Contours

Videoreleaseparty von “CONTOURS” in Berlin

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Das Projekt setzt sich mit den extrem genormten Bewegungsmustern in Popvideos auseinander und nimmt sich vor, sie durch die glamouröse Inszenierung von nicht normierten Körpern zu durchkreuzen.

(Foto: Juli Reinartz)

Madonna, Beyoncé, Miley Cyrus, Missy Elliott oder Peaches – auch bei Musiker*innen, die für die Liberalität des Pop stehen, finden sich in Musikvideos haufenweise junge, gesunde Körper. Körper mit Behinderungen und ihre Bewegungen erscheinen weiterhin als Abweichungen von der Norm. “CONTOURS” ist ein Musikvideo mit Tänzer*innen mit und ohne Behinderungserfahrung, also mit Körpern, die in solchen Formate eigentlich nicht auftauchen. “CONTOURS” setzt sich mit diesen extrem genormten Bewegungsmustern in Popvideos auseinander und nimmt sich vor, sie durch die glamouröse Inszenierung von nicht normierten Körpern zu durchkreuzen. Hier gehören Asymmetrie genauso zum Bild wie die zelebrierte Langsamkeit.

“CONTOURS” wurde entwickelt im Rahmen von Netzwerk MAKING A DIFFERENCE: SOPHIENSÆLE, Tanzfabrik Berlin, Uferstudios, tanzfähig, Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin, TanzZeit, Diversity.Arts.Culture und Zeitgenössischer Tanz Berlin. Gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa/ Kofinanzierungsfonds.

Termin

31.10.2020 / 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Heizhaus / Uferstudios, Uferstrasse 8-23, 13357 Berlin

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Über die Macherin

Juli Reinartz arbeitet als Choreographin in Berlin. Sie studierte Philosophie an der FU Berlin, Tanz an der Balance 1 und machte 2012 einen Master in Choreographie in Stockholm. Ihre Arbeiten “We are not in this together yet” und “You said you’d give it to me – soon as you were free” wurden an diversen Spielstätten in Deutschland und Europa gezeigt. Seit September 2019 ist Juli Promotionskandidatin für Choreographie an der Uniarts in Helsinki, wo sie ihre Interessen zu Desorientierung als choreographischer Strategie (dis-orientation as choreographic strategy) und den darin möglich werdenden Körperlichkeiten forscht.

(RP/PM)

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