Noel Martin

Trauer um Noel Martin

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Der britische Bauunternehmer starb im Alter von 60 Jahren.

Noel Martin (Mitte) im Jahr 2001 bei einem Demonstrationszug gegen Rassismus in Mahlow. (Foto: Nestor Bachmann/dpa)

er Brite Noël Martin, der Mitte der 90er in Brandenburg Opfer eines rassistischen Angriffs wurde, ist tot. Das bestätigte die Geschäftsführerin der Stiftung “Großes Waisenhaus zu Potsdam”, Elke Krüger. Martin starb demnach am Dienstag in einem Krankenhaus im britischen Birmingham. Er wurde 60 Jahre alt. Weitere Details konnte Krüger zunächst nicht nennen. Zuerst hatte der RBB über seinen Tod berichtet.

Der Angriff am 16. Juni 1996

Der gebürtige Jamaikaner und frühere Bauunternehmer Martin, der in Birmingham lebte, war im Juni 1996 in der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow (Teltow-Fläming) gemeinsam mit Arbeitskollegen von jungen Rechtsradikalen angegriffen worden. Nach einem Steinwurf auf seinen Wagen kam der damals 36-Jährige von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Seitdem war Martin vom Hals ab querschnittsgelähmt und saß im Rollstuhl.

Die beiden Täter wurden später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Brandenburgs Integrationsbeauftragte Doris Lemmermeier hatte im Juni dieses Jahres mit einer Gedenkveranstaltung am Mahnmal in Blankenfelde an den rassistischen Angriff vor rund 24 Jahren erinnert.

Auf Martins Initiative hin und mit Mitteln der Landesregierung wurde 2003 der Noël-und-Jacqueline-Martin-Fonds gegründet, der 2008 in eine Stiftung umgewandelt wurde. Sie ist bei der Stiftung “Großes Waisenhaus zu Potsdam” angesiedelt.

(RP/dpa)

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