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NACHRICHTENTICKER

Julia Ruhs
Journalistin und „Bild“-Kolumnistin
(Foto: Bild)
Julia Ruhs über Blut-Tests bei Schwangeren: „Wir sortieren Leben aus“
14.10.2026 – Seit einigen Jahren bezahlen die Krankenkassen Bluttests, mit denen schwangere Frauen feststellen können, ob ihr Kind etwa das Down-Syndrom hat. Die meisten Frauen entscheiden sich in diesem Fall für einen Schwangerschaftsabbruch. Eine zutiefst persönliche Entscheidung, die aber eine ethische Dimension hat. Ist behindertes Leben weniger wert und wird aussortiert? Darüber spricht Thomas Kausch mit BILD-Kolumnistin Julia Ruhs. Bild
Schauspieler RJ Mitte ist tot
13.10.2026 – Der Darsteller, der in der US-Erfolgsserie „Breaking Bad“ Walter White Jr. spielte, wurde mit Zerebralparese geboren. Er setzte sich für Menschen mit Behinderung ein. Nun ist RJ Mitte im Alter von 34 Jahren gestorben. „Mit tiefer Trauer geben wir den tragischen Tod des geliebten Schauspielers, Philanthropen und leidenschaftlichen Verfechters der Rechte von Menschen mit Behinderungen bekannt“, teilte seine Managementagentur mit. RJ Mitte habe durch seine persönlichen Erfahrungen der Serienrolle Authentizität verliehen: „Er baute eine Plattform für Aufklärung über Behinderung und Inklusion auf.“ Süddeutsche Zeitung

NO LIMITS
in Berlin (Pressefoto)
NO LIMITS Festival setzt radikal auf behinderte Kuration und Urheberschaft
13.10.2026 – Vom 11. bis 21. November 2026 findet die zwölfte Ausgabe des NO LIMITS Disability & Performing Arts Festivals in Berlin statt. In diesem Jahr wird das Festival erstmals ausschließlich von vier behinderten Expert*innen kuratiert: Saioa Alvarez (Schauspielerin/Performerin), Leo Naomi Baur (Choreograf*in/Videokünstler*in/Access-Dramaturg*in), Konstantin Langenick (Performer/Regisseur/Theatervermittler) und Yulia Yáñez Schmidt (Schauspielerin/Dozentin/Sprecherin). Weiter auf ROLLINGPLANET
Bundestag Liveübertragungen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln
13.10.2026 – Das Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages überträgt ab 9 Uhr die Plenardebatten am Vormittag (Kernzeit) am Donnerstag, 15. Oktober 2026 (TOP 8 bis einschl. TOP 11) und am Freitag, 16. Oktober 2026 (TOP 32 und TOP 33), in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln (UT).
Auf der Seite https://www.bundestag.de/gebaerdensprache können gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen die Übertragung live verfolgen und anschließend die DGS-Videos mit korrigierten UT abrufen.
Bitte beachten Sie, dass es zu kurzfristigen Änderungen beim geplanten Ablauf der Plenarsitzungen und Veranstaltungen kommen kann. Die aktuelle Tagesordnung finden Sie hier: https://www.bundestag.de/tagesordnung.
Abgelehnte Eingliederungshilfe – Fachverbände raten zum Widerspruch
8.10.2026 – Vielen Menschen mit Behinderung werden die beantragten Leistungen der Eingliederungshilfe verwehrt. Häufig wird dabei auf angeblich vorrangige Leistungen der Pflegeversicherung verwiesen oder sogar das Erfordernis einer „Teilhabefähigkeit“ behauptet und diese sodann infrage gestellt. Die Fachverbände für Menschen mit Behinderung weisen darauf hin, dass solche Entscheidungen nicht immer rechtmäßig sind. Betroffene sollten deshalb prüfen, ob ein Widerspruch sinnvoll ist.
Zur Unterstützung haben die Fachverbände die kostenfreie „Praxishilfe – Widerspruch bei abgelehnter Eingliederungshilfe“ erstellt. Die neue Handreichung informiert über Leistungen der Eingliederungshilfe und Pflege, erklärt das Widerspruchsverfahren und gibt praktische Hinweise zur Begründung. Zudem enthält sie Formulierungshilfen für typische Fallkonstellationen. Laut der Fachverbände haben viele Widersprüche Erfolg. Deshalb sollten Betroffene ihre Ansprüche nicht vorschnell aufgeben.
Die Praxishilfe richtet sich an Menschen mit Behinderung, Angehörige sowie Beratungsstellen und soll dazu beitragen, Teilhabeleistungen wirksam durchzusetzen. Die Praxishilfe steht ab sofort auf www.diefachverbaende.de um Download bereit.
„Weserpokal“: Rollstuhlbasketball-Turnier am 24. Oktober in Achim
8.10.2026 – Ball in den Ring, aber im Sitzen und auf Rädern – das ist Rollstuhlbasketball. Gespielt wird es weitgehend nach den Regeln des normalen Basketballs. Mit einem großen Unterschied: Alle Spielerinnen und Spieler, ob mit oder ohne Behinderung, sitzen dabei im Rollstuhl. Der Martinsclub Bremen e. V. und der TSV Achim organisieren am Samstag, den 24. Oktober in der Zeit von 10 bis 17 Uhr ein Rollstuhlbasketball-Turnier – den Weserpokal. Austragungsort ist die Sporthalle Am Arenkamp, 28832 Achim.
Interessierte, die mitspielen möchten, können sich einzeln oder als Team telefonisch unter 0421-33118055 oder per E-Mail unter r.petram@martinsclub.de anmelden. Vorkenntnisse sind dazu nicht nötig, Sportrollstühle werden allen Teilnehmenden zur Verfügung gestellt.
Neue Hoffnung bei Verlust von zentralem Sehvermögen: Netzhaut-Chip macht Buchstaben wieder sichtbar
5.10.2026 – Menschen mit fortgeschrittener trockener altersabhängiger Makuladegeneration (AMD) verlieren oft unwiederbringlich ihr zentrales Sehvermögen. Gesichter erkennen, lesen oder alltägliche Aufgaben bewältigen wird zunehmend unmöglich. Erstmals kann jetzt ein kürzlich zugelassener Netzhaut-Chip Betroffenen einen Teil der Sehfunktion zurückgeben. Weiter auf ROLLINGPLANET

