Connect with us

Sie suchen ein bestimmtes Thema?

Gesundheit & Medizin

Hochkarätiges Fortbildungsprogramm für Therapeuten

Der Neuroreha-Kongress CON.THERA findet parallel zur Fachmesse REHAB Karlsruhe statt.

Der Therapeutenkongress „CON.THERA“ legt den Schwerpunkt auf das Fachgebiet Neurorehabilitation und findet parallel zur REHAB Karlsruhe vom 15. bis 17. Juni 2023 in der Messe Karlsruhe statt. (Foto: Messe Karlsruhe / Behrendt und Rausch)

Mit dem Ziel, die Verzahnung der an einer therapeutischen Versorgung beteiligten Berufsgruppen zu fördern, entwickelten die Verantwortlichen der Europäischen Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion − REHAB Karlsruhe gemeinsam mit dem Team Lamprecht NEURO-Fobis im Jahr 2022 ein neues Kongressformat: CON.THERA. Nach der erfolgreichen Premiere wird der Therapeutenkongress auch in diesem Jahr parallel zur REHAB Karlsruhe vom 15. bis 17. Juni stattfinden.

Selbstständige sowie angestellte Physio-, Ergo- und Sporttherapeuten, Logopäden, Mediziner sowie Reha- und Orthopädietechniker können sich hier interdisziplinär fortbilden. Der Fokus des dreitägigen Kongresses liegt auf einer ganzheitlichen, evidenzbasierten Betrachtung und Behandlung von Krankheitsfolgen nach der Diagnose Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Parkinson sowie den Therapiemöglichkeiten bei Spastik und Fatigue. Neu in diesem Jahr ist ein Block zur interdisziplinären pädiatrischen Rehabilitation am Freitag. Das Programm ist in fünf Themenblöcke unterteilt, für jeden Block können jeweils bis zu vier Fortbildungspunkte erlangt werden, wobei die Blöcke auch einzeln gebucht werden können. Weitere Informationen zu den Referierenden und das Programm sind unter www.rehab-karlsruhe.com/conthera zu finden. Tickets können Interessierte im Onlineshop ab 65 Euro erwerben.

„Auf dem CON.THERA-Kongress können sich Interessierte in kurzer Zeit auf den neuesten Wissensstand bringen und haben darüber hinaus die Gelegenheit, unsere Fachmesse zu besuchen. Sehr wertvoll sind dabei sicherlich auch die persönlichen Begegnungen und Gespräche mit Experten zu innovativen Hilfsmitteln und Therapiegeräten, um neue Impulse für den Berufsalltag zu bekommen“, erläutert Annika Gehrmeyer, Projektleiterin der REHAB Karlsruhe. Sabine Lamprecht vom Team Lamprecht NEURO-Fobis betont: „Wir sind sehr stolz, dass es uns gelungen ist, herausragende Experten und Koryphäen als Vortragende zu gewinnen. Kaum ein anderer Kongress hat eine so hochkarätige Rednerliste.“

Auszug aus dem Kongressprogramm

18 renommierte Vortragende gestalten ein vielfältiges, abwechslungsreiches und hochkarätiges Kongressprogramm. Darunter spricht Professor Joachim Liepert (Kliniken Schmieder Allensbach) zu „Neuen Entwicklungen und aktuellen Publikationen in der motorischen Rehabilitation“ und Professor Christian Dettmers (Kliniken Schmieder Konstanz) über „Fatigue bei MS und bei Long Covid“. Dr. Kristina Müller (St. Mauritius Therapieklinik, Meerbusch) äußert sich zur „Evidenzbasierung in der pädiatrischen Therapie“ und Professor Rüdiger Rupp (Universitätsklinikum Heidelberg) referiert zu „Neuen Entwicklungen in der Neurotechnologie bei Querschnittlähmung”.

Referierende geben Einblick in Vorträge

„In meinem Vortrag werden neue Studien und Leitlinien mit Schwerpunkt auf motorischer Rehabilitation vorgestellt. Die Themen betreffen vor allem Krankheitsbilder wie den Schlaganfall, Parkinson-Syndrome, Multiple Sklerose, aber auch Symptome wie Spastizität und schmerzhafte Schulter sowie neue Erkenntnisse zu therapie-induzierter Plastizität.“, erläutert Professor Joachim Liepert (Kliniken Schmieder Allensbach).

Professor Christian Dettmers (Kliniken Schmieder Konstanz) hält fest: „Fatigue ist ein für die Patientinnen und Patienten ernst zu nehmendes Problem. Die Müdigkeit und Erschöpfung sowie die extrem langsame Genesung ist für die Betroffenen sehr belastend. Aus ärztlicher Sicht gilt es immer im ersten Schritt abzuklären und einzuordnen, ob sich organische Ursachen nachweisen lassen, ob kognitive Beeinträchtigungen zu verzeichnen sind und ob psychosoziale Komponenten das Syndrom verstärken.“

„Die Forschung rund um Querschnittlähmung wird gerade hier bei uns am Universitätsklinikum Heidelberg besonders wichtig genommen“, erörtert Professor Rüdiger Rupp (Universitätsklinikum Heidelberg). „Aktuelle Studien machen Hoffnung, dass zukünftig einzelne Funktionen durch Stimulationsimplantate direkt am Rückenmark verbessert werden können. Bei einem schwer verletzten Rückenmark speziell bei Hoch-Querschnittgelähmten können mittels Brain-Computer-Interfaces, auf Deutsch Gehirn-Computer-Schnittstellen, auf intuitive Weise Neuroprothesen oder Roboterarme gesteuert werden. Aber: Bevor eine solche High-End-Wissenschaft bei den Patienten ankommt, kann es sehr lange dauern“, so Rupp weiter.

Sabine Lamprecht referiert zum Thema „Die 10 größten Irrtümer in der Neurorehabilitation“ und resümiert: „Neurorehabilitation ist überwiegend therapeutisch und zu Beginn meiner Tätigkeit basierte unser Tun auf empirischem Wissen und Annahmen. Durch Beobachtungen in der Behandlung wurden zum Teil Schlüsse gezogen, die sich aus heutiger Sicht und mit wissenschaftlichen Methoden nicht belegen lassen. Unser Ziel muss sein, evidenzbasiert, wissenschaftlich fundiert und Leitlinien orientiert zu arbeiten. Diesen roten Faden brauchen wir bei allen Berufsgruppen, mit denen wir interdisziplinär zusammenarbeiten, und in deren Ausbildungs- und Studiengängen.“

(RP/PM)

Veröffentlicht auf

ROLLINGPLANET ist seit 2012 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

Kommentieren

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werbung
Werbung
Werbung

DERZEIT AM HÄUFIGSTEN GELESEN

LESETIPPS

Werbung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN