In der Staufenhalle wird konzentriert trainiert.

Para-Tischtennis: Lehrgangsbetrieb läuft wieder an

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Am Paralympischen Trainingsstützpunkt in Düsseldorf sind nun erstmalig nach dem Shutdown gemeinsame Veranstaltungen möglich.

In der Staufenhalle wird konzentriert trainiert. (Foto: Binh Truong/DBS)

Eigentlich wären die Spielerinnen und Spieler der Para-Tischtennis-Nationalmannschaft in diesen Tagen in den finalen Vorbereitungen auf die Paralympischen Spiele von Tokio. Doch um es mit Lothar Matthäus zu sagen: „Wäre, wäre, Fahrradkette.“ Stattdessen haben sich die Paralympics- und Perspektivkader-Athleten am Sonntag in Düsseldorf zu ihrem ersten Lehrgang nach dem Sars-COV-2-bedingten Shutdown getroffen.

Am Paralympischen Trainingsstützpunkt am Staufenplatz wird nun noch bis Sonntag gemeinsam mit dem Trainer- und Betreuerteam um Bundestrainer Volker Ziegler gearbeitet, auch Team-Psychologe Thorsten Leber ist dabei. „Um Form geht es hier zurzeit noch nicht“, konstatiert Bundestrainer Ziegler.

„Wir sind einfach froh, dass wir jetzt wieder mit einem gemeinsamen Training starten können.“

Auf die Corona-Pandemie und die Verschiebung der Paralympischen Sommerspiele hätten seine Spieler ganz unterschiedlich reagiert. „Natürlich gab es bei manchen schon ein tiefes Loch, nachdem man so lange auf diesen Wettkampf im Sommer 2020 hingearbeitet hat, „so Ziegler. „Einige Athleten konnten sich schnell auf die neuen Umstände einstellen und auch ihre persönliche Planung gut auf die Situation anpassen, bei anderen ging es nicht so einfach.“

Trainer stellen Weichen für Tokio 2021

Nach der schrittweisen Öffnung der Sportstätten hat das Trainerteam von Ziegler mit den Sportlerinnen und Sportlern bisher individuelle Lösungen geschaffen und in Kleinstgruppen trainiert. Am Paralympischen Trainingsstützpunkt in Düsseldorf wurden Trainingsmöglichkeiten angeboten, auch mithilfe der jeweiligen Landesverbände und Heimatvereine wurde nach Lösungen gesucht – manchmal bedeutete es aber für die Spieler, dass sie einige Kilometer auf sich nehmen mussten. So machte sich etwa Thomas Brüchle aus seiner Heimat Lindau regelmäßig in Richtung Böblingen auf, um dort mit Ziegler zu trainieren.

Langsam werden bei den Para-Tischtennis-Nationalspielern und -Spielerinnen die Weichen in Richtung Tokio 2021 gestellt. Der nötige Ansporn ist vorhanden, trotz des Wissens, dass es in jedem Fall andere Spiele sein werden als unter normalen Bedingungen.

„Meine Athleten trainieren in erster Linie, um bessere Tischtennisspieler zu werden – damit steigt auch die Wahrscheinlichkeit auf Medaillengewinne“,

beschreibt Ziegler die intrinsische Motivation seines Teams.

Mit dieser Einstellung geht es nun auch in Düsseldorf an den Tisch und wieder einen Schritt nach vorne.

(RP/PM)

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