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RSV Lahn-Dill schließt sich Forderung von Athleten Deutschland an

Angriffskrieg gegen Ukraine: „Wir können uns nicht dahinter verstecken und so tun, als ob es den Sport nichts anginge, während anderswo Menschen sterben“ – Ausschluss von russischen und belarussischen Verbänden und Funktionären gefordert.

Ein Mitglied der ukrainischen Territorialverteidigung dirigiert Autos in einem Stau vor einem militärischen Kontrollpunkt auflerhalb der ukrainischen Hauptstadt. Russische Granaten beschossen am Dienstag zivile Ziele in der zweitgrößten Stadt der Ukraine, Charkiw, während ein über 60 Kilometer langer Konvoi von russsischen Militärfahrzeugen auf die Hauptstadt Kiew zurollt. (Foto: Vadim Ghirda/AP/dpa)
Ein Mitglied der ukrainischen Territorialverteidigung dirigiert Autos in einem Stau vor einem militärischen Kontrollpunkt auflerhalb der ukrainischen Hauptstadt. Russische Granaten beschossen am Dienstag zivile Ziele in der zweitgrößten Stadt der Ukraine, Charkiw, während ein über 60 Kilometer langer Konvoi von russsischen Militärfahrzeugen auf die Hauptstadt Kiew zurollt. (Foto: Vadim Ghirda/AP/dpa)

„Der RSV Lahn-Dill schließt sich voll umfänglich der Forderung von Athleten Deutschland e.V. an, die sich als erste klar gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine positioniert hatten“, teilt der Rollstuhbasketball-Spitzenverein mit. Die Wetzlarer Rollis unterstützen damit die Forderung nach dem sofortigen Ausschluss aller russischen und belarussischen Verbände und Funktionäre vom internationalen Wettkampfsport.

„Es wäre schön, wenn es so wäre, aber Sport ist leider nicht unpolitisch, auch wenn IOC-Präsident Thomas Bach uns dies lange glauben lassen wollte. Wir können uns nicht hinter einer solchen Mär verstecken und so tun, als ob es den Sport nichts anginge, während anderswo Menschen sterben“, so RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck:

„Auch der Sport hat hier eine klare gesellschaftliche Verantwortung“.

Daher schließe sich der RSV Lahn-Dill der Forderung des Vereins Athleten Deutschland an, der bereits am Samstag unter anderem den vollständigen Ausschluss russischer und belarussischer Funktionäre und Verbände inklusive der jeweiligen paralympischen und olympischen Komitees, den Abbruch aller finanziellen Beziehungen zu russischen Geldgebern und die Absage von internationalen Sportwettbewerben in Russland und Belarus gefordert hatte.

Konsequent positionieren

Der RSV Lahn-Dill ermutigt seine eigenen nationalen und internationalen Verbände, sich ebenfalls eindeutig und konsequent zu positionieren, so wie es bereits auch DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher getan hat und viele andere Sportarten ebenso vorgegangen sind.

So haben bereits der internationale Volleyball- und der Eishockeyverband Russland zwei internationale Titelkämpfe entzogen, die Basketball EuroLeague russische Teams vom Wettbewerb ausgeschlossen und die Fußball-Nationalmannschaften von Polen, Schweden, Tschechien und der Schweiz beschlossen, bis auf Weiteres nicht mehr gegen die russische Auswahl antreten zu wollen. Zudem haben der internationalen Taekwando Verband und das IOC dem russischen Präsidenten Putin den Ehrengürtel und den Olympischen Orden entzogen.

(RP/aj)

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