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Verena Bentele will Vizepräsidentin des DOSB werden

Die Führungskrise („Kultur der Angst“) beim Deutschen Olympischen Sportbund soll beendet werden. Am Samstag wählen die Mitglieder einen neuen Vorstand. Die Paralympicssiegerin und ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung gehört zu den Bewerberinnen.

Verena Bentele spricht in ein Mikrofon.
Verena Bentele bei einer Pressekonferenz (Foto: Wolfgang Kumm/dpa)

Bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag in Weimar gibt es sieben Kandidaten und Kandidatinnen für die fünf Vizepräsidentenposten. Dies gab der DOSB am Donnerstag bekannt. In Gudrun Doll-Tepper (Bildung) und Petra Tzschoppe (Frauen und Gleichstellung) sind zwei Frauen auf der Liste, die dem bisherigen Präsidium angehören.

Zwei weitere Bewerberinnen sind die zwölffache Paralympicssiegerin und Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Verena Bentele, und Kerstin Holze, die Kinderärztin und ehrenamtliche Vorsitzende der Deutschen Kinderturnkunst ist.

Die 39-jährige Bentele, die von Geburt an blind ist, war eine herausragende Biathletin und Skilangläuferin. Von Januar 2014 bis Mai 2018 war sie die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, seit Mai 2018 leitet sie den VdK. Nach ROLLINGPLANET-Einschätzung ist es so gut wie sicher, dass Bentele – eine von sieben Kandidatinnen und Kandidaten für fünf Vize-Posten – in den Vorstand rücken wird.

Es geht nicht nur um personelle Neuaufstellung

Zu den Kandidaten zählen auch drei Männer. Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen, Helmut Schmidbauer, Vizepräsident Finanzen des Deutschen Tennis Bundes, und Oliver Stegemann, Präsident des Deutschen Sportakrobatik Bundes. Das Ressortprinzip ist für die künftigen Vizepräsidenten abgeschafft worden.

Bei der Wahl des neuen Präsidenten und Nachfolgers von Alfons Hörmann treten die deutsche Fechter-Präsidentin Claudia Bokel und der Tischtennis-Funktionär Thomas Weikert an. Nach der DOSB-Satzung können weitere Bewerber für einen Posten im Präsidium noch bis zum Tag der Mitgliederversammlung hinzukommen.

Bei der Mitgliederversammlung geht es nicht nur um eine personelle Neuaufstellung, sondern auch um die Beendigung der Führungskrise im DOSB. Sie war nach einem anonymen Brief von Mitarbeitern entstanden. Darin war der Vorwurf erhoben worden, in der DOSB-Zentrale herrsche eine „Kultur der Angst“. Daraufhin hat Präsident Hörmann seinen Rückzug verkündet.

(RP/dpa)

Nchtrag 3.12.2021: Die Kandidaten-Liste für die Wahl der fünf Vizepräsidenten bei der Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes am Samstag in Weimar hat sich auf neun Bewerber verlängert. Wie der DOSB am Freitag mitteilte, sind die Bahnrad-Olympiasiegerin Miriam Welte und Uschi Schmitz hinzugekommen. Schmitz ist im aktuellen Präsidium für Leistungssport verantwortlich.

Hier lesen Sie, wie die Wahl ausgegangen ist.

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