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Gesellschaft & Politik

Für mehr Vielfalt im Spielzeugregal: Erste Barbie mit Down-Syndrom

Spielzeug-Hersteller Mattel launcht seine erste Puppe mit Trisomie 21. In Deutschland tritt Aktivistin Natalie Dedreux als Botschafterin auf.

Natalie Dedreux und die Barbie-Puppe mit Down-Syndrom
Natalie Dedreux ist die Botschafterin der Barbie mit Down-Syndrom. (Foto: Mattel)

Seit heute gibt es die neue Barbie-Puppe mit Down-Syndrom von Mattel, Inc. Die Barbie-Puppe mit Down-Syndrom soll alle Kinder dazu inspirieren, spielerisch Geschichten zu erzählen. Und sie ermöglicht noch mehr Kindern, sich selbst in einer Barbie wiederzufinden und die Welt um sie herum beim Puppenspiel widerzuspiegeln.

„Die Barbie-Fashionista-Reihe ist die vielfältigste Puppenserie auf dem Spielzeugmarkt und spielt eine wichtige Rolle in den frühen Erfahrungen eines Kindes. Wir von Mattel möchten unseren Teil dazu beitragen, soziale Stigmata auf spielerische Weise zu überwinden und Inklusion zu fördern“, sagte Lisa McKnight, Executive Vice President und Global Head of Barbie & Dolls, Mattel. „Unser Ziel ist es, allen Kindern zu ermöglichen, sich selbst in einer Barbie wiederzufinden. Gleichzeitig möchten wir sie ermutigen, mit Puppen zu spielen, die nicht so aussehen wie sie selbst. Das Spielen mit Puppen, die nicht der eigenen Lebenserfahrung entsprechen, kann Verständnis wecken und mehr Empathie fördern – was schließlich zu einer toleranten Gesellschaft führt.“

Designt mit Insights aus der Community

Um sicherzustellen, dass sich Menschen mit Down-Syndrom mit dem Design der Puppe identifizieren, hat Mattel eng mit der National Down Syndrome Society (NDSS) zusammengearbeitet. Die NDSS unterstützt Menschen mit Down-Syndrom und ihre Familien, indem sie politische Veränderungen vorantreibt und sich in lokalen Gemeinschaften engagiert. Ihr Team beriet im gesamten Designprozess: angefangen bei der Puppengestaltung über Kleidung und Zubehör bis hin zur Verpackung.

„Es war uns eine Ehre, mit Barbie an der Barbie-Puppe mit Down-Syndrom zu arbeiten“,

so Kandi Pickard, Präsidentin und CEO des NDSS. „Dies bedeutet so viel für unsere Gemeinschaft. Die Kinder können zum ersten Mal mit einer Barbie-Puppe spielen, die aussieht wie sie. Diese Barbie erinnert uns daran, dass wir die Macht der Sichtbarkeit nie unterschätzen sollten. Die Puppe ist ein großer Schritt vorwärts für die Inklusion und ein Moment, den wir feiern.“

Barbie mit Down-Syndrom

Die Puppe hat eine Gesichts- und Körperform, die Frauen mit Down-Syndrom besser darstellt. Der Körper ist insgesamt kleiner, besitzt jedoch einen längeren Rumpf. Das Gesicht ist runder, hat kleinere Ohren und einen flachen Nasenrücken, während die mandelförmigen Augen leicht schräg liegen. Die Handflächen der Puppe weisen eine Vierfingerfurche auf – ein Merkmal, das mit Menschen mit Down-Syndrom in Verbindung gebracht wird. (Foto: Mattel)

Natalie Dedreux: Die neue Botschafterin

Um die Markteinführung der Puppe zu feiern und für Inklusion, Sichtbarkeit und Verständnis für Menschen mit Down-Syndrom zu werben, haben sich europäische Botschafterinnen und Botschafter Barbie angeschlossen, um diesen wichtigen Moment für die Gemeinschaft zu feiern. In Deutschland übernimmt Aktivistin Natalie Dedreux diese Aufgabe. Sie erzählt, was dies für sie und Kinder mit ähnlichen Erfahrungen auf der ganzen Welt bedeutet:

„Ja, ich finde es deswegen wichtig, dass es Barbie Puppen mit Down-Syndrom gibt, weil man Menschen so mit Down-Syndrom sichtbarer macht. Und das mehr darauf geachtet wird, weil dann merkt und sieht die Gesellschaft das sowas auch cool ist.“

Fashion-Kooperation mit isociety

Anlässlich der Markteinführung geht Barbie mit dem inklusiven Fashion-Label isociety eine exklusive Zusammenarbeit ein. Zeitgleich zum Launch am 25. April verkauft das Fashion-Label auf der isociety Website limitierte Barbie-T-Shirts für 29,00 Euro das Stück. Die Hälfte des Erlöses geht an das „Deutsche Down-Syndrom InfoCenter“, das rund um das Leben mit Down Syndrom informiert. Hinter isociety stecken Edda und Sarah. Aus eigener Erfahrung motiviert, wollen Mutter und Tochter mit dem Label Gesprächsanlässe rund um das Thema Down-Syndrom bieten. Neben der Kooperation begleitete ein Paneltalk den Produktlaunch in Deutschland. Kristina Vogel, Moderatorin und Olympiasiegerin im Bahnradsport, führte durch die Veranstaltung. GästInnen waren Barbie Botschafterin Natalie Dedreux, Prof. Dr. Zimpel (Professor an der Universität Hamburg und Leiter des Zentrums für Neurodiversitätsforschung (ZNDF) Hamburg-Eppendorf), Michaela Hilgner (Sonderpädagogin und stellvertretende Geschäftsführerin des deutschen Down-Syndrom-InfoCenter) sowie Shari Dietz (Bloggerin und Mutter einer Tochter mit dem Angelman-Syndrom).

Puppen aus der neuen Barbie-Fashionistas-Reihe

Die neue Puppe ist Teil der aktuellen Barbie Fashionistas-Reihe und bietet weltweit noch mehr Kindern eine Barbie, die sie selbst repräsentiert. (Foto: Mattel)

Barbie ist mit über 175 Looks die inklusivste Puppenlinie auf dem Markt. Sie bietet eine Vielzahl von Augenfarben, Haarfarben und -strukturen, Körpertypen, Einschränkungen und Moden, um mehr Geschichten zu erzählen. Barbie hat Puppen mit Vitiligo, Puppen, die einen Rollstuhl oder eine Prothese benutzen, ein Modell mit Hörgeräten und ohne Haare eingeführt. Auch 2023 steht Barbie weltweit mit ihrer Fashionistas-Reihe für ein Zugehörigkeitsgefühl und Inklusion. Die Fashionistas umfassen auch neue Modelle mit verschiedenen Körpertypen, darunter eine neue Fashionista-Puppe mit Zahnspange und eine Ken-Fashionista-Puppe mit Beinprothese.

Die diesjährigen Fashionistas-Puppen sind ebenso wie die neue Barbie-Puppe mit Down-Syndrom zu UVP von 14,99 € im deutschen Handel und im Mattel Onlineshop erhältlich.

(RP/PM)

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