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Gesellschaft & Politik

Gedenken an die Opfer der NS-Euthanasie in Berlin

Eine Abendveranstaltung im Kleisthaus sowie eine Kranzniederlegung in der Tiergartenstraße 4 sollen an die Verbrechen der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderung erinnern.

Gedenk- und Informationsort in der Tierstraße 4.
Am Gedenk- und Informationsort in der Tierstraße 4 soll am 31. Januar eine Kranzniederlegung stattfinden. (Foto: Behindertenbeauftragter / Konrad Schmidt)

Am Vorabend des 27. Januars möchte der Bundesbehindertenbeauftragte die Geschichte der gehörlosen Opfer der NS-„Euthanasie“, mit einer Abendveranstaltung im Kleisthaus, in den Fokus nehmen, um in Hinblick auf die Kranzniederlegung die besondere Leidenssituation der gehörlosen Menschen darzustellen. Großen Teilen der Gesellschaft ist die Geschichte und besondere Verfolgung gehörloser Menschen im Nationalsozialismus nicht bekannt.

Helmut Vogel hat als gehörloser Historiker und Filmautor zu diesem Thema geforscht. Im Jahr 2015 haben er und der Kameramann Jürgen Endress die von Zwangssterilisation betroffenen Gehörlosen an verschiedenen Orten aufgesucht und sie beim Erinnerungsprozess filmisch dokumentiert. Dieser Dokumentarfilm soll der Ausgangspunkt des Erinnerns an die Opfer sein. Helmut Vogel wird einen Vortrag halten und dazu Filmausschnitte zeigen. Anschließend soll in diesem Rahmen ein Podiumsgespräch mit ihm, dem Bundesbehindertenbeauftragten Jürgen Dusel und der Wissenschaftlerin Dr. Sylvia Wolff zum Thema stattfinden.

Freitag, 26.01.2024 um 19:00 Uhr (bis 21 Uhr)
Vortrag mit Filmausschnitten
Kleisthaus, Mauerstraße 53, 10117 Berlin

Titel des Dokumentarfilms: “Gehörlose Opfer der Zwangssterilisationen und der NS-Euthanasie”

Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärden-/Lautsprache, Übersetzung in deutsche Schriftsprache, Live-Audiodeskription und Übersetzung in Leichte Sprache.

Hier finden Sie den Anmeldelink zur Veranstaltung

Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung in der Tiergartenstraße 4

Am 31.01.2024 um 12:00 Uhr werden wir zur traditionellen Kranzniederlegung in der Tiergartenstraße 4 am Gedenk- und Informationsort zusammenkommen, um der Opfer der NS-„Euthanasie“ zu gedenken. Die Kranzniederlegung wird von drei Künstler*innen mit einer musikalischen Performance begleitet.
Die drei Künstler*innen verbinden in ihrer musikalisch-performativen Reflexion ein zeitgenössisches Gebet des Komponisten Sidney Corbettmit den Berichten der Zeitzeugin Johanna Oswald zu einem persönlichen Plädoyer für Vielfalt, Respekt und ein zugeneigtes Miteinander.

Ines Konietzko ist (gehörlose) Performerin und Choreographin. Sie ist ausgebildete Tanzlehrerin für Freies Tanzen im mixed-abled Bereich.

Claudia van Hasselt ist klassisch ausgebildete (hörende) Sängerin und Produzentin. Mit dem audio-visuellen Künstler Nicolas Wiese gestaltet sie als Künstlergruppe FrauVonDa seit über 10 Jahren international präsentierte, zeitgenössisch-interdisziplinäre Formate zwischen Wissenschaft und Musik.

Ihre Zusammenarbeit fand ihren Anfang im Rahmen des Musiktheaters ‘COLLECTIVE; Opus 135 – Berlin Exposition’, ein Werk von Amen Feizabadi. Den ungehörten Leidenswegen der gehörlosen Opfer wird durch die Künstlerinnen visuell und musikalisch gedacht.

Mittwoch, 31.01.2024 um 12:00 Uhr (bis maximal 12:30 Uhr)
Kranzniederlegung mit musikalischer Performance
Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde, Tiergartenstraße 4, 10785 Berlin

Veranstaltung mit Übersetzung in Deutsche Gebärden-/Lautsprache und Leichte Sprache. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Mehr Informationen – auch in Gebärdensprache und in Leichter Sprache – finden Sie hier.

(RP/PM)

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ROLLINGPLANET ist seit 2012 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

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