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Prozessbeginn: Arzt soll Covid-19-Patienten getötet haben

Ein ehemaliger Mediziner des Universitätsklinikums Essen muss sich wegen Totschlags vor Gericht verantworten. Er soll einem 47-jährigen Niederländer eine überdosierte Injektion verabreicht haben.

Aussenansicht Landgericht Essen
Der Fall wird vor dem Landgericht Essen verhandelt. (Foto: Foto: Bernd Thissen/dpa)

Wegen des Todes eines Covid-19-Patienten durch mutmaßlich überdosierte Medikamente muss sich ein ehemaliger Arzt des Universitätsklinikums Essen von Dienstag (17. August) an vor Gericht verantworten. Das gab das Essener Landgericht am Mittwoch bekannt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mediziner vor, einem 47 Jahre alten Niederländer im November 2020 eine überdosierte und damit tödliche Injektion verabreicht zu haben.

Nach Angaben des Essener Landgerichts soll der Arzt die Ehefrau und den Bruder des Patienten zuvor auf eine angebliche Aussichtslosigkeit der Therapie hingewiesen haben. Gleichzeitig sei eine palliative Sterbebegleitung besprochen worden. Die Frau sei nach Informationen des Gerichts wegen des ihr angekündigten, kurz bevorstehenden Todes ihres Mannes mit der Beendigung von bestimmten Therapien einverstanden gewesen, hieß es.

Die Staatsanwaltschaft gehe jedoch davon aus, dass die schwere Grunderkrankung des Patienten nicht zwingend unumkehrbar gewesen sei und eine Weiterführung der Therapie möglich gewesen wäre, so erläuterte das Gericht.

Kein Einzelfall

Der Corona-Patient war damals vom niederländischen Venlo auf die Intensivstation nach Essen verlegt worden. Über zwei weitere ähnlich gelagerte Vorkommnisse, die dem Mediziner vorgeworfen werden, wird jetzt nicht verhandelt. In diesen Fällen sei zwar ebenfalls Anklage erhoben worden. Das Gericht wolle jedoch zunächst weitere Gutachten einholen.

Für das nun beginnende Strafverfahren hat das Essener Schwurgericht 15 Verhandlungstage bis zum 23. November vorgesehen.

(RP/dpa/lnw)

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