Leeres Klassenzimmer

Lehrerverband: Große Mängel bei Voraussetzungen für Inklusion

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Es fehlt an barrierefreien Schulen, Weiterbildungen und einer flächendeckenden Unterstützung durch Sonderpädagogen.

Der Lehrerverband VBE beklagt Mängel an Deutschlands Schulen bei der Einbindung von Schülern mit Behinderung und besonderem Förderbedarf. Es gebe einen deutlichen Unterschied zwischen dem Stellenwert der Inklusion in politischen Sonntagsreden und den tatsächlich bereitgestellten Ressourcen, kritisierte der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, am Montag.

“Deshalb können die Schulen ihren Inklusionsauftrag unter den gegebenen Rahmenbedingungen nach wie vor nicht erfüllen.”

Notwendig sind aus Sicht des Verbands etwa kleinere Klassen, mehr barrierefreie Schulen, eine bessere Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrer und eine flächendeckende Unterstützung durch Sonderpädagogen. Der Verband hat eine Umfrage beim Institut Forsa in Auftrag gegeben, der zufolge zwar 56 Prozent der befragten Lehrer den gemeinsamen Unterricht grundsätzlich sinnvoll finden, aber nur 27 Prozent dieser Befürworter halten dies zur Zeit praktisch für sinnvoll.

Lockdown schadete der Inklusion

Die 2.127 befragten Lehrerinnen und Lehrer allgemeinbildender Schulen machten auch Angaben zu den Einschränkungen in der Corona-Krise und ihren Auswirkungen auf die Inklusion. 70 Prozent gaben an, dass die Schülerinnen und Schüler nicht ausreichend gefördert werden konnten, als die Schulen geschlossen waren. 74 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass die coronabedingten Einschränkungen zu einem Rückschritt bei der Inklusion geführt haben, weil der gemeinsame Alltag fehlte.

Nach Angaben des Verbands haben von mehr als acht Millionen Schülerinnen und Schülern in allgemeinbildenden Schulen rund 6,5 Prozent einen festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf. Etwas weniger als die Hälfte von ihnen, insgesamt 235.000, werden demnach an einer Regelschule unterrichtet, die anderen an Förderschulen.

(RP/dpa)

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