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Rollstuhlbasketball-EM: Paralympics-Champion zu stark für deutsche Damen

Die Damen haben das Auftaktspiel der Europameisterschaft im spanischen Madrid 35:63 gegen die Top-Favoritinnen aus den Niederlanden verloren. Trotzdem spricht der neue Bundestrainer Dirk Paßiwan von einem guten Start.

Catharina Weiß hat den Ball, verteidigt von zwei Gegenspielerinnen
Catharina Weiß setzt gegen die starken Niederländerinnen zum Korbleger an. (Foto: Steffie Wunderl)

Mißlungener Start für den neuen Bundestrainer Dirk Paßiwan: Die deutsche Mannschaft hielt zunächst auch gut mit gegen die Niederländerinnen, die 2018 den WM-Titel holten, 2019 Europameisterinnen wurden und sich seit diesem Jahr auch Paralympics-Siegerinnen nennen dürfen. Nach 7:13 Minuten brachte Annabel Breuer ihr Team sogar in Führung, nachdem Katharina Lang die ersten sechs Punkte erzielt hatte. Amanda Fanariotis, eine von drei EM-Debütantinnen heute, glich noch zum 10:10 aus (9.). Doch dann zogen die Niederländerinnen auf 10:16 davon, zur Halbzeit stand es 20:30. Im dritten Viertel erzielte das Paßiwan-Team nur einen Punkt weniger (12:13), sodass das Schlussviertel mit 32:43 startete.

„Drei Viertel mit den Paralympicssiegerinnen mitgehalten“

„Wir haben ein neues Team, konnten nur eine Woche trainieren und hatten hier auch einige Probleme und deshalb war es für uns ein guter Start ins Turnier“, sagte Paßiwan, der dann mit ansehen musste, wie die letzten zehn Minuten mit 3:20 Punkten klar zugunsten der Niederländerinnen ausfiel: „Wir hätten es gerne ein bisschen enger gehabt, aber wir haben drei Viertel mit den Paralympicssiegerinnen mitgehalten und im Großen und Ganzen wissen wir, woran wir arbeiten wollen.“

Katharina Lang kam mit 15 Punkten und 16 Rebounds auf ein Double-Double, doch generell ließ das Team in der Offensive zu viel liegen, wie Paßiwan sagt. „Wir müssen uns die Chancen einfacher rausspielen, wir haben 22 Offensivrebounds abgegeben und brauchen mehr Inside Game. In der Defensive wollen wir weiter aggressiv sein – daran werden wir arbeiten.“

Die nächste Möglichkeit gibt es bereits am Montagvormittag um 10 Uhr gegen die Gastgeberinnen aus Spanien, die zum Auftakt 80:11 gegen die Türkei gewinnen konnten. „Darauf müssen wir uns konzentrieren, es ist ein wichtiges Spiel für uns, weil wir in der Gruppe Platz zwei oder drei belegen müssen, um im Halbfinale den Niederlanden aus dem Weg zu gehen“, sagte Paßiwan: „Deshalb wollen wir morgen früh wieder angreifen und ein gutes Spiel machen.“

Deutschland: Katharina Lang (15, RBB München Iguanas), Annabel Breuer (7, RSV Lahn-Dill), Lena Knippelmeyer (4, BBC Münsterland), Amanda Fanariotis (4, RSKV Tübingen), Lisa Bergenthal (2, RBC Köln 99ers), Maya Lindholm (2, BG Baskets Hamburg), Anne Patzwald (1, BG Baskets Hamburg), Catharina Weiß (RSV Lahn-Dill), Svenja Mayer (Rhine River Rhinos), Vanessa Erskine (Hannover United), Svenja Erni (BBU ’01), Valeska Finger (Doneck Dolphins Trier).

(RP/PM)

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