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OTWorld: Orthopädie- und Reha-Branche trifft sich in Leipzig

Fachbesucher aus aller Welt kommen in dieser Woche zu einer internationalen Messe nach Sachsen. Auch der Ukraine-Krieg ist ein Thema. Denn hier geht es nicht nur um „die besten Versorgungskonzepte“ – sondern auch um Geld.

Sanitätshaus
Die Messe präsentiert auch die „Erlebniswelt Sanitätshaus“. (Foto: Leipziger Messe)

Nach langer Corona-Pause wird Leipzigs einzige internationale Leitmesse – die OTWorld – in diesem Jahr wieder veranstaltet. Vom 10. bis 13. Mai trifft sich die Orthopädie- und Rehabranche zur Fachmesse samt Weltkongress. Wie Projektleiterin Antje Voigtmann mitteilte, werden 440 Aussteller aus dem In- und Ausland erwartet. Dazu hätten sich Fachbesucher aus 70 Ländern angemeldet.

Bei den Messemachern ist die Erleichterung groß, dass wieder ein persönliches Treffen möglich ist. „Wir sind sehr stolz, dass wir die OTWorld in diesem Jahr wieder durchführen können. Die Branche braucht den Austausch“, sagte Voigtmann. 2020 waren die Veranstalter auf einen reinen Digitalkongress ausgewichen. Die OTWorld wird im Zweijahresrhythmus veranstaltet.

Wegen Corona: „Deutliche Rückschritte für Inklusion“

Die Größe aus der Zeit vor Corona hat die Messe aber noch nicht wieder erreicht. 2018 waren in Leipzig 570 Aussteller gezählt worden. Internationale Messen hätten eine relativ lange Vorbereitungszeit, sagte Voigtmann. Die Aussteller mussten die Entscheidung für oder gegen die Teilnahme treffen, als alle noch voll im Pandemie-Modus gesteckt haben. Vor diesem Hintergrund sei der Zuspruch absolut positiv zu bewerten.

Laut Leipzigs Messe-Chef Martin Buhl-Wagner haben Veranstaltungen derzeit im Schnitt 80 Prozent ihres vorpandemischen Niveaus erreicht. Die Messebranche finde sich wieder in ihre Routinen. Lieferkettenprobleme und Personalsorgen bei Dienstleistern wie Gastronomie, Wachdienst oder Messebau bereiteten in der Restart-Phase allerdings Sorgen.

Träger der OTWorld ist der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik. Dessen Präsident Alf Reuter sieht seine Branche vor großen Herausforderungen. Die Corona-Pandemie habe zu deutlichen Rückschritten für Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderungen geführt. Wegen des Kriegs in der Ukraine komme in Europa nun noch die Versorgung von Kriegsversehrten als Aufgabe dazu. Die Messe in Leipzig solle zu einem internationalen Austausch über die besten Versorgungskonzepte beitragen, erklärte Reuter.

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