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Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 vergeben

Drei Unternehmen wurden für ihre vorbildliche Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen prämiert. Vom kleinen Floristikbetrieb bis zum internationalen Industriekonzern zeigen die Gewinner, wie Inklusion im Arbeitsalltag gelingt.

Zum elften Mal vergeben: Der Inklusionspreis (Foto: Inklusionspreis26)

Mit dem Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 werden zum elften Mal vorbildliche Praxisbeispiele für Inklusion am Arbeitsmarkt ausgezeichnet. „Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger zeigen eindrucksvoll, dass die Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen weit mehr ist als gelebte gesellschaftliche Verantwortung – sie ist ein Gewinn für alle“, so Daniel Terzenbach, Vorstand der Bundesagentur für Arbeit und Sprecher der Initiierenden. „Die drei Preisträgerbetriebe leben vor, wie Vielfalt Innovation fördert, neue Perspektiven eröffnet, den Zusammenhalt stärkt und Unternehmen gerade angesichts des demografischen Wandels fit für die Herausforderungen der Zukunft macht. Das verdient Anerkennung und Nachahmung.“

Schirmherrin des Preises ist Bärbel Bas, Bundesministerin für Arbeit und Soziales. Sie ist überzeugt: „Unternehmen, die inklusiv denken und handeln, ermöglichen nicht nur die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben. Sie sichern sich damit auch engagierte Fachkräfte und steigern ihre Attraktivität durch eine vielfältige Unternehmenskultur. Die jährliche Verleihung des Inklusionspreises für die Wirtschaft macht den Mehrwert einer inklusiven Arbeitswelt für alle aus unterschiedlichen Blickwinkeln sichtbar. Die Preisträger ermutigen durch ihre Erfolgsgeschichten andere Unternehmen dazu, ebenfalls Barrieren abzubauen und die Potenziale von Menschen mit Behinderungen gewinnbringend zu nutzen.“

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In diesem Jahr sind die Gewinner:

SMS group GmbH

(Foto: Inklusionspreis26)

In der Kategorie „Große Unternehmen und Konzerne” erhält die international tätige Unternehmensgruppe im Maschinen- und Anlagenbau die Auszeichnung für ihren ganzheitlichen und strategisch verankerten Ansatz zur Inklusion. Das Unternehmen verbindet vorbildliches inklusives Personalmanagement mit Maßnahmen zur Förderung psychischer Gesundheit und einem konsequent barrierefrei gestalteten Arbeitsumfeld. Der barrierefreie Campus am Konzernsitz in Mönchengladbach bietet moderne Arbeits- und Lernwelten für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Inklusion ist darüber hinaus durch ein ESG-verankertes Rahmenwerk, regelmäßige Sensibilisierungsmaßnahmen und die enge Zusammenarbeit mit Experten nachhaltig in den Unternehmensstrukturen etabliert. Mit einem intern datenbasierten Inklusionsbetriebssystem hat das Unternehmen zudem ein Steuerungsinstrument geschaffen, das die Potenziale von Menschen mit Behinderungen sichtbar macht und stärkt. Gleichzeitig fördert die SMS group Inklusion durch die Beteiligung an Forschungs- und Innovationsprojekten und überführt neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die betriebliche Praxis.

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Cummins Deutschland GmbH

(Foto: Inklusionspreis26)

In der Kategorie „Mittelständische Unternehmen” wird die deutsche Tochter des internationalen Technologieunternehmens Cummins für ihr praxisnahes und nachhaltig angelegtes Konzept zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen ausgezeichnet. Mit einer inklusiven Arbeitsinsel in der Produktion schafft das Unternehmen neue Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit mentalen Behinderungen und eröffnet ihnen den Übergang von der Werkstatt in den allgemeinen Arbeitsmarkt. Möglich machen, dass individuelle Arbeitsplätze, Tätigkeitsanalysen sowie ein passgenaues Bewerbungs- und Onboarding-Konzept. Die Einführung der inklusiven Arbeitsplätze wird durch speziell geschulte Führungskräfte und Teams sowie eine individuelle Begleitung während der Einarbeitung unterstützt. Gleichzeitig baut das Unternehmen Barrieren konsequent ab – mit barrierefreien Arbeitsbedingungen, verständlicher Kommunikation und der schrittweisen Umstellung interner Informationen auf einfache Sprache. Inklusion wird dabei als fortlaufender Entwicklungsprozess verstanden, der die Unternehmenskultur nachhaltig prägt.

Moderne Floristik Steinbrecher

(Foto: Inklusionspreis26)

In der Kategorie „Kleine Unternehmen” wird der Floristik- und Eventbetrieb aus Waltrop für sein inklusives Geschäftsmodell ausgezeichnet. Aus einem klassischen Floristikbetrieb entstand ein Inklusionsbetrieb, in dem Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen in allen Bereichen tätig sind – einschließlich des direkten Kundenkontakts. Die Arbeitsplätze und Qualifizierungswege werden individuell auf die Fähigkeiten und Entwicklungspotenziale der Beschäftigten abgestimmt. Um Inklusion nachhaltig im Betrieb zu verankern, wurden Arbeitsabläufe, Kommunikationswege und Teamstrukturen gezielt weiterentwickelt. Die inklusive Personalstrategie sichert die benötigten Fach- und Arbeitskräfte, stärkt Motivation und Mitarbeiterbindung und trägt durch den Kundenkontakt dazu bei, Inklusion über den Betrieb hinaus in die Gesellschaft hineinzutragen. Der Betrieb zeigt zudem beispielhaft, dass der Übergang aus einer Werkstatt für behinderte Menschen in eine dauerhafte sozialversicherungspflichtige Beschäftigung gelingen kann.

Mehr Informationen: inklusionspreis.de 

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