Connect with us

Sie suchen ein bestimmtes Thema?

Technik & Technologien

Server überlastet: Ministerium setzt Download von „nora“ aus

Die Nachfrage nach der Notruf-App war kurz nach Veröffentlichung enorm – das Herunterladen ist aktuell nicht möglich. Wie Menschen mit Sprech- oder Hörbehinderung trotzdem sofort an die Software kommen.

Mann mit Hörbehinderung nutzt die App.
Die Notruf-App „nora“ ist am Dienstag bundesweit gestartet. (Foto: Rolf Vennenbernd/dpa)

Wegen sehr hoher Zugriffszahlen ist der Download der bundesweiten Notruf-App „nora“ bis auf Weiteres ausgesetzt worden. Durch den Ausfall der Notrufnummern 110 und 112 am Mittwoch habe sich der Ansturm auf die App mehr als verzehnfacht, berichtete das federführende NRW Innenministerium am Donnerstag. Die Server seien dadurch an die Auslastungsgrenze geraten. Für alle bereits registrierten Nutzer bleibe die App funktionsfähig und nutzbar.

Für die Hauptzielgruppe von „nora“, Menschen mit Sprech- und Hörbehinderungen, habe das Innenministerium einen alternativen Zugang zum Download und zur Registrierung der App geschaffen. Menschen mit Sprach- und Hörbehinderung können sich unter www.nora-notruf.de/hilfe melden und ihren Zugang zur App anfordern.

Am Dienstag gestartet

Die Notruf-App war Anfang der Woche in allen Bundesländern mit Ausnahme Berlins an den Start gegangen (ROLLINGPLANET berichtete). Bisher hatten hörgeschädigte Menschen in Notlagen auf Gebärdensprachdolmetscher, Freunde oder das Fax zurückgreifen müssen.

Nach dem Download der App müssen sich die Nutzer einmalig anmelden. In einem Profil können bereits persönliche Angaben zu Vorerkrankungen gemacht werden. Wird der Notruf gewählt, erkennt die App automatisch den Standort des Handys und übermittelt diesen mit einem Klick an die Leitstelle.

Danach führt die App die Nutzer durch mehrere Fragen, die helfen sollen, die Gefahrenlage einzuschätzen. Sind alle Fragen beantwortet, wird der Notruf abgesetzt. Das nordrhein-westfälische Innenministerium hatte das bundesweite Projekt federführend übernommen.

(RP/dpa)

Veröffentlicht auf

ROLLINGPLANET ist seit 2021 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

Kommentieren

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ROLLINGPLANET ist zurück

Herzlich willkommen zum neuen ROLLINGPLANET. Seit August 2021 sind wir nach viermonatiger Pause wieder online – rechtzeitig vor unserem zehnjährigen Jubiläum. Weitere Infos zu unserem Relaunch.

Newsletter

Keine Neuigkeit und Aktion mehr verpassen – jetzt den ROLLINGPLANET-Newsletter lesen:
Werbung
Werbung
Werbung

LESETIPPS

Werbung

Events & Termine

Oktober, 2021

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Alltag, Freizeit, Geld & Recht

Nach mehreren Verzögerungen kann das Programm nun endlich (fast) bundesweit genutzt werden. ROLLINGPLANET beantwortet die wichtigsten Fragen.

Klatsch & Tratsch

Glück im Unglück: Ein aufmerksamer Passant hat einem Mann mit Behinderung in der Region Woldegk (Mecklenburg-Vorpommern) vermutlich das Leben gerettet.

Gesellschaft & Politik

Taube Menschen bemängeln schon seit langem die Warnsysteme – erst recht nach der Flut-Katastrophe im Sommer. Eine neue App und ein besonderer SMS-Service könnten die Lage verbessern. Von Anja Sokolow

Gesellschaft & Politik

Bei der Katastrophe in West- und Mitteleuropa starben mindestens 191 Menschen allein in der Bundesrepublik. Vermutlich hätten viele Leben durch eine bessere Information seitens der Behörden gerettet werden können. Der DGB spricht von einer Verletzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

X