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Nach Tiefpunkt in Tokio: Wie geht es für Goalballer Rogge weiter?

Die Goldhoffnung schied mit dem deutschen Team bei den Paralympics schon früh aus. Nun hat sich der Sportler zu seinen weiteren Karriereplänen geäußert.

Felix Rogge hält den Ball vor dem Tor.
Goalballer Felix Rogge bei den Paralympics in Tokio. Sein Team schied bereits früh aus. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Goalballer Felix Rogge vom Chemnitzer BC steckt als ältester Spieler der Nationalmannschaft seine weitere Karriere ab. „Ich plane auf alle Fälle bis Paris 2024 und möchte eigentlich erst nach den Paralympics 2028 in Los Angeles meine Karriere beenden“, sagte der 32-Jährige der „Freien Presse“.

Gemeinsam mit seinem ebenfalls sehbehinderten WG-Partner Oliver Hörauf – beide haben jeweils etwa acht Prozent Sehkraft – will Rogge ab Freitag im türkischen Samsun den EM-Titel verteidigen. „Wir müssen mindestens ins Viertelfinale kommen, um uns wiederum für die WM 2022 zu qualifizieren“, sagte Oliver Hörauf, der ebenso wie Rogge zunächst einige Zeit benötigt hatte, um das unerwartet frühe Ausscheiden des Vizeweltmeisters bei den Paralympics zu verarbeiten.

Niederlage verarbeitet

„Unmittelbar danach ist natürlich eine Welt zusammengebrochen. Wir haben so lange darauf intensiv hingearbeitet“, sagte der 24-Jährige, „jeder brauchte da erst einmal Zeit für sich.“

Anführer Rogge fing sich schneller und versuchte, seine Mitspieler aufzurichten. „Ich habe jedem gesagt, dass auch solche Niederlagen zum Sport gehören, wir aber stärker zurückkommen. Wir durften uns davon nicht fertigmachen lassen“, sagte der erfahrene Goalballer. Hörauf hat auch den Tiefpunkt überwunden und konzentriert sich jetzt auf die EM: „Wir haben bald wieder mit dem Training angefangen und sofort einiges ausprobiert. Die Lust, weiterzumachen, ist groß.“

(RP/dpa)

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