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„Einarmige Prinzessin“ verpasst „Miss Germany“-Titel

Studentin Gina Rühl beeindruckt dennoch mit ihrer Botschaft (die leider nur auf dem ROLLINGPLANETen selbstverständlich ist): Niemand muss sich für seinen Körper oder seine Narben schämen.

Gina Rühl
Gina Rühl (Foto: IWN)

Gina Rühl, Studentin aus Wuppertal und bekannt als „Die einarmige Prinzessin“ hat den Titel „Miss Germany“ verpasst. Im Finale des Wettbewerbs am Samstagabend im Europa-Park in Rust (Baden-Württemberg) wurde Domitila Barros (37) aus Berlin zur Siegerin gekürt. Diese ist Sozialunternehmerin, Schauspielerin und Model. Für die 22-jährige Rühl ist der Traum von einem Leben als „Miss Germany“ damit vorerst beendet.

Ihre Bewerbung hatte in den vergangenen Wochen ein großes Echo ausgelöst (auch ROLLINGPLANET berichtete). Die Studentin hatte 2019 als Beifahrerin einen schweren Motorradunfall. Aufgrund ihrer Verletzungen verlor sie ihren linken Arm. Heute trägt Rühl eine Prothese und berichtet in den sozialen Medien von ihrem Leben. Auf Instagram – wo sie sich „Die einarmige Prinzessin“ nennt – folgen ihr mittlerweile mehr als 57.000 Menschen.

„Ich habe ja eine Botschaft“

„Der Unfall war nicht umsonst, wenn ich anderen damit etwas geben kann und als Vorbild dienen kann“, hatte Rühl im Januar der Deutschen Presse-Agentur gesagt. Die „Miss Germany“-Bewerbung habe sie verfasst, als sie gesehen habe, dass es bei dem Wettbewerb auch darum gehe, eine Botschaft zu vermitteln. Das Thema der neu konzipierten Miss-Wahl 2022 lautete „Empowering authentic women“ (dt.: echte Frauen stärken).

„Ich habe ja eine Botschaft. Ich will etwas damit sagen“, erklärte Rühl. Sie wolle zeigen, dass man auch nach einem Schicksalsschlag gut leben kann.
Auf der Bühne im Europa-Park erzählte Rühl, am Anfang habe sie ihre Narben abgeschminkt – wegen der Perfektion, die auf Instagram herrsche. Aber sie wolle, dass sie zur Normalität und akzeptiert würden. Mit Tränen in den Augen dankte sie ihrem Freund, ihrer Familie und Freunden für die Unterstützung nach dem Unfall.

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(RP/PM)

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