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Rollstuhlbasketball: RSV Lahn-Dill feiert das Double

Die Wetzlarer sicherten sich mit einem verdienten 76:66-Erfolg über Finalgegner Thuringia Bulls den deutschen Meistertitel.

Die Mannschaft des RSV Lahn-Dill feiert die Deutsche Meisterschaft 2024.
Die Mannschaft des RSV Lahn-Dill feiert die Deutsche Meisterschaft 2024. (Foto: Armin Diekmann)

Der RSV Lahn-Dill hat seine überragende Saison am Samstagabend mit dem deutschen Meistertitel gekrönt. Vor über 2.100 Zuschauern in der Buderus Arena feierten die Wetzlarer einen verdienten 76:66-Erfolg (21:14/38:24/57:38) im zweiten Playoff-Finalspiel über die RSB Thuringia Bulls und damit das Double aus Meisterschaft und Pokal. Nach 40 intensiven und hochklassigen Spielminuten brachen nach Übergabe der Meisterschaftstrophäe dann alle Dämme bei Mannschaft und Fans.

Es war eine lange, eine intensive und eine überaus erfolgreiche Saison, die am Samstagabend in der Buderus Arena Wetzlar ihr verdientes Ende fand. Mit nur einer einzigen Niederlage im zweiten Halbfinale gegen Hannover feierte der RSV Lahn-Dill seine 15. Deutsche Meisterschaft in der Vereinsgeschichte und die Mannschaft sich selbst nach 36 Pflichtspielen von denen 33 gewonnen werden konnten.

RSV Lahn-Dill startet mit viel Druck

So auch am Samstag vor stimmungsvoller Kulisse, als die Mannschaft von Cheftrainerin Janet Zeltinger und „Co“ Günther Mayer konzentriert und druckvoll startete. Nicht nur der erste Dreier von Thomas Böhme zum 5:2 (2.) unterstrich, dass sich das Team nach dem Auswärtserfolg vor Wochenfrist in Thüringen an diesem Abend die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lassen wollte. Zwar suchte auch der Titelverteidiger und Finalkonkurrent aus dem Osten seine letzte Chance, konterte schnell zum 9:10 (5.), doch die Hausherren ließen sich auch von zwischenzeitlichen Rückschlägen weder von ihrer Linie noch von ihrem großen Ziel abbringen. Kapitän Böhme und Center Matthias Güntner besorgten offensiv so fast im Alleingang das 19:12 (9.), während diesen Part im zweiten Spielviertel der spätere Topscorer Mendel Op den Orth unter dem Brett und Scharfschützin Rose Hollermann aus der Distanz übernahmen.

So sprachen Jannik Blair & Co. in diesem Spielabschnitt den Vorsprung über 47:30 (25.) zum Ende des dritten Viertels bis auf 19 Punkte Differenz ausbauen.

Vorsprung schmolz gegen Ende

Exakt mit dem gleichen Vorsprung ging es auch eine Woche zuvor in den Schlussabschnitt, in dem die Bulls Partie eins der „best-of-three“ Serie fast noch drehen konnten. Der RSV Lahn-Dill war also gewarnt vor dem Schlussspurt der Gäste, die auch diesmal wieder mit aller Macht und mentaler Stärke ihre allerletzte Chance auf die Titelverteidigung suchten. Und so schmolz der sichere Vorsprung auch diesmal über 60:46 (32.) und einem Dreier des Spaniers Jordi Ruiz zunächst bis auf 64:55 (35.) zusammen. Doch in Reihen der RSV-Protagonisten wurde niemand nervös und über die langen Center Güntner und Op den Orth als Felsen in der Brandung konnte auch die aggressive Ganzfeld-Verteidigung der Thüringer den Hausherren nichts mehr anhaben. Mit zwei Auszeiten in den letzten 120 Sekunden beruhigte Trainerin Janet Zeltinger zudem die Situation, so dass die über 2000 Zuschauer bereits Minuten vor dem Ende aufstanden und mit Standing Ovations das Team über die Ziellinie begleiteten.

Nun dominierten die Emotionen in der Buderus Arena, die den neuen Deutschen Meister enthusiastisch feierte. Spieler, Trainer und Crew lagen sich in den Armen und erst die ebenso emotionale Verabschiedung der drei scheidenden Spieler Tomas Klein, Mendel op den Orth und Catharina Weiß unterbrach die Jubelorgie kurzzeitig, ehe die Mannschaft aus den Händen von Marcus Jach und Benjamin Haynert vom Deutschen Rollstuhl Sportverband die traditionelle und rund 7 Kilogramm schwere Meisterschaftstrophäe überreicht bekam.

Lahn-Dill: Mendel Op den Orth (24), Thomas Böhme (22/1 Dreier), Matthias Güntner (17), Rose Hollermann (9/1), Jannik Blair (2), Quinten Zantinge (2), Reo Fujimoto, Catharina Weiß, Mark Beissert (n.e.), Tomas Klein (n.e.), Peyman Mizan (n.e.).

Thüringen: Aliaksandr Halouski (17/1), Vahid Gholomazad (14), Joakim Linden (12), Karlis Podnieks (4), Arie Twigt (4), Jordi Ruiz (13/1), Jens Eike Albrecht (2), Marie Kier, Driss Saaid, Hubert Hager (n.e.).

(RP/PM)

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