Euroscheine und -münzen

Hamburg: Überweisungspanne bei Blindengeld

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Nach der Erhöhung kommt es zu Problemen bei der Auszahlung. Der BSVH unterstützt Betroffene.

(Symbolfoto: Shutterstock)

Zum 1. Juli 2020 wurde in Hamburg das einkommensunabhängige Blindengeld turnusgemäß – entsprechend der Steigerung der Renten – um 3,45 Prozent auf 582,97 Euro erhöht. Die Erhöhung wurde jedoch bei einem großen Teil der Empfängerinnen und Empfänger bei der Auszahlung nicht berücksichtigt. „Seit einer Woche laufen bei unseren Teilhabeberaterinnen die Telefone heiß“, erklärt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH. Zahlreiche Betroffene stellen fest, dass sie nicht den korrekten Betrag erhalten haben und wissen nun nicht, was sie tun sollen.

„Wir bitten daher alle Menschen, die Blindengeld erhalten, zu prüfen, ob Ihre Zahlung korrekt ist. Falls nicht, wenden Sie sich bitte an uns“,

so Kunert.

Da es sich bei den Problemen nicht um Einzelfälle handelt, hat sich der BSVH direkt mit der Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration in Verbindung gesetzt. Die Teilhabeberaterinnen sind zudem mit den zuständigen Sachbearbeitenden im Austausch, damit die blinden Menschen in Hamburg möglichst schnell die ihnen zustehenden Leistungen erhalten. Betroffene werden gebeten, sich an die Teilhabeberaterinnen des BSVH, Annette Schacht, Tel. (040) 209 404-55, E-Mail: a.schacht@bsvh.org und Christin Becker, Tel. (040) 209 404-44, E-Mail: c.becker@bsvh.org zu wenden.

Was ist das „Blindengeld“?

Das Blindengeld ist eine monatliche Unterstützung für blinde Menschen, ein so genannter “Nachteilsausgleich”. Man braucht es, um Ausgaben zu begleichen, die man aufgrund der Behinderung hat (z. B., um eine Haushaltshilfe zu bezahlen, um Texte in Blindenschrift übertragen oder aufsprechen zu lassen, um sich Hilfsmittel anzuschaffen, um ein Taxi zu bezahlen etc.).

(RP/PM)

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