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Gesellschaft & Politik

Trotz Bahnstreiks: Gipfel zu Barrierefreiheit im ÖPNV und Fernverkehr in Berlin findet statt

Die Veranstaltung der FGQ will am kommenden Montag Organisationen aus allen Bereichen der Selbsthilfe versammeln, um gemeinsam einen Forderungskatalog an die Politik auf den Weg zu bringen – doch eine Person ist unerwünscht. Von ROLLINGPLANET-Redakteur Fabian Fuchs

Gleise mit Schild Streik und einem durchgestrichenen Zugsymbol
(Symbolfoto: IMAGO/Christian Ohde)

Seit Donnerstag wird wieder im Personenverkehr der Deutschen Bahn gestreikt. Die Gewerkschaft GDL legt bis kommenden Dienstag, 2.00 Uhr, die Arbeit nieder. Laut eines Sprechers der DB können deshalb im Fernverkehr nur 30 Prozent des regulären Fahrplans aufrecht erhalten werden.

Wie geht die Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten (FGQ) damit um? Schließlich sollen die Teilnehmer der Veranstaltung aus allen Teilen der Republik anreisen.

„Bärendienst“ von Claus Weselsky

„Uns erreichten viele Anfragen bezüglich einer Absage des Gipfels“, so Kevin Schultes, Vorstandsmitglied Öffentlichkeitsarbeit der FGQ”, gegenüber ROLLINGPLANET. „Die Veranstaltung findet aber auf jeden Fall statt.“

Die Veranstalter informierten bereits alle Teilnehmer per E-Mail – auch das Angebot, Fahrgemeinschaften zu organisieren, wurde bereits vereinzelt angenommen. Leider ließen sich Absagen nicht vermeiden, doch wurden diese durch kurzfristige Zusagen wieder ausgeglichen. Der Gipfel wird damit – wie geplant – mit über 100 Teilnehmer stattfinden, so Schultes.

Trotz des zusätzlichen Planungsaufwands nimmt es die FGQ mit Humor: Auf Facebook veröffentlichte die Organisation einen Post mit dem durchgestrichenen Konterfei von GDL-Chef Claus Weselsky und dem Schriftzug „Ich bin NICHT dabei!“.

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Forderungskatalog für Barrierefreiheit

Der Gipfel am kommenden Montag im Hotel Estrel in Berlin steht ganz im Zeichen der Barrierefreiheit im ÖPNV und Fernverkehr. Mehr als 40 Organisationen und Verbände aus allen Bereichen der Selbsthilfe erarbeiten in diversen Workshops Forderungen, die in eine Abschlusserklärung einfließen sollen. Ziel sei es auch, unterschiedliche Akteure zu vernetzen und möglicherweise sogar ein breites Aktionsbündnis auf den Weg zu bringen. Der Forderungskatalog wird im Anschluss der Veranstaltung an Vertreter aus Politik sowie Verantwortlichen von Verkehrsbetrieben übergeben.

Bei der Veranstaltung wird neben der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung in Berlin, Christine Braunert-Rümenapf, unter anderem auch Inklusionsaktivist Raul Krauthausen erwartet.

(RP)

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