den es erstmal kennenzulernen gilt. Ich finde, das macht es Menschen nunmal generell schwer, in dieser Kultur. Auch ganz normale Menschen tun sich schwer, finden teils über Jahre hinweg und bis ans Lebensende keine Partner. Diese Datingseiten bieten allgemein nur eine Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu treten und die meisten nehmen scheinbar kaum einen Unterschied zu einem Otto Katalog wahr. Ein paar Ideen finde ich schon ganz gut, aber die verteilen sich auf die Datingportale. Was mir dazu noch einfällt und auch im Video angekratzt wurde, ist die Messagingfunktion, die zu oft, meistens von Männern, zu stark überreizt wird, wodurch Frauen entsprechend überladen werden und wodurch die Aufmerksamkeit vielen zur Nervattacke wird. Das führt auch kollektiv zu einer Vielzahl weiterer Probleme. Nachrichten können in der Zahl nicht beantwortet werden, was auf beiden Seiten unschön wirken kann, besonders, wenn man viel Mühe investiert, jemandem sein Herz zu öffnen und sich traut, seine Zuneigung offen zu präsentieren. Für uns Männer ist das auch nicht schön und so geraten beide schnell in unschöne Gefühlswelten. Man kann sich dabei nur schwer wirklich verstanden und respektiert fühlen, zumal man ja nicht einmal weiß, woran man gescheitert ist. War man versehentlich zu unhöflich/ unfreundlich, ist das eigene Foto/Profil ungünstig, fehlt es mir an irgendwelchen Erfahrungen (zB online dating und das Vorgehen allgemein betreffend)? Wenn nichts zurückkommen kann, bleibt man ggf auf der Stelle stehen, kann sich nicht weiterentwickeln und sitzt noch Jahre später unglücklich in den Portalen. Dabei kommen besonders auch die praktischen Erfahrungen zu kurz. Den Umgang miteinander lernt man nicht beim Chatten und man lernt sich so allgemein auch nur ein kleines Stück weit kennen, das aber wiederum idR zur vollen (über-)Bewertung angewendet wird. Damit habe ich tatsählich ausnahmslos schlechte Erfahrungen gemacht, beginnend schon zu Zeiten, als Facebook noch neu gewesen ist – daher auch die vielen Gedankengänge und Überzeugungen. Wir sind teilweise entmenschlicht, aufgrund unserer Kultur. Ellenbogen-/Konkurrenzgesellschaft/-denken, Medienstandardisierung (was schön und richtig ist, wird uns erstmal gesagt, bis uns vllt das Glück eines Besseren belehrt), Kapitalismus und die Überbewertung des Lebensstandards (was zudem auch globale Auswirkungen hat, die uns früher oder später zwangsläufig einholen werden), oder auch die Förderung der Familienspaltung (Menschen werden zum Standard erzogen und das braucht den besagten Partner, bzw wenn man unzufrieden ist, nimmt man die Kinder und schießt den Vater ab, da Vaterstaat notfalls den Unterhalt unternimmt und Alleinerziehende dadurch natürlich ganz leicht den fehlenden zweiten Elternteil ausgleichen können, weshalb Kinder von Alleinerziehenden auch darüber hinaus keine weiteren Probleme haben, oder auch nur bekommen können, ganz gleich, wie unglücklich die Kinderaugen sind, durch die man lernt hindurch zu sehen. Man will lieber einen Mann, der zB viel Geld verdient, oder hat keine Lust, in der Beziehung mal etwas mehr zu geben, wenn der Mann mal eine schlechte Phase hat, denn was kaputt ist, tauscht man aus. Ja, es ist absichtlich so provokant formuliert und nicht auf jeden übertragbar, aber es ist sehr wohl auch Teil unserer Gegenwart. Die Menschen wollen es leicht und schön haben, nicht etwas kompliziertes, so wie eine Beziehung aufbauen und pflegen, wie es scheint. Dabei ist es doch eine Ehre, Verantwortung von jemandem Geschenkt zu bekommen, was nicht mit Füßen getreten werden darf. Liebe ist wie ein Garten, der umso schöner und persönlicher werden kann, je mehr Zeit und Liebe man investiert. Sie braucht manchmal ein paar Anläufe und Chancen – schon bei der Überwindung, jemanden anzusprechen und nicht nur bis zur Überwindung für den Heiratsantrag. Die wahre Schönheit liegt oft im Verborgenen und man kann sie im Netz weder darstellen, noch sehen. Ein richtiges Kennenlernen und Beurteilen, kann nur persönlich stattfinden und braucht ich seine Zeit. Das gilt eben auch für Behinderte und für uns kann es schon von Vorteil sein, wenn man unsere Behinderungen schon im Vorfeld sehen kann. Zum einen sortieren sich dadurch schon viele aus, die damit nicht umgehen können und zum anderen erspart es einen vllt auch eine ganze Menge entsprechender Rückschläge, während man zumindest die Option hat, auch nach ähnlich befindlichen Menschen zu suchen, oder je nachdem, welche besondere Art von Mensch man sich vllt hingezogen fühlt. Ich werde nun auch nochmal ein paar Datingseiten testen (erneut), um meine bisherigen Erfahrungen und Kenntnisse zu überprüfen. Aber ich bezweifle, dass ich im Nachhinein viel zu korrigieren hätte, aufgrund der bereits unzähligen Eindrücke. Bin trotzdem gespannt, denn hin und wieder finden auch blinde Hühner Körner.

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