Zum dritten Mal haben die Bayern Innovativ GmbH und der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e. V. den Corporate Digital Responsibility (CDR) Award (Preis für digitale Unternehmensverantwortung) verliehen. Die feierliche Preisverleihung fand am 29. Januar in der Vertretung des Freistaates Bayern in Berlin statt. 15 Projekte, die durch digitale Innovation und gesellschaftliche Verantwortung überzeugten, wurden in fünf Kategorien ausgezeichnet.
Zu den Siegern gehört die Softwarefirma alangu GmbH. Sie wurde für ihren Kommunalen Gebärdensprach-Avatar-Baukasten (KGAB) in der Kategorie „Digitales Wohlbefinden & Inklusion“ mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
Das Projekt nutzt Künstliche Intelligenz, um digitale Inhalte automatisch in Gebärdensprache zu übersetzen und so digitale Teilhabe für gehörlose Menschen zu ermöglichen. Die Jury lobte das Projekt als eine grandiose, inklusive CDR-Lösung, die reale Barrieren abbaut und einen entscheidenden Schritt zu einer gerechteren digitalen Gesellschaft darstellt.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen, die die Nuancen der Gebärdensprache oft nicht erfassen, vermittelt die alangu-Technologie den emotionalen Kontext, die Körpersprache, die Mimik und die Körperhaltung, die für eine effektive Kommunikation in Gebärdensprache unerlässlich sind.
Für eine integrativere Gesellschaft
Das Kölner Unternehmen beschreibt seine Vision so:
„Wir möchten die digitale Teilhabe für Gehörlose verbessern, indem wir den Zugang zu digitalen Inhalten durch automatisierte Übersetzung in Gebärdensprache revolutionieren. Wir möchten eine Welt schaffen, in der sich jeder Mensch, unabhängig von seinen Hörfähigkeiten, engagieren, verbinden und gedeihen kann. Wir stellen uns eine Zukunft vor, in der unsere Lösung zu einem integralen Bestandteil der globalen Kommunikation wird und die Lücke zwischen hörenden und gehörlosen Gemeinschaften nahtlos überbrückt.
Durch unerschütterliches Engagement für Innovation, Inklusion und Zusammenarbeit streben wir danach, Kommunikationsbarrieren zu beseitigen, die lange Zeit Chancen und Verständnis für die Gehörlosen-Kultur behindert haben. Wir stellen uns eine Welt vor, in der Bildung, Arbeitsplätze, öffentliche Dienstleistungen und Unterhaltung für alle zugänglich sind, um eine integrativere Gesellschaft zu schaffen, das Potenzial aller Mitwirkenden zu fördern und Wissen zu teilen.“
„Digitale Verantwortung kann sehr unterschiedlich aussehen“, unterstreicht die diesjährige Jurypräsidentin Anna Kopp. „Für uns als Jury war es entscheidend, nicht nur technologische Innovationen zu bewerten, sondern auch den tatsächlichen gesellschaftlichen Mehrwert der Projekte in die Bewertung einfließen zu lassen.“
(RP)
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