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Siamesische Zwillinge zeigen, wie Demokratie und Wahlgeheimnis funktionieren

Sohan und Mohan Singh sind seit ihrer Geburt verbunden. Jetzt nahmen sie erstmals an einer Wahl statt – mit dunklen Brillen. Aber nicht nur das ist bemerkenswert.

Hier ohne Brillen: Sohan und Mohan Singh teilen Arbeitsplatz und Arbeit (Foto: Pingalwara/dpa)
Hier ohne Brillen: Sohan und Mohan Singh teilen Arbeitsplatz und Arbeit (Foto: Pingalwara/dpa)

Siamesische Zwillinge haben in Indien mit dunklen Brillen gewählt, damit sie nicht sehen können, für wen der jeweils andere gestimmt hat. Die Brillen seien ihnen an der Wahlstation bei ihrer ersten Wahl überhaupt am Montag gegeben worden, sagten die Brüder Sohan und Mohan Singh aus dem Bundesstaat Punjab der Deutschen Presse-Agentur in einem Telefon-Gespräch.

Sie hätten es schön gefunden, am Fest der Demokratie teilzunehmen und forderten alle auf, ebenfalls zu wählen. Indien ist die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner. Derzeit finden in einigen Bundesstaaten Regionalwahlen statt.

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Die 18-jährigen siamesischen Zwillinge arbeiten seit Weihnachten 2021 als Elektriker bei der Punjab State Power Corporation Limited und erhalten einen gemeinsamen Lohn von 20.000 Rupien (rund 237 Euro im Monat). Die Behörde hatte ihnen Jobs angeboten, als sie von ihnen und ihrer Elektriker-Ausbildung erfuhr. Ärzte hätten eine Trennung der beiden nach der Geburt für zu gefährlich befunden, teilten die Behörden in Punjab mit.

Die beiden haben zwei Herzen, zwei Nieren sowie zwei Rückenmark, aber nur eine Leber und eine Gallenblase.

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(RP/dpa)

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