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„all inklusiv“: Olympiasieger Christian Schenk plant Festival in Rostock

Inklusion ist eines der großen Ziele der Gesellschaft, doch in vielen Bereichen klappt das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung nicht. Ein Ex-Spitzensportler will das ändern.

Christian Schenk
Christian Schenk, Zehnkampf-Olympiasieger von Seoul 1988, plant Inklusions-Festival (Foto: Stefan Sauer/dpa)

Mit dem Festival „all inklusiv“ Ende August in Rostock will der ehemalige Spitzensportler Christian Schenk die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Handicap richten. Es sei vielfach nicht bekannt, dass alleine in Mecklenburg-Vorpommern rund 190.000 Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung leben, in Rostock seien es mehr als 20.000 Menschen. Schenk hatte bei den Olympischen Spielen 1988 in Seoul die Goldmedaille im Zehnkampf gewonnen und war später auch Landestrainer der Para-Leichtathletik in MV.

Rostock soll als „Inklusionsstadt“ auftreten

Als Landestrainer im Behindertenbereich habe er gesehen, welche eine Vielzahl von Angeboten Menschen mit Handicap unterbreitet werden kann. Das dürfe aber nie monothematisch sein, sagte Schenk. Deshalb sei das Festival vom 26. bis 28. August in mehrere Bereiche gegliedert. Neben Sport gebe es Angebote aus der Kultur oder Wissenschaft, in denen sich die Menschen gemeinsam ausprobieren können. Dabei sei es wichtig, dass das „all inklusiv“-Festival eine fröhliche und keine Gedenkveranstaltung werde.

Mit diesem breitgefächerten Angebot aus verschiedenen Lebensbereichen wolle er eine Basis für weitere Entwicklungen im Bereich der Inklusion in Rostock schaffen. Als Beispiel nannte Schenk Bewegung und Ernährung, die gerade bei Behinderten eine viel stärkere Rolle spielten als bei Nicht-Behinderten. Ein Ziel der Veranstaltung sei, die Basis dafür zu schaffen, dass Rostock künftig als eine „Inklusionsstadt“ auftreten werde.

(dpa/mv)

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