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Diabetes: Sex ohne Insulinpumpe – was ist zu beachten?

Die einen machen es mit, die anderen lieber ohne. Wer sich entscheidet, das Gerät in intimen Momenten abzukoppeln, sollte das aber nicht ganz ohne Plan machen.

Paar beim Sex
(Symbolfoto: Christin Klose/dpa-tmn)

Beim Sex können Menschen mit Diabetes ihre Insulinpumpe durchaus für gewisse Zeit abkoppeln. 30 bis 60 Minuten seien normalerweise kein Problem, berichtet die Zeitschrift „Diabetes Ratgeber“ (Ausgabe 09/21).

„Wenn man gut eingestellt ist, lässt sich die Pumpe auch ein bis zwei Stunden ablegen“,

erklärt die Internistin und Diabetologin Iris Dötsch in dem Bericht. Man sollte dann aber einen Pen dabeihaben, um eventuell mit schnell wirksamen Insulin überbrücken zu können, rät die Medizinerin.

Idealerweise bespricht man sich über das Thema zuvor einmal mit seiner Ärztin oder seinem Arzt und holt auch seine Partnerin oder seinen Partner ins Boot. Natürlich kann man die Pumpe beim Sex auch dranlassen.

Nicht mit zu niedrigem Wert loslegen

Ehe man intim wird und die Pumpe ablegen möchte, stellt man idealerweise sicher, dass der Insulinwert nicht schon von vornherein zu niedrig ist. Wer die ganze Nacht ohne Pumpe verbringen möchte, sollte der Diabetologin zufolge für diese Zeit auf das sogenannte Basis-Bolus-Prinzip umsteigen. Heißt: Zunächst spritzt man sich ein lang wirkendes Basalinsulin und verabreicht sich bei Bedarf zusätzlich schnell wirkendes Insulin mit Pen oder Spritze.

Wichtig ist, vor dem Einschlafen das Ankoppeln der Pumpe nicht zu vergessen. Das kann sonst gefährlich werden, wenn im Körper nach wenigen Stunden Schlaf kein Insulin mehr ist: Womöglich entgleist dadurch der Stoffwechsel.

(RP/dpa/tmn)

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