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Heute mal nicht behindert

Brückentage: So nutzen Sie 2022 ihren Urlaubsanspruch ideal

Das kommende Jahr bietet wieder viele Möglichkeiten für verlängerte Wochenenden. ROLLINGPLANET verrät, welche Planung sich anbietet und ob der Chef Kollegen mit Kindern bevorzugen darf. Von Christoph Jänsch

Frau schreibt in Kalender
(Foto: Shutterstock)

Wer es geschickt anstellt, kann im Jahr 2022 einige lange Wochenenden oder mehrere freie Tage am Stück genießen und muss – dank Brückentagen – dafür kaum Urlaubstage verbrauchen.

Doch einen Anspruch auf Urlaub an Brückentagen haben Arbeitnehmer nicht, so Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht. Zwar kann jeder Urlaubswünsche äußern. Führungskräfte müssen diesen Wünschen aber nicht entsprechen, wenn aus betrieblicher Sicht etwas dagegenspricht – besonders, wenn sich Wünsche überlagern.

Aber: Hat der Chef oder die Chefin den Urlaub einmal schriftlich genehmigt, darf er oder sie ihn nicht einseitig aufkündigen.

Darf der Chef Familien bei den Ferienzeiten bevorzugen?

Führungskräfte dürfen bei Urlaubswünschen in Ferienzeiten Kollegen mit Kindern bevorzugen. Fallen Brückentage nicht in die Ferien, gibt es hingegen keinen Grund, Väter oder Mütter besser zu stellen.

Grundsätzlich sollten Führungskräfte ihre Mitarbeiter bei der Vergabe von Urlaubstagen fair behandeln, rät Bedereck. Reklamiert ein Mitarbeiter schon weit im Voraus alle Brückentage für sich, kann das Unfrieden stiften.

Gab es zuvor Diskussionen über den Urlaub, rät der Rechtsanwalt davon ab, einfach krank zu machen. Denn gibt es ein Indiz dafür, dass die Arbeitsunfähigkeit nur vorgeschoben ist, hat der Arbeitgeber gute Chancen, die Bescheinigung vor Gericht erfolgreich anzuzweifeln. Eine vorangegangene Diskussion ist ein solches Indiz.

Wann lohnt es sich für Arbeitnehmer, 2022 Urlaubstage zu nehmen?

Hier ist eine Übersicht, an welchen Tagen es sich für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im Jahr 2022 lohnt, Urlaubstage zu nehmen. Vorausgesetzt, sie müssen am Wochenende nicht arbeiten.

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Heilige Drei Könige (Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt)

Am Donnerstag, dem 6. Januar, ist in drei Bundesländern Feiertag. Wer sich in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt am darauf folgenden Freitag also einen Tag Urlaub gönnt, kann nach Silvester das neue Jahr mit einer kurzen 3-Tage-Woche starten – dann folgen vier freie Tage am Stück. Wer noch drei Urlaubstage mehr investiert, hat im besten Fall vom 1. Januar bis zum 9. Januar frei.

Internationaler Frauentag (Berlin)

Diesen gesetzlichen Feiertag gibt in Deutschland nur in Berlin. Im kommenden Jahr fällt er auf einen Dienstag – den 8. März. Wer am Montag davor Urlaub nimmt, hat zusammen mit dem Wochenende insgesamt vier Tage frei.

Ostern

Das Osterfest fällt 2022 auf das Wochenende vom 15. April (Karfreitag) bis zum 18. April (Ostermontag). Mit vier Urlaubstagen vor oder nach den Feiertagen können Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerinnen eine Ruhepause von zehn Tagen herausholen.

Christi Himmelfahrt

In vielen Regionen in Deutschland heißt dieser Feiertag auch Vatertag. Er fällt jedes Jahr auf einen Donnerstag – im kommenden Jahr ist es der 26. Mai. Wer einen Urlaubstag am Freitag nimmt, kann sich vier Tage am Stück entspannen. Wer zudem Urlaub für die drei Wochentage davor einreicht, kommt auf neun Tage Erholung.

Pfingsten

Das Pfingstfest hat traditionell zwei Feiertage – Pfingstsonntag und Pfingstmontag. Im Jahr 2022 fällt der Pfingstmontag auf den 6. Juni. Wer sich die vier darauffolgenden Tage frei nimmt, kann neun Tage am Stück der Arbeit fernbleiben.

Fronleichnam (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland sowie regional in Sachsen und Thüringen)

Nach dem Pfingstfest folgt in einigen Bundesländern Fronleichnam. Der bewegliche Feiertag fällt 2022 auf den 16. Juni – ein Donnerstag. Wer sich den Freitag darauf freinimmt, genießt ein langes Wochenende.

Hohes Friedensfest (Augsburg, Bayern)

Ausschließlich in Augsburg feiert man das Hohe Friedensfest. Im kommenden Jahr findet es am Montag, den 8. August, statt. Mit nur vier Urlaubstagen kann man dort also neun freie Tage am Stück erzielen.

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Mariä Himmelfahrt (nur im Saarland und in Teilen Bayerns)

Nur in zwei Bundesländern oder zumindest in Teilen davon ist Mariä Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. In diesem Jahr fällt er auf einen Montag, den 15. August. So verlängert er das Wochenende ohnehin. Wer vier weitere Urlaubstage investiert, hat neun Tage frei.

Weltkindertag (Thüringen)

Am Dienstag, dem 20. September, feiert Thüringen den Weltkindertag. Wer zwischen dem Feiertag und dem Wochenende davor einen Urlaubstag einbaut, hat vier Tage frei.

Tag der Deutschen Einheit

Nach vielen regionalen Feiertagen endlich wieder einer, den es im gesamtem Bundesgebiet gibt. Der 3. Oktober fällt im kommenden Jahr auf einen Montag. Für eine Woche Urlaub brauchen die Deutschen also nur vier Urlaubstage.

Reformationstag (Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen)

Zumindest in neun Bundesländern ist Montag, der 31. Oktober, im kommenden Jahr ein Feiertag. Mit vier anschließenden Urlaubstagen ergeben sich neun freie Tage.

Allerheiligen (Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland)

Der regionale Feiertag am 1. November fällt 2022 auf einen Dienstag. Mit einem Urlaubstag kann man das Wochenende auf vier Tage ausdehnen.

Buß- und Bettag (Sachsen)

Diesen Feiertag gibt es ausschließlich in Sachsen – am Mittwoch, den 16. November. Wer zwei Urlaubstage danach oder davor einplant, bekommt fünf Tage Erholung.

Weihnachten

Das Weihnachtsfest fällt 2022 weitgehend arbeitgeberfreundlich aufs Wochenende. Heiligabend (24. Dezember) ist am Samstag, der erste Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) am darauffolgenden Sonntag. Dafür ist der zweite Weihnachtsfeiertag (26. Dezember), der Montag, frei. Mit vier anschließenden Urlaubstagen sind zumindest neun Tage Ruhepause möglich.

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Schlecht sieht es für Arbeitnehmer bei den übrigen Feiertagen aus: Neujahr 2023 (1. Januar) ist ein Samstag. Der Tag der Arbeit (1. Mai) fällt im kommenden Jahr auf einen Sonntag.

(RP/dpa/tmn)

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