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Mit dem Rollstuhl über den Rhein

Die Kaiserbrücke, die Wiesbaden und Mainz verbindet, soll endlich barrierefrei werden. Wie die beiden Städte die Zugänglichkeit für Radfahrer verbessern wollen und so auch Menschen mit Mobilitätseinschränkung profitieren.

Die Kaiserbrücke ist derzeit für Rollstuhlfahrer nicht nutzbar.
Die Kaiserbrücke ist derzeit für Rollstuhlfahrer nicht nutzbar. (Foto: User:Kandschwar, Kaiserbruecke Mainz01, CC BY-SA 3.0)

Eine Eisenbahnbrücke zwischen Wiesbaden und Mainz soll in Zukunft für Fahrrad- und Rollstuhlfahrer komfortabler und leichter zu befahren sein. Rund 3,3 Millionen Euro hat das Bundesverkehrsministerium zugesagt, um die Wege auf die Kaiserbrücke zu verbessern, teilte die Stadt Mainz am Freitag mit. Oben ist ein extra Rad- und Gehweg. Bislang ist es für Radfahrer mühsam, ihre Räder über Treppen und Schieberillen auf die Brücke hochzuschieben. Für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Kinderwagen ist es kaum möglich, den Weg auf der Brücke zu nutzen.

„Angesichts des rasanten Wachstums und der Verschiebungen von anderen Verkehrsmitteln hin zur Fahrradnutzung, ist die gerade erteilte Förderzusage aus Berlin eine große Chance für die barrierefreie Erschließung der Kaiserbrücke“,

kommentierte der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) die Nachricht. Wiesbadens Umweltdezernent Andreas Kowol (Die Grünen) ergänzte, dass die stufenlose Rheinüberquerung auf der Kaiserbrücke das Pendeln per Rad noch leichter mache.

Geplant ist, eine Art Spindel zu errichten, mit der man kreisförmig auf die Brücke fahren können. Ein Baubeginn steht noch nicht fest, wie ein Mainzer Stadtsprecher auf Nachfrage erklärte. Spätestens bis zum Jahr 2024 soll der Bau der Spindel auf der Mainzer Seite jedoch abgeschlossen sein.

(RP/dpa)

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