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Marcus Willam übernimmt den Landesvorsitz des Landesverbandes Bayern der Gehörlosen

In Nürnberg wurde der neue Vorstand gewählt – er setzt sich paritätisch aus drei Männern und drei Frauen zusammen. Zwei der gewählten Mitglieder identifizieren sich als queer.

Gruppenbild vor schwarzem Hintergrund
Der neue Vorstand (v.l.n.r.): Marcus Willam, Sabrina Schröer, Josef Rothmeier, Ines Eckerle, Marina Meinl, Alexander Hock (Foto: Benjamin Busch/DGZ)

Auf der Mitgliederversammlung am 26. April 2025 in Nürnberg hat der Landesverband Bayern der Gehörlosen einen neuen Vorstand für die Amtsperiode 2025–2029 gewählt. Die Wahl führte zu folgender Besetzung:

  • Landesvorsitzender: Marcus Willam
  • Stellvertretender Landesvorsitzender: Alexander Hock
  • Landesschatzmeister: Josef Rothmeier
  • Beisitzerinnen: Marina Meinl, Sabrina Schröer und Ines Eckerle

Der neue Vorstand setzt sich paritätisch aus drei Männern und drei Frauen zusammen, die sich künftig engagiert für die Interessen der Gehörlosen- und Gebärdensprachgemeinschaft in Bayern einsetzen werden. Zwei der gewählten Mitglieder identifizieren sich als queer – ein starkes Zeichen für Vielfalt und Repräsentation innerhalb des Gremiums.

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Mit Marcus Willam übernimmt der fünfte Landesvorsitzende in der Geschichte des Verbandes dieses Amt. Seine Vorgänger waren Max Kroiß (1951–1957), Gottfried Hock (1957–1982), Rudolf Gast (1982–2013) und Bernd Schneider (2013–2025). In den vergangenen 74 Jahren gab es somit lediglich vier Führungswechsel – ein Ausdruck der bemerkenswerten Kontinuität und des langjährigen Engagements im Landesverband.

Ein besonderer Dank gilt Bernd Schneider, der sich in seinen zwölf Jahren als Landesvorsitzender große Verdienste um den Verband erworben hat.

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Der 1951 gegründete Landesverband Bayern der Gehörlosen feiert im Jahr 2026 sein 75-jähriges Bestehen. Dieses bedeutende Jubiläum wird im Rahmen des 10. Bayerischen Landestreffens in Würzburg gebührend gewürdigt.

Der neue Vorstand hat sich für die kommenden Jahre ambitionierte Ziele gesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Seniorenarbeit. Darüber hinaus genießt die politische Interessenvertretung auf Landesebene höchste Priorität. Konkrete Ziele sind unter anderem die Einführung eines Gehörlosengeldes, der konsequente Abbau kommunikativer Barrieren sowie die nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität gehörloser Menschen in Bayern. Ziel ist ein modernes, weltoffenes, barrierefreies und gebärdensprachfreundliches Bayern.

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