Connect with us

Sie suchen ein bestimmtes Thema?

Ausland

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Syrien: Mehr langfristige Hilfe nötig

Viele Überlebende der Katastrophe vom 6. Februar 2023 kämpfen weiterhin mit den Folgen schwerer Verletzungen – besonders betroffen sind auch mit Menschen mit Amputation.

Die kleine Noor (r.) lag drei Tage unter den Trümmern - sie braucht langfristig Hilfe
Die kleine Noor (r.) lag drei Tage unter den Trümmern - sie braucht langfristig Hilfe. (Foto: HI)

Viele Überlebende des Erdbebens in Syrien kämpfen weiterhin mit den Folgen schwerer Verletzungen. So benötigen zum Beispiel amputierte Menschen Physiotherapie, Prothesen oder Rollstühle sowie Medikamente und psychologische Hilfe. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist daraufhin, dass viel mehr langfristige Unterstützung notwendig ist.

So benötigen zum Beispiel amputierte Menschen Physiotherapie, Prothesen oder Rollstühle sowie Medikamente und psychologische Hilfe. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) weist daraufhin, dass viel mehr langfristige Unterstützung notwendig ist.

Die Menschen leiden zudem bereits seit Jahren unter der anhaltenden Gewalt. Zehntausende leben in Flüchtlingslagern.

„Ein Jahr nach dem Erdbeben sind viele Familien dauerhaft obdachlos. Die Zahl der Flüchtlingslager hat sich in den letzten Monaten im Nordwesten Syriens vervielfacht. Leider geht auch die bewaffnete Gewalt weiter und fordert Opfer und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Das unermessliche Leid, das die Bevölkerung ertragen muss, und der überwältigende Bedarf an humanitärer Hilfe sind zutiefst erschütternd”,

sagt HI-Landeschefin Myriam Abord-Hugon. „Um langfristige Behinderungen zu vermeiden, besteht nach wie vor ein großer Bedarf an Reha-Maßnahmen, Hilfsmitteln, einschließlich Prothesen, und mentaler Unterstützung für die vielen verletzen Menschen. Die Unterstützung reicht nicht aus“, so Abord-Hugon weiter.

Viele Kinder unter den Erdbebenopfern in Syrien

Unter den Verletzten sind viele Kinder. So wie Noor, die drei Tage lang unter den Trümmern ihres Hauses lag, bis sie befreit werden konnte. Von ihrer Familie hatte nur noch ihr Vater überlebt. Noors rechtes Bein musste amputiert werden, das linke Bein wurde mehrfach operiert, und die Kleine war stark traumatisiert. Nach sieben Monaten Krankenhausaufenthalt wird sie seitdem von den Therapeutinnen von Handicap International betreut.

Über Handicap International e.V.
Handicap International / Humanity & Inclusion (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe, die in rund 60 Ländern aktiv ist. Ziel ist es, langfristig die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung und vulnerable Gruppen zu verbessern. Außerdem arbeiten wir für eine Welt ohne Minen und Streubomben sowie für den Schutz der Zivilbevölkerung im Krieg. HI ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997 für ihren Einsatz für den Verbotsvertrag gegen Landminen.

(RP/PM)

Veröffentlicht auf

ROLLINGPLANET ist seit 2012 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

Kommentieren

Leave a Reply

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Werbung
Werbung
Werbung

DERZEIT AM HÄUFIGSTEN GELESEN

LESETIPPS

Werbung

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Ausland

Das Bauerndorf Velyka Komyshuvakha war 2022 von russischen Truppen besetzt. Dennoch sind einige Bewohner zurückgekehrt, um ihre Häuser wieder aufzubauen und ein neues Leben zu beginnen.

Gesellschaft & Politik

Handicap International e.V. protestiert vor dem Berliner Reichstag gegen Gesetzentwurf der Bundesregierung.

Gesellschaft & Politik, Ausland

Sprengfallen und explosive Hinterlassenschaften gefährden das Leben vieler Menschen im Kriegsgebiet. Besonders junge Menschen und Geflüchtete, die wieder in ihre Gemeinden zurückkehren, sind sich oft der tödlichen Gefahr nicht bewusst.

Gesellschaft & Politik, Ausland

Vor 25 Jahren erhielt die Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen den Friedensnobelpreis. Bis heute engagiert sich die Hilfsorganisation Handicap International für die Räumung von Landminen und die Versorgung von Verletzten mit Prothesen.