Connect with us

Sie suchen ein bestimmtes Thema?

Technik & Technologien

Lebensgefahr an Ampelanlagen: Gehörlose präsentieren Lösung

Mit einem zusätzlichen Blitzlicht sollen Menschen mit Hörbehinderung frühzeitig gewarnt werden.

Christopher Buhr (l.) hat mit einem Team die Lösung für die Problematik gefunden.
Christopher Buhr (l.) hat mit einem Team die Lösung für die Problematik gefunden. (Foto: Christopher Buhr)

Anfang 2021 hat der gehörlose Filmemacher Christopher Buhr im Auftrag des Aktivisten Norbert Pfeuffer den Animationsfilm „Tödliche Ampel“ gedreht. Hier wurde auf die fehlende Verkehrssicherheit an größeren Straßenkreuzungen aufmerksam gemacht. Der Film veranschaulicht, wie das Überqueren von Ampelanlagen bei Grün zur tödlichen Falle für Gehörlosen wird, wenn plötzlich Polizei, Notarzt oder Feuerwehr mit hoher Geschwindigkeit durchfahren und noch dazu eventuell die Gegenfahrbahn benutzen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nach der erfolgreichen Pressearbeit von Judit Nothdurft, die ebenfalls das Gehörlosen-Portal Deafservice betreibt, haben mehrere Medien (Print, TV, Social Media) das Thema in Deutschland und in Österreich aufgegriffen, um die Gesellschaft auf die fehlende Barrierefreiheit für Gehörlose aufmerksam zu machen.

Einfache Lösung mit großer Wirkung

Gerade hat Buhr den Fortsetzungsfilm „Lösung für die tödliche Ampel“ veröffentlicht. An der großen Kreuzung am Würzburger Hauptbahnhof präsentieren Norbert Pfeuffer, der sich seit Jahren für die Ampel-Warnblitze engagiert, und Marco Ries, der Entwickler des Warnblitzes, die Lösung. Durch die Montage eines zusätzlichen Blitzlichtes an der Ampelanlage werden Gehörlose auf die, trotz grünen Lichts, durchfahrenden Einsatzfahrzeuge aufmerksam gemacht.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

In Deutschland leben 16 Mio. Hörbehinderte, davon sind etwa 80.000 Menschen gehörlos. Um in solchen Verkehrssituationen rechtzeitig zu reagieren, brauchen hörbehinderte und gehörlose Fußgänger visuelle Signale. Darauf möchten Christopher Buhr (Film), Norbert Pfeuffer (Aktivist), Bernd Schneider (Arbeitskreis Bayern Barrierefrei 2023) und Judit Nothdurft (Öffentlichkeitsarbeit) aufmerksam machen.

(RP/PM)

Veröffentlicht auf

ROLLINGPLANET ist seit 2021 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

Kommentieren

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Werbung
Werbung
Werbung

DERZEIT AM HÄUFIGSTEN GELESEN

LESETIPPS

Werbung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Gesellschaft & Politik

Eine schriftliche Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe an die Ampel-Koalition fällt knapp und desinteressiert aus. Er fordert deshalb, die Belange der gehörlosen Ukrainer in Deutschland endlich wahrzunehmen.

Bildung & Karriere

An der Pädagogischen Hochschule Heidelberg werden die ersten 20 Studierenden in dem landesweit einzigartigen Kurs ausgebildet. Kommendes Semester erhöht die Fakultät die Plätze – denn Fachkräfte sind gefragt.

Technik & Technologien

Viele blinde oder gehörlose Menschen können sich ein Leben ohne Smartphone kaum noch vorstellen. Während diese immer nützlicher werden, tauchen bei Haushaltsgeräten neue Barrieren auf.

Bildung & Karriere

Auch Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Bildung und damit Universitäten eine gesetzliche Pflicht, entsprechende Angebote zu ermöglichen. Eine neue Umfrage offenbart dringenden Handlungsbedarf.