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Kultur & Lifestyle

Per Anhalter durch Kunst und Kultur in Gebärdensprache

Neue Website www.padkig.de präsentiert innovative gebärdensprachliche Plattform für Kunst und Kultur.

Die neue Webseite padkig bietet Kurzvideos.

Im April 2022 wurde das 2-jährige Projekt „padkig“ ins Leben gerufen. Die Abkürzung steht für „Per Anhalter durch Kunst und Kultur in Gebärdensprache“. Nach intensiver Arbeit kam es am 18. März 2024 zum Abschluss des Projektes – die neue Plattform www.padkig.de wurde in einem feierlichen Rahmen der Öffentlichkeit vorgestellt.

Durch die Erfahrungen mit den MuseumSigners, die erstmals 2019 durch eine Initiative des Gehörlosenverbands München und Umland e.V. (GMU), der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München zertifiziert wurden, wurde der Bedarf an mehr Informationen und Fachbegriffen in der Kunst und im Kulturbereich deutlich. Aufgrund dessen wurde das Projekt padkig in die Wege geleitet.

„Bislang gibt es Kunstlexika, Analysen und fachlichen Austausch über bildende Kunst in zahllosen Sprachen, in Gebärdensprache besteht hier in Deutschland jedoch ein Desiderat. Fachbegriffe und komplexe Zusammenhänge bleiben für Gehörlose oft unzugänglich. Das Projekt padkig hat sich zum Ziel gesetzt, diese Lücke zu schließen“, erklären die Initiatorinnen und Initiatoren.

Fachbegriffe und Gebärden

Dank der finanziellen Unterstützung der Aktion Mensch konnte im Rahmen des Projekts eine innovative Informations- und Bildungsplattform entwickelt werden. padkig präsentiert kurze Video-Sequenzen, die Fachbegriffe definieren und die entsprechenden Gebärden veranschaulichen.

Die positive Resonanz auf gebärdensprachliche Angebote in Museen verdeutlicht das wachsende Interesse an kulturellem Austausch auf Augenhöhe. Die Gebärdensprachvideos können entweder direkt über eine Suchanfrage oder im Rahmen einer virtuellen Städtetour durch deutsche Museen abgerufen werden.

Ergänzend wurden auch „AH!-Gebärdensprachvideos“ produziert, die kurze und prägnante Informationen enthalten. Als Hommage an den verstorbenen tauben Künstler Albert Fischer, bekannt als Fisè, wurde ein Logo entworfen, das die AH!-Gebärdensprachvideos symbolisiert und an seine Kunstwerke erinnert.

(RP/PM)

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