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Bahn modernisiert 130 bayerische Bahnhöfe – danach sind immer noch mehr als die Hälfte nicht barrierefrei

Diskussion über hindernislosen Weg zum Zug. DB fordert mehr staatliche Zuschüsse: „Wir können nicht von jetzt auf gleich alle Stationen ertüchtigen“.

Augsburger Bahnhof (Foto: Shutterstock)
Augsburger Bahnhof (Foto: Shutterstock)

Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr 130 bayerische Bahnhöfe modernisieren beziehungsweise deren Umbau fortsetzen. Bis Jahreswechsel sollen auch gut 500 der 1012 Bahnhöfe in Bayern barrierefrei sein. Das berichtete am Donnerstag Klaus-Dieter Josel, der DB-Konzernbevollmächtigte für Bayern. Gebaut wird in München, Augsburg und Nürnberg, aber auch an vielen kleineren Bahnhöfen.

Die Bahnhofsmodernisierungen sind Teil eines bundesweiten Programms der DB. Für die bayerischen Bahnhöfe sind dieses Jahr 241 Millionen Euro vorgesehen, fast dreimal so viel wie vor zehn Jahren. Wann alle Bahnhöfe in Bayern barrierefrei sein werden, lässt sich nicht vorhersagen. Dies hängt nach Josels Worten maßgeblich von den staatlichen Zuschüssen ab. „Wir können nicht von jetzt auf gleich alle Stationen in Bayern ertüchtigen.“

Bund soll zahlen

Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) forderte den Bund auf, auch in Zukunft das nötige Geld für den hindernislosen Weg zum Zug bereitzustellen: „Es bleibt aber noch viel zu tun, gerade im ländlichen Raum. Die Bundesregierung muss weiterhin auf hohem Niveau in den barrierefreien Stationsausbau investieren.“ Derzeit können laut DB etwa 80 Prozent der Fahrgäste in Bayern barrierefrei ein- oder aussteigen (Anm.d.Red.: sofern sie überhaupt in den Bahnhof hineinkommen).

Schrittweise ausgetauscht werden in den nächsten Jahren auch die elektronischen Hinweistafeln an den Bahnsteigen. Die neuen Modelle sollen vor allem besser lesbar sein.

(RP/dpa/lby)

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