Illustration Coronavirus

CBP fordert Ausgleich für Corona-bedingten Mehraufwand

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Ohne diese Hilfe drohen Einbrüche der Unterstützung bei Diensten und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung.

Darstellung des Coronavirus (Illustration: Shutterstock)

Die aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung und der Länder zeigen, dass die Lage immer ernster wird und die Corona Pandemie ist noch lange nicht überwunden ist. Seit Beginn der Krise sind Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen viel zu wenig im Blick von Politik und Gesellschaft. Schutzschirme für die entsprechenden Einrichtungen und Dienste, insbesondere für Wohneinrichtungen, sind nicht vorhanden oder reichen nicht aus. Selbst um die Fortzahlung der vereinbarten Vergütungen musste in jedem Bundesland hart gerungen werden.

„Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung, die in Wohneinrichtungen leben, dürfen nicht länger bei Entscheidungen der Politik außer Acht gelassen werden“,

fordert Johannes Magin, 1. Vorsitzender des CBP. Dabei stellt er heraus: „Für die Mitglieder des CBP ist es selbstverständlich, dass die Unterstützung von Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung tagtäglich rund um die Uhr geleistet wird. Es ist aber nicht nachvollziehbar, dass Wohneinrichtungen und Dienste für Menschen mit Behinderung keinen Ausgleich für die Corona-bedingten Mehraufwendungen in den letzten sieben Monaten erhalten. Dazu müssen der Bund und die Länder eine gemeinsame und klare Lösung finden. Die Träger sind in Vorleistung gegangen und jetzt müssen die offenen Rechnungen beglichen werden. Es geht um die Verantwortung der Politik für die Menschen mit Schwerst- und Mehrfachbehinderung.“

Unterstützung kann wegbrechen

Vor dem Hintergrund der Fortdauer der Pandemie und sich erhöhender Infektionszahlen haben Menschen mit Behinderungen und deren Familien zunehmend Angst, dass die Regelangebote nicht aufrecht erhalten werden können, wenn es nicht eine nachhaltige finanzielle Absicherung gibt. Insbesondere eine bundesweite Unterstützung für die Corona-bedingten Mehraufwendungen in Wohneinrichtungen braucht es jetzt. Die Einrichtungen und Dienste können diese nicht länger aus eigenen Ressourcen bestreiten. Es drohen Einbrüche in der Unterstützung und Begleitung vor allem von Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen, die zudem vielfach zu den Hochrisikogruppen zählen.

(RP/PM)

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