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Bruder von Friedrich Merz hatte Multiple Sklerose

Der Union-Kanzlerkandidat spricht im TV-Duell über private Schicksalsschläge: Er starb, „noch bevor er 50 wurde“.

Friedrich Merz (Archivfoto: Shutterstock)

Beim am Mittwochabend von „Bild“ und „Welt“ ausgestrahlten TV-Duell zwischen dem noch amtierenden Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Herausforderer Friedrich Merz (CDU) kam es zu überraschenden Einblicken in das private Leben von Merz. Auf die Frage, welche Schicksalsschläge die beiden Kandidaten geprägt haben, sprach Merz (69) „das erste Mal über zwei früh verstorbene Geschwister“ („Bild“).

Der Tod der beiden habe „tiefe Spuren“ in seiner Familie hinterlassen, zitiert „Bild“ den 69-Jährigen. „Wir waren mal zu viert zu Hause. Meine jüngste Schwester ist mit 21 bei einem Verkehrsunfall gestorben.“ Später habe er auch seinen jüngeren Bruder verloren – an die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose. Er starb, „noch bevor er 50 wurde“.

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Tatsächlich spricht Merz selten über sein Privatleben – ganz so exklusiv, wie die „Bild“ den Eindruck erweckt, ist der Hinweis auf den an MS verstorbenen Bruder jedoch nicht. Die „Zeit“ hatte darüber bereits im März vergangenen Jahres berichtet: „Mit Äußerungen über sein Privatleben ist Merz vorsichtig. Kaum jemand weiß, dass er als junger Mann seine 21-jährige Schwester bei einem Autounfall verlor und später seinen an MS leidenden Bruder. Eine Schwester ist der Familie geblieben – man ist einander nach diesen Schlägen eng verbunden.“

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Wolfgang Schäuble war ein enger Freund

Eng verbunden war Merz auch mit Wolfgang Schäuble, der über fünf Jahrzehnte die Bundespolitik prägte (unter anderem als Bundesminister, langjähriger Bundestagspräsident und Architekt der deutschen Wiedervereinigung) und der seit einem Attentat auf einen Rollstuhl angewiesen war. Die „Zeit“ schrieb: „Der Tod Schäubles war für den CDU-Chef ein echter Schlag, wie er in mehreren bewegten Reden zu erkennen gab. Mit Schäuble starb der letzte Unions-Staatsmann, den er anrufen und in praktisch jeder Beziehung um Rat fragen konnte. Er war ein enger Freund.“

Wählen gehen am 23.2.2025!

Am kommenden Sonntag, dem 23. Februar 2025, finden vorgezogene Bundestagswahlen statt. Die Wahllokale sind am 23. Februar von 8:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Wahlberechtigte, die per Briefwahl abstimmen möchten, sollten sicherstellen, dass ihre Wahlbriefe spätestens bis zum Wahltag um 18:00 Uhr bei der zuständigen Stelle eingehen.

In den aktuellen Umfragen führt die von Merz angeführte CDU/CSU mit etwa 27 bis 30 Prozent der Stimmen. Die AfD könnte möglicherweise den zweiten Platz belegen. Die bevorstehende Wahl gilt als richtungsweisend für die zukünftige politische Landschaft Deutschlands, insbesondere im Hinblick auf mögliche Koalitionsbildungen und den Umgang mit dem Erstarken der AfD.

Nachtrag (nach einem Hinweis eines Lesers):
Die von uns genannten Zitate könnten den Eindruck erwecken, dass man an Multipler Sklerose stirbt. Das ist so nicht richtig und ein häufiger Irrtum. MS ist keine unmittelbar tödliche Krankheit, sondern eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die den Lebensverlauf stark beeinflussen und zu erheblichen Einschränkungen sowie Behinderungen führen kann. Menschen mit MS haben jedoch ein erhöhtes Risiko für bestimmte Folgeerkrankungen, die tödlich verlaufen können.

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