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Gesellschaft & Politik

Das Recht auf Arbeit: Viel erreicht und noch mehr zu tun?

Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e.V. und die Universität Kassel laden zu einer Online-Diskussion zur Umsetzung von Art. 27 UN-BRK nach der zweiten und dritten Staatenprüfung.

Symbolbild UN-BRK
(Foto: Shutterstock)

Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen hat die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland erneut geprüft. Mit den im Oktober 2023 veröffentlichten Abschließenden Bemerkungen bewertet der Ausschuss den bisherigen Umsetzungsstand der Konvention.

Diskussion mit einem Team aus Experten

Eine Online-Diskussion der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) und der Universität Kassel setzt sich insbesondere mit den Kritikpunkten und Empfehlungen zur Umsetzung von Artikel 27 UN-BRK (Arbeit und Beschäftigung) auseinander. Vom 26. Juni bis 17. Juli 2024 sind alle Interessierten eingeladen, einem Team aus Expertinnen und Experten ihre Fragen zu stellen und mitzudiskutieren.

Dabei soll beleuchtet werden, welche Maßnahmen geplant sind, bereits getroffen wurden oder notwendig wären, um die Empfehlungen des UN-Fachausschusses umzusetzen. In diesem Zusammenhang ist auch zu diskutieren, ob und welche Verbesserungen seit den Abschließenden Bemerkungen 2015 erreicht werden konnten. Mögliche Schwerpunkte des digitalen Austausches:

  • In seinen Abschließenden Bemerkungen 2015 hat der UN-Fachausschuss die schrittweise Abschaffung der WfbM gefordert. – Wie ist diese Empfehlung vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen und der Abschließenden Bemerkungen 2023 zu bewerten?
  • 2023 empfahl der UN-Fachausschuss wirksamere Maßnahmen zur Umsetzung der Beschäftigungsquoten für Menschen mit Behinderungen auf dem Allgemeinen Arbeitsmarkt sowie die Gewährleistung der Zugänglichkeit von Arbeitsplätzen. Welche Maßnahmen wurden hierzu getroffen oder sind geplant?
  • Der UN-Fachausschuss hat (nicht nur) Deutschland empfohlen, das Berufsbildungs- system umzustrukturieren und Maßnahmen zur Gewährleistung von Zugänglichkeit und Inklusion zu gewährleisten. Welche Erfordernisse folgen aus diesen Empfehlungen?

Bei der Diskussion der Leitfragen soll an die Fachtagung zur Umsetzung der UN-BRK in Deutschland, Österreich und der Schweiz am 20./21. Juni 2024 angeknüpft und die dortige Diskussion aufgegriffen und fortgeführt werden.

Die Online-Diskussion finden Sie unter: fma.reha-recht.de

Die Diskussion wie auch die Fachtagung sind Teil des Kooperationsprojekts „Zugänglichkeit – Inklusion – Partizipation. Nachhaltige Teilhabe an Arbeit durch Recht (ZIP – NaTAR)“, das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert wird.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite: www.reha-recht.de/zip-natar

Über die DVfR
Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation e. V. (DVfR) ist die einzige Vereinigung in Deutschland, in der Vertreterinnen und Vertreter aller Akteure im Bereich Rehabilitation und Teilhabe gleichberechtigt zusammenwirken: Selbsthilfe- und Sozialverbände, Sozialleistungs- träger, Rehabilitationseinrichtungen und -dienste, Reha-Expertinnen und -Experten sowie Berufs- und Fachverbände. Die Mitglieder der DVfR und ihre Partner in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft engagieren sich gemeinsam in einem interdisziplinären und sektoren- übergreifenden, konsensorientierten Diskurs zur Weiterentwicklung von Rehabilitation und selbstbestimmter Teilhabe.
Über Reha-Recht.de
Das Diskussionsforum Rehabilitations- und Teilhaberecht unter www.reha-recht.de dient als Plattform für die Verbreitung der nicht hinreichend bekannten, zuletzt durch das Bundesteilhabegesetz geänderten Rechtsnormen v. a. des SGB IX. Hierzu werden die aktuelle Rechtsprechung und Verwaltungspraxis sowie Gesetzgebungsprozesse analysiert und kommentiert. Der juristischen Fachöffentlichkeit und Akteuren in Betrieben, Institutionen und Verbänden steht damit ein Forum für den interdisziplinären Austausch zu Rechtsfragen zur Verfügung. Ziel ist es, die Anwendung und Weiterentwicklung des Rehabilitations- und Teilhaberechts zu unterstützen.

(RP/PM)

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ROLLINGPLANET ist seit 2012 Deutschlands Onlinemagazin für Menschen mit Behinderung und alle anderen. ROLLINGPLANET ist ein Non-Profit-Projekt, realisiert vom Verein Menschen, Medien und Inklusion e.V., München. Mehr über unser Team erfahren Sie hier.

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