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Warum ARD und ZDF viel weniger Paralympics als vor vier Jahren im klassischen TV zeigen

Wer überträgt die Wettbewerbe im Fernsehen? Wie viel zeigen die Sender? Die 5 wichtigsten Fragen und Antworten zu den TV-Übertragungen von den Winterspielen der Behindertensportler in Peking. Von Michael Rossmann und Claas Hennig

Das ZDF überträgt die Eröffnungsfeier und die ersten vier Wettkampftage der Paralympics. (Foto: ZDF/Beijing Organising Committee for the 2022 Olympic and Paralympic Winter Games)

1. Wie viel senden ARD und ZDF?

Die öffentlich-rechtlichen Sender bieten eine umfangreiche Berichterstattung von den Winter-Paralympics, zeigen in ihren Hauptprogrammen aber weniger als die Hälfte des Umfangs von 2018. Vor vier Jahren aus Pyeongchang waren es 65 Stunden im klassischen TV. Der Großteil der Übertragungen läuft stattdessen in diesem Jahr im Internet. „Das ist eine Verlagerung, aber keine Verringerung unseres Angebotes“, erklärte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann.

2. Warum verändern die Sender ihr Angebot?

„Anders als vor vier Jahren fokussiert sich die ARD im linearen Fernsehen diesmal auf publikumsfreundliche Sendezeiten“, teilte das Erste auf Anfrage mit. Die Zeitverschiebung und das veränderte Sehverhalten sind demnach für die Sender Argumente für die Verlagerung. Grund sei zudem, dass weniger Deutsche am Start seien und es keine Mannschaftssportart gebe, hieß es beim ZDF.

3. Wer zeigt was?

Am Freitag beginnt das ZDF mit der Übertragung der Eröffnungsfeier um 12.50 Uhr. Das Zweite berichtet anschließend vier Tage „vorwiegend in Zusammenfassungen“, wie der Sender mitteilte. Am Mittwoch in einer Woche übernimmt die ARD und bleibt bis zum 13. März der Paralympics-Sender. Vor allem an den Wochenenden werden die Übertragungen aus Peking in die umfangreichen Wintersport-Livestrecken eingebaut.

Die große Auswahl bieten die öffentlich-rechtlichen Anbieter im Internet unter „sportschau.de“ und „zdf.de/sport“ meist ab 3.00 Uhr auf bis zu drei Livestreams. Die ARD verspricht „alle Wettkämpfe mit deutschen Athletinnen und Athleten in voller Länge“.

4. Was ist anders aufgrund von Corona?

Corona macht die Berichterstattung aus Peking schwieriger als aus Pyeongchang. Aufgrund der Pandemie werden die Übertragungen von beiden Sendern – wie schon zuletzt bei den Olympischen Winterspielen – komplett aus dem gemeinsamen NBC (National Broadcast Center) auf dem Mainzer Lerchenberg gesteuert. Dort werden für ARD und ZDF Regie, Redaktion, Sendeabwicklung, Technik und Postproduktion zusammengeführt.

5. Wer sind die Moderatoren und Experten?

Die ARD setzt auf Stephanie Müller-Spirra als Moderatorin, Expertin des Ersten ist Anna Schaffelhuber. Beim ZDF sind Moderator Yorck Polus und Experte Matthias Berg im Einsatz.

In Peking geht es an den neun folgenden Wettkampftagen der 13. Paralympischen Winterspiele um Medaillen in 78 Wettbewerben aus sechs verschiedenen Sportarten – unterteilt in den Schneesport (Ski alpin, Skilanglauf, Biathlon und Snowboard) sowie den Eissport (Para-Eishockey und Rollstuhl-Curling). Deutschland tritt mit 17 Athletinnen und Athleten sowie fünf Guides für sehbehinderte Sportlerinnen und Sportler nur im Schneesport an – die deutschen Mannschaften im Eishockey und Curling konnten sich nicht qualifizieren.

(RP/dpa)

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