Connect with us

Sie suchen ein bestimmtes Thema?

Sport

Markus Rehm zu Olympia-Ausschluss: „Ego-Problem von ein paar Athleten“

Der Paralympics-Sieger sowie Weltrekordhalter will nicht aufgeben – und hat eine sportliche Geschäftsidee.

Markus Rehm
Paralympics-Sieger Markus Rehm will weiterhin bei Nichtbehinderten-Turnieren antreten. (Foto: kyodo/dpa)

Nach seinem gescheiterten Start bei den Olympischen Spielen in Tokio will der viermalige Paralympics-Sieger Markus Rehm weiter um gemeinsame Wettkämpfe mit Nichtbehinderten kämpfen. „Es gibt ja nächstes Jahr noch die Weltmeisterschaft. Das wäre eine coole Option, wo ich starten könnte. Da werde ich auf jeden Fall ins Gespräch gehen“, sagte der 33 Jahre alte Para-Weitspringer im „Sport1“-Interview. „Das Ziel bleibt, langfristig mehr gemeinsame Wettkämpfe zu bestreiten.“

„Nehme niemanden etwas weg“

Rehm verstehe zwar die Diskussion um Vor- und Nachteile mit ihm als Prothesenspringer. „Deswegen gilt ja auch mein Angebot: Lass uns getrennt werten, dann nehme ich niemandem etwas weg“, sagte Rehm, der in seiner Klasse bei den Para-Sportlern ohne Konkurrenz ist. Warum er immer noch nicht in der normalen Konkurrenz außerhalb der Wertung mitspringen kann?

„Das ist ein Ego-Problem von ein paar Athleten. Dass die keine Lust haben gegen mich zu verlieren bzw. kürzer zu springen.“

Rehm hat einen neuen Vorschlag. „Wenn man clever ist, kann man das doch auch super gemeinsam vermarkten. Ich sage: Lasst uns zusammentun: Der Olympiasieger und der Paralympics-Gewinner treffen sich ein paar Mal im Jahr zum Battle“, sagte der Orthopädietechniker-Meister.

In Tokio war Rehm mit dem Versuch gescheitert, auch – wie einst der Südafrikaner Oscar Pistorius – bei Olympia starten zu dürfen. Er hatte die Olympia-Qualifikationsnorm deutlich erfüllt. Gold ging bei Olympia mit 8,41 Metern an den Griechen Miltiadis Tentoglou. Rehm war bei seinem Para-Weltrekord im Juni 8,62 Meter gesprungen.

(RP/dpa)

Veröffentlicht auf

ROLLINGPLANET ist seit 2021 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

Kommentieren

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Werbung
Werbung
Werbung

LESETIPPS

Werbung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Gesellschaft & Politik, Sport

Inklusion ist eines der großen Ziele der Gesellschaft, doch in vielen Bereichen klappt das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung nicht. Ein Ex-Spitzensportler will das ändern.

Gesellschaft & Politik

Fraktionen fordern mehr Tempo bei Inklusion: „Das Ziel muss es sein, dass Barrierefreiheit viel mehr zur Selbstverständlichkeit wird.“

Technik & Technologien

Der Bundesverband Caritas Behindertenhilfe und Psychatrie zeichnete 2022 zum zweiten Mal Projekte aus, die auf innovative Weise die digitale Teilhabe voranbringen.

Sport

Am kommenden Samstag können Kinder mit Behinderung verschiedene Sportarten ausprobieren. Mit dabei: Paralympics-Sieger Ali Lacin und Rapper Graf Fidi.