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Elektrorollstuhl PARAVAN PR 30/II feiert Premiere

Das neue Modell des Rollstuhl-Allrounders war diese Woche auf der REHAB in Karlsruhe zu sehen.

Das Update des PR 30/II besticht durch seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, auch im Gelände ist der zukünftige Kunde durch die Federung komfortabel unterwegs. (Foto: PARAVAN)
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Der PARAVAN PR 30 bekommt ein Update. Der beliebte Elektrorollstuhl-Allrounder, der jetzt das Kürzel „/II“ trägt, ist modular auf Basis eines Baukastensystems aufgebaut, mit umfangreichen medizinischen Zusatzfunktionen ausgestattet und damit sehr individuell auf das jeweilige Beschwerdebild anpassbar. Die Neuauflage ist zudem mit sehr geräuscharmen Stellmotoren ausgestattet und verfügt über das neue PARAVAN Sitzsystem K 620. Außerdem kann der PARAVAN PR 30/II mit einer komfortablen Reichweite in der Serie aufwarten. Mit der neuen Batterie ist der Radius des Elektrorollstuhls auf bis zu 50 Kilometer angewachsen. Die neue leistungsstarke Motorentechnologie ermöglicht zudem ein maximales Nutzergewicht von bis zu 200 Kilogramm. Der Rollstuhl verfügt über eine Liftfunktion, mit einer Hubhöhe von bis zu 30 Zentimetern. Falls beispielsweise einmal etwas in höheren Regionen erreicht werden muss, ist das auch ohne fremde Hilfe möglich.

Neu am PARAVAN Allrounder ist, dass er mit einer einzelaufgehängten und gefederten Hinterachse ausgestattet ist und dadurch deutlich mehr Fahrkomfort als das ungefederte Vorgängermodell hat. „In Anlehnung an das Chassis-Konzept des Stehrollstuhls PR 40 haben wir hier das Konzept auch auf den PR 30/II übertragen“, sagt der Leiter der Rollstuhlabteilung Stefan Ludwig, der den Rollstuhl mit seinem Team und den Kunden gemeinsam entwickelt hat. „Die Rückmeldungen der Kunden sind für den Entwicklungsprozess sehr wichtig. Wir möchten ein Produkt für die Kunden entwickeln und nicht an deren Bedürfnisse vorbei.“

Baukastensystem für bessere Anpassbarkeit

Das Baukastensystem macht die Konfiguration im Vorfeld deutlich einfacher, benutzer- und servicefreundlicher. „Durch nur wenige Handgriffe kommt man zum Beispiel an die komplette Elektrik ran“, berichtet Ludwig. Ein Vorteil bereits im Vorfeld bei der Konfiguration des Rollstuhls, auch später während der Nutzung ist der PR 30/II somit deutlich besser anpassbar, zum Beispiel bei progressiven Krankheitsbildern. Der Kunde hat freie Farbwahl. „Auch Wunschfarben sind möglich“, sagt Ludwig. Das sei den Kunden sehr wichtig. „Ein Rollstuhl ist ein elementarer Alltagsbegleiter, wie für uns beispielsweise ein paar Schuhe, und mit diesem Ansatz konzipieren wir auch unsere Modellpalette.“

Der PARAVAN PR 30/II ist für nahezu alle Krankheitsbilder geeignet und anpassbar. Der Elektrorollstuhl für Erwachsene verfügt über erweiterte Sondersteuerungsmöglichkeiten über die R-Net-Steuerung. Auch eine Memory-Funktion ist optional möglich. Der Rollstuhl ist nach ISO 7176/19 über eine Bodenfixierung zum Transport im Fahrzeug, beispielsweise als Beifahrer, geeignet. Extreme Stabilität und Robustheit zeichnet das Modell aus dem mittleren Preissegment aus, welches komplett in Deutschland gefertigt wird. Aktuell hat der PR 30/II vier Wochen Lieferzeit ab Bestellung.

Gerüstet für Outdoor-Aktivitäten

Michelle Fallier in ihrem Rollstuhl im Wald.

Seit Oktober 2021 ist Michelle Fallier mit ihrem PR 30/II unterwegs. Sie war auch an der Entwicklung beteiligt und hat wichtige Impulse, beispielsweise, als es um die Einstellung der Federung ging, gegeben. (Foto: privat)

„Ich habe den Stuhl völlig angenommen als meine neuen Beine. Der Rollstuhl ist ein Prachtstück“, berichtet Michelle Fallier ganz begeistert. Mittlerweile hat die Münchnerin, die seit 2009 auf einen Rollstuhl angewiesen ist, 1.172 Kilometer mit dem neuen PARAVAN PR 30/II zurückgelegt, der für 10 km/h zugelassen ist. Sie nutzt ihn ausschließlich für Outdoor-Aktivitäten. „Ich fahre einfach gern schnell und bin mit dem Rollstuhl viel auf Achse.“ Die Münchnerin hat den Elektrorollstuhl PR 30/II bereits seit Herbst 2021 und war an der Entwicklung beteiligt. Mit ihrem letzten Modell kam sie nicht so gut zurecht.

Sie ist sehr oft im Wald und auf etwas unwegsamen Gelände unterwegs und da kommt ihr die neue Federung der Hinterachse sehr entgegen, vor allem da sie ungern mit Luftreifen unterwegs ist. „Anfangs war die Dämpfung etwas hart eingestellt, so dass sie nur mit Luftbereifung unterwegs sein konnte. „Mit Vollgummireifen war das für mich nicht erträglich“, berichtet Michelle, die an einer besonderen Form der Muskeldystrophie erkrankt ist. Während des Entwicklungsprozesses wurden entsprechende Anpassungen vorgenommen, so dass sie jetzt ohne Problem mit den Vollgummirädern unterwegs sein kann. Gerade im Gelände ist das wichtig, ebenso wie die Passform der vom Sanitätshaus und der PARAVAN-Rollstuhlabteilung angepassten Sitzschale, ausgestattet mit einem Hosenträgergurt.

(PM)

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