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Reintalersee wird für alle barrierefrei erlebbar

Nach vier Jahren Verhandlungen mit der Umweltbehörde, den Grundeigentümern und den Förderstellen fand jetzt der Spatenstich für das Projekt „barrierefreier Reintalersee“ in Österreich statt.

Spatenstich am Reintalersee mit (v.l.) Bernhard Zisterer (Bürgermeister Kramsach), Markus Kofler (Geschäftsführer Alpbachtal Tourismus), Landesrat Johannes Tratter und Johann Rieser (2. Obmann Stellvertreter TVB Alpbachtal). (Foto: TVB Alpbachtal / Grießenböck © TVB Alpbachtal/Grießenböck)
Spatenstich am Reintalersee mit (v.l.) Bernhard Zisterer (Bürgermeister Kramsach), Markus Kofler (Geschäftsführer Alpbachtal Tourismus), Landesrat Johannes Tratter und Johann Rieser (2. Obmann Stellvertreter TVB Alpbachtal). (Foto: TVB Alpbachtal / Grießenböck © TVB Alpbachtal/Grießenböck)

Der Weg entlang des Reintalersees wurde in den letzten Jahren nur notdürftig saniert. Damit das Naherholungsgebiet weiterhin zugänglich bleibt, verfolgte der Tourismusverband Alpbachtal & Tiroler Seenland als Projektträger gemeinsam mit den weiteren Partnern der Seeverwaltung Reintalersee, dem Land Tirol und der Gemeinde Kramsach das Projekt „barrierefreier Weg entlang des Reintalersees“. Zur dringend erforderlichen Sanierung des Weges laufen seit gut vier Jahren die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden und den Grundeigentümern. Die Verzögerung ergab sich aufgrund der Pandemie und fehlender Zustimmungen zu geplanten Maßnahmen. Jetzt fand der Spatenstich für das barrierefreie Projekt statt.

Der Weg soll für Familien mit Kinderwagen und für körperlich beeinträchtige Personen zugänglich gemacht werden. Voraussetzungen für die Sanierung sind eine nachhaltige und naturnahe Bauweise des Weges.

„Mit dem heutigen Spatenstich erfolgt der Startschuss für die Umsetzung des seit Jahren geplanten barrierefreien Wanderwegs um den Reintalersee. Ich bedanke mich beim Tourismusverband, Bürgermeister Zisterer und der Seeverwaltung für die Beharrlichkeit mit der dieses durchaus komplizierte Unterfangen vorangetrieben wurde. Mit der Realisierung des barrierefreien Wanderweges und des barrierefreien Bewegungsparks direkt am See, setzten wir hier einen wichtigen Impuls und machen dieses Freizeit- und Naturjuwel für jeden zugänglich und erlebbar“,

sagt Landesrat Johannes Tratter.

Bei Projekten wie diesen ist eine ökologische Bauaufsicht vorgeschrieben. Sie ist mit der Überwachung und Einhaltung der naturschutzrechtlichen Auflagen beauftragt.

„Das bedeutet, dass auch dieser Weg nur in enger Abstimmung mit allen Behörden, wie Forst, Umweltschutz, Wasserrecht, usw. naturverträglich umgesetzt werden kann“, erklärt Markus Kofler, Geschäftsführer von Alpbachtal Tourismus.

Schonende Wegsanierung

Die Wegführung wird größtenteils auf den bestehenden Wegtrassen verlaufen. Die Gesamtlänge der Runde um den Reintalersee beträgt ca. 3,5 Kilometer. Davon werden rund 1300 Laufmeter saniert. Die Gesamtbreite des Weges variiert zwischen 1,20 bis 1,80 Meter. Um die Natur zu schonen werden Teilstücke des Weges als Holzstege ausgeführt. Im Bereich des Seeablaufs wird eine neue Brücke für das gefahrlose Überqueren gebaut. Teilweise werden Uferabschnitte im Rahmen der Baumaßnahmen saniert. Nicht benötigte Wegabschnitte werden renaturiert und mit vor Ort gelösten Bewuchsnarben revitalisiert. Der Bankettbereich wird mit heimischen Pflanzen und Gehölzen aufgeforstet.

Barrierefreier Zugang zum See und Bewegungsparks

Blick auf den winterlichen See. Eine barrierefreie Seezugangs-Rampe (am Nordufer) wird den Einstieg ins Wasser erleichtern. (Foto: TVB Alpbachtal/Grießenböck © TVB Alpbachtal/Grießenböck)

Blick auf den winterlichen See. Eine barrierefreie Seezugangs-Rampe (am Nordufer) wird den Einstieg ins Wasser erleichtern.
(Foto: TVB Alpbachtal/Grießenböck © TVB Alpbachtal/Grießenböck)

Neben dem barrierefreien Weg sind weitere Maßnahmen in der Umsetzung. Eine Badestelle mit barrierefreier Seezugangsrampe entsteht am Nordufer. Fünf barrierefreie Rastplätze werden errichtet. Der Neubau von drei Brücken sowie ein Bewegungspark mit barrierefreien Elementen am Westufer soll für therapeutische Bewegungseinheiten für Menschen mit Handicap entstehen. Der Bewegungspark wird auch für Kinder mit eingeschränkter Mobilität einige Stationen bieten – unter anderem eine barrierefreie Rollstuhlschaukel, Kraftstationen und ein Karussell für Rollstuhlfahrer.

Der Tourismusverband hat das Projekt als LEADER-Förderprojekt beim Regionalmanagement Kitzbühler Alpen eingereicht. „Durch die barrierefreie Planung konnten wir eine sehr gute Förderquote erzielen“, ergänzt Markus Kofler.

Unter größtmöglicher Sorgfalt und Rücksichtnahme auf die Umwelt werden die Vorgaben der Behörden umgesetzt. Die großflächige Holzentnahme am Westufer fand bereits vor der Bauvergabe statt. Laut Projektverantwortliche habe die Holzentnahme nichts mit der geplanten Wegsanierung zu tun. Für den Weg hätten in diesem Bereich nur wenige Bäume gefällt werden müssen. Im November 2022 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Der Reintalersee ist eines der beliebtesten Naherholungs- und Ausflugsgebiete im Tiroler Unterland. Die Seeverwaltung Reintalersee mit den Partnern Land Tirol, Gemeinde Kramsach und Tourismusverband Alpbachtal & Tiroler Seenland verfolgen seit einigen Jahren die Aufgaben der Instandhaltung und Instandsetzung der Wege und Anlagen rund um den See um dieses Naherholungsgebiet unter Rücksichtnahme auf Flora und Fauna weiterhin zugänglich zu erhalten.

In den letzten Jahren wurden bereits neue Toiletten- und Sanitäranlagen gebaut. Der Spielplatz beim Westufer wurde erweitert und teilweise erneuert. Ebenso wurden bei den Liegewiesen die Uferbereiche saniert.

(RP/PM)

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