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Ausland

Rollstuhl zu schwer – Ryanair lässt Mann nicht mitfliegen

Trotz Bestätigung der Fluggesellschaft im Vorfeld konnte der Brite mit Cerebralparese seine Urlaubsreise erst mit einem Tag Verspätung antreten.

Brandon Aughton im Rollstuhl
Brandon Aughton konnte erst einen Tag später seine Urlaubsreise antreten. Der E-Rollstuhl musste zuhause bleiben. (Foto: privat)

Der Brite Brandon Aughton aus West Bridgford in Nottinghamshire wollte am 11. Oktober von Großbritannien aus nach Malaga fliegen. Doch er hatte seine Rechnung ohne Ryanair und Swissport gemacht – ihm wurde aufgrund des Gewichts seines E-Rollstuhls eine Beförderung verweigert, wie die BBC berichtet.

Nach Angaben des 24-Jährigen mit Cerebralparese teilten ihm Mitarbeiter des Frachtdienstleisters Swissport während des Boardings mit, dass sie seinen E-Rollstuhl, der rund 217 Kilogramm wiegt, nicht verladen können. Demnach sei das Förderband zu kurz und manuelles Heben in den Laderaum aufgrund des Gewichts nicht möglich. Auch der Pilot der Maschine habe daraufhin bestätigt, dass Aughton aufgrund dieses Umstandes nicht mitfliegen darf.

Kein Wort des Bedauerns

Laut Aughton habe Ryanair ihm sogar im Vorfeld schriftlich bestätigt, dass die Beförderung des E-Rollstuhls keinerlei Problem darstellen sollte – wie bereits bei zwei Flügen des Briten mit der Gesellschaft zuvor.

„Ich habe nicht verstanden, warum sie es diesmal ablehnt haben“,

sagt der junge Mann gegenüber der BBC.

Es half alles nichts: Aughton konnte erst am folgenden Tagen mit einem regulären Rollstuhl seine Urlaubsreise antreten. Gepäckdienstleister Swissport zeigte sich vom Vorfall „betrübt“, dennoch erhielt Aughton nach eigenen Angaben weder von ihnen, noch von Ryanair oder dem East Midlands Airport eine direkte Entschuldigung.

(RP)

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