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Gesellschaft & Politik

Inklusion und Teilhabe – (k)eine Utopie? Scholz & Co. werden es zeigen

Deutscher Behindertenrat fordert von der neuen Bundesregierung mehr Tempo bei Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz.

Gruppenbild mit den in der Bildunterschrift genannten Politikern
Gesichter der neuen Bundesregierung mit ausgestrecktem Zeigefinger: Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Olaf Scholz, SPD-Kanzlerkandidat und geschäftsführender Bundesfinanzminister und Christian Lindner, Parteivorsitzender der FDP. (Foto: dpa/Michael Kappeler)

„Deutschland kommt bei der Inklusion zu langsam voran und wirkt der Ausgrenzung und Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen nicht ausreichend entgegen. Das hat die Corona-Pandemie deutlich gemacht, das belegen zahlreiche Studien und Berichte, und das erleben Betroffene nahezu täglich im Berufs- wie Privatleben“, kritisiert der Deutsche Behindertenrat (DBR).

Der DBR fordert deshalb anlässlich des Welttages der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember von der Politik, „endlich ihrer rechtlichen Verpflichtung zur Umsetzung der #Akronym{UN}-Behindertenrechtskonvention nachzukommen.“ Menschen mit Behinderung sollen, verlangt der Verband, effektiv vor Diskriminierung und Gewalt geschützt und das Recht auf eine selbstbestimmte und gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe sichergestellt werden.

Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz sind Kernthemen

Die Missstände in Deutschland seien bekannt und offensichtlich, so DBR-Sprecherratsvorsitzende Hannelore Loskill. Es sei an der Zeit, gemeinsam etwas zu verändern – „und das mit mehr Tempo als in den vergangenen vier Jahren.“ Loskill:

„Für die kommende Legislaturperiode fordern wir mehr Engagement seitens der Politik, um die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen rechtlich zu festigen, Barrieren gezielt abzubauen und Diskriminierung wirksam zu verhindern.“

Um Impulse für entsprechende Veränderungen zu geben, hat der DBR Barrierefreiheit und Diskriminierungsschutz zu den Kernthemen seiner diesjährigen Welttagsveranstaltung am 3. Dezember 2021 gemacht. Unter dem Motto „Inklusion und Teilhabe – (k)eine Utopie?“ werden Vertreter aus Verbänden, Politik und Forschung die gegenwärtige Situation in Deutschland und die dringlichsten behindertenpolitischen Aufgaben erörtern.

Zum Ende der Veranstaltung wird Loskill den Staffelstab für den Sprecherratsvorsitz an Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbands Deutschland (SoVD), übergeben. Der SoVD wird 2022 die#Akronym{ DBR}-Aktivitäten koordinieren und leiten.

Die DBR-Welttagsveranstaltung wird von 10 bis 15 Uhr live auf dem YouTube-Kanal der BAG Selbsthilfe übertragen.

Hintergrund

Die großen Sozialverbände, die Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe sowie unabhängige Behindertenverbände haben am 3. Dezember 1999, dem Welttag der behinderten Menschen, den Deutschen Behindertenrat (DBR) in Berlin gegründet.

Der Deutsche Behindertenrat ist ein Aktionsbündnis der maßgeblichen Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen. Er versteht sich als Plattform gemeinsamen Handelns und des Erfahrungsaustauschs. Der Deutsche Behindertenrat ist kein Dachverband und besitzt damit kein generelles Vertretungsmandat. Die Mitgliedsorganisationen vertreten sich in aller Regel selbst.

(RP/PM)

Veröffentlicht auf

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