Coronavirus

Inklusionsmonitor 2020: Welche Folgen hatte Corona?

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Die Studie wirft diesmal einen besonderen Blick auf die umstrittene Schließung der Werkstätten.

(Illustration: Shutterstock) 

Der sogenannte Inklusionsmonitor wirft in diesem Jahr ein Schlaglicht auf eine umstrittene Entscheidung in der Corona-Pandemie: die Schließung der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Nach Angaben des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderungen, Joachim Leibiger, will die repräsentative Umfrage die Frage beantworten, welche Folgende das für die Betroffenen hatte.

Die Schließung der Werkstätten war mit der nötigen Eindämmung der Corona-Pandemie begründet worden. Andererseits hatten Vertreter von Menschen mit Behinderung zu bedenken gegeben, dass dadurch für die Betroffenen nicht nur ihre Arbeit, sondern in vielen Fällen auch der Großteil ihrer sozialen Kontakte wegfielen.

Zudem beleuchte der diesjährige Inklusionsmonitor unter anderem, welche Probleme die allgemeine Maskenpflicht für Menschen mit körperlichen oder kognitiven Einschränkungen mit sich bringe, sagte Leibiger im Vorfeld der Vorstellung des Berichts.

Oft Diskriminierung im Alltagsleben

Die behindertenpolitische Sprecherin der Linke-Landtagsfraktion, Karola Stange, merkte im Vorfeld der Veröffentlichung an, obwohl es zahlreiche Fortschritte bei der Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung gegeben habe, seien viele von ihnen im Alltagsleben noch immer oft mit Diskriminierungen konfrontiert. Dies sei umso schwerwiegender, da eine Behinderung jeden treffen könne. Die meisten Behinderungen würden sich erst im Laufe des Lebens durch gesundheitliche Beeinträchtigungen ergeben.

Der Inklusionsmonitor befasst sich in diesem Jahr nach Angaben Leibigers schwerpunktmäßig mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderung. Den Inklusionsmonitor gibt es seit 2016.

(RP/dpa)

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