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Amit Vigoda: „Ich bin gespannt, diese Atmosphäre zu spüren“

Der Neuzugang von Hannover United hat am kommenden Samstag sein Debüt in der RBBL1. Im Interview spricht der Rollstuhlbasketballer über seine ersten Wochen im neuen Verein und wie sich der Liga-Betrieb international unterscheidet. Von Viviane Müller

Amit Vigoda
Neuzugang Amit Vigoda ist gespannt auf die Atmosphäre beim Spiel. (Foto: Hannover United)

Am kommenden Samstag (13. November) feiert Neuzugang Amit Vigoda (19) gegen die BG Baskets Hamburg bei Hannover United sein Debüt. Der 4,5-Punkte-Spieler wechselte erst Anfang November vom Team der University of Texas-Arlington in die niedersächsische Hauptstadt (ROLLINGPLANET berichtete). Er gilt als eines der größten Talente des europäischen Rollstuhlbasketballs und gewann mit der israelischen Junioren-Auswahl die Bronzemedaille bei der U22-Europameisterschaft.

„Alles sehr ungewohnt“

Wie hast du dich eingelebt?

Als ich am 31. Oktober angekommen bin, war es für mich ein bisschen schwierig, weil hier alles sehr ungewohnt ist. Ich komme aus Israel und habe ein Jahr in den USA gewohnt. Dort hat man Englisch gesprochen, was für mich einfacher zu übernehmen war. Allerdings denke ich, dass ich mich mit der Zeit in Hannover gut einleben werde. Die Mannschaft ist fantastisch. Das Trainerteam sowie alle anderen von Hannover United sind sehr freundlich. Ich denke, dass sich mit der Zeit die richtige Chemie zwischen meinen Teamkameraden und mir entwickeln wird.

Du hast deine Spielberechtigung sehr kurzfristig bekommen und durftest schon gegen Münsterland mitspielen. Wie war das, als du die Nachricht bekommen hast?

Ich war sehr aufgeregt vor dem Spiel. Ich habe nicht damit gerechnet, am Samstag im Kader zu stehen. Es war eine Überraschung, dass ich nach einer Woche in der Lage war, gegen Münsterland spielen zu dürfen. Für mich war es nicht wichtig, ob ich zwei, zehn oder 14 Minuten gespielt habe. Ich wollte einfach spielen und dem Team helfen. Es war ein großartiges Gefühl, gerade nach der kurzen Zeit.

Du hast knapp 14 Minuten gespielt und dabei acht Punkte geworfen. Wie hast du dich im Team zurechtgefunden?

Am Anfang war es nicht so einfach für mich, mich im deutschen Basketball zurechtzufinden. Ich mag die Organisation sehr, aber es ist auch ungewohnt. Die Anpassung war für mich schwieriger. Ich weiss am Anfang natürlich noch nicht so genau, welche Rolle ich im Team spielen soll. Allerdings haben mich die Spieler sehr unterstützt, sie haben mir durch ihre Ansprache viel geholfen. Mit dem Trainerteam und besonders mit Martin, der sehr kommunikativ ist, habe ich viel gesprochen, um herauszufinden, was von mir erwartet wird. Dadurch hat sich herauskristallisiert, was für die Mannschaft und für mich das Beste ist. Mit der Zeit mit den Spielern werde ich mich gut integrieren, denn nur so kann ich ihnen bestmöglich helfen.

„Organisation ist beeindruckend“

Worin besteht der Unterschied zwischen dem deutschen Basketball und dem, was du gewohnt bist?

Basketball ist vom Prinzip überall dasselbe. Allerdings liegt das Spezielle am deutschen Basketballsport im Land selbst, nämlich die Organisation. Das finde ich beeindruckend. Ich denke, das ist der Unterschied zum amerikanischen Basketball, weswegen mir der Einstieg etwas schwer gefallen ist. In den USA ist alles unvorhersehbarer und offener gestaltet. Daran muss ich mich erstmal gewöhnen, was mit der Zeit kein Problem werden sollte. Ich denke, dass ich durch meine Wurzeln diese Unvorhersehbarkeit mitbringe und dem Team damit helfen kann.

Am Sonnabend darfst du zum ersten Mal in der United Arena aufs Feld. Freust du dich darauf und weißt, was dich erwartet? 

Es wird für mich eine neue Erfahrung werden. Ich habe bereits letzte Woche zweimal in der United Arena trainiert. Sofern ich das beurteilen kann, sieht es nach einer sehr schönen Halle aus zum Spielen. Dort stehen zwei gute Basketballkörbe und es gibt einen großen Platz. Ich bin sehr gespannt. Für diese Woche stehen noch ein paar Trainingseinheiten auf dem Plan. Diese werden mir helfen, mich zurechtzufinden, um am Samstag bestmöglich vorbereitet zu sein.

Haben dir deine Teamkameraden schon etwas über die Atmosphäre erzählt?

Um ehrlich zu sein, bis jetzt noch nicht. Ich bin sehr gespannt diese Atmosphäre zu spüren. Ich bin sehr sehr gespannt, wie es sich anfühlt vor heimischer Kulisse und den Fans zu spielen.

Was sind deine persönlichen Ziele und was möchtest du mit United erreichen?

Ich möchte dem Team bestmöglich helfen, erfolgreich zu sein. Da ich noch ziemlich jung bin, möchte ich persönlich Erfahrungen in der deutschen und europäischen Liga sammeln. Ich denke, dass mir das mit Hannover United gelingen wird. Außerdem möchte ich mein Land Israel in Europa sowie anderen Wettbewerben vertreten. Mein Ziel ist es von den Spielern, dem Trainer, meinen Fehlern und Erfolgen zu lernen und mich zu entwickeln.

(RP/PM)

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