Brooke Eby (†)
(Foto: instagram/limpbroozkit)
Influencerin Brooke Eby ist tot
5.10.2026 – Mehr als 800.000 Menschen folgten Brooke Eby auf Instagram, TikTok und Facebook. Jahrelang informierte sie auf ihren Kanälen von ihrer ALS-Erkrankung, oft mit Humor, immer mit Offenheit. Jetzt ist die Amerikanerin im Alter von 37 Jahren gestorben. Wie die „New York Times“ berichtet, erhielt Eby die Diagnose Amyotrophe Lateralsklerose im März 2022, vier Jahre nach den ersten Symptomen. Unter dem Namen „Limpbroozkit“ machte sie ihre Krankheit öffentlich und wurde damit für viele Betroffene zur Identifikationsfigur. t-online
Wie KI-Assistenz berufliche Teilhabe stärken kann
5.10.2026 – Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt „KI-Kompass Inklusiv“ zieht nach vier Jahren Zwischenbilanz. Bei einer Fachtagung am 29. September 2026 in Berlin diskutierten rund 130 Teilnehmende, wie KI-gestützte Assistenztechnologien Barrieren im Arbeitsleben abbauen können. Von Aylin Cornelius Weiter auf ROLLINGPLANET
Countdown zum 11. SoVD-Inklusionslauf: Familien und Angehörige im Mittelpunkt
5.10.2026 – Am 10. Oktober wird das Tempelhofer Feld wieder zum Treffpunkt für gelebte Inklusion. Beim 11. SoVD-Inklusionslauf kommen Menschen mit und ohne Behinderungen aus ganz Deutschland zusammen, um gemeinsam zu laufen, zu walken, zu skaten oder zu rollen. In diesem Jahr stehen Familien und Angehörige von Menschen mit Behinderungen im Mittelpunkt. Das Motto lautet „Zusammen stark – Die unsichtbaren Helden“. Weiter auf ROLLINGPLANET

Peter Bangel (†)
(Foto: privat)
RSV Lahn-Dill trauert um seinen Ehrenvorsitzenden
Peter Bangel stirbt im Alter von 68 Jahren
5.10.2026 – Der Rollstuhlbasketballverein RSV Lahn-Dill trauert um seinen Ehrenvorsitzenden Peter Bangel, der bereits am 12. September im Alter von 68 Jahren verstarb. Auf Wunsch der Familie erfolgt die Veröffentlichung erst nach seiner Beisetzung, die nun in seinem Heimatort Brandoberndorf im engsten Familienkreis stattfand.
Peter Bangel gehörte zu den elf Gründungsmitgliedern, die den Verein im Jahr 1983 ins Leben riefen. Er selbst übernahm zunächst den Posten des Sportwartes, ehe er bereits 1986 auf den Posten des Vereinsvorsitzenden wechselte. In seiner folgenden 33-jährigen Amtszeit entwickelte sich der Club insbesondere im Rollstuhlbasketball zu einem internationalen Spitzenclub. Gleichzeitig unterstützte er maßgeblich die Ausgliederung des Bundesligateams in eine Betreibergesellschaft im Jahr 2004, um die Sportart in der Spitze zu stärken und zu entwickeln. Am 25. März 2019 übergab Peter Bangel dann nach stolzen 33 Jahren das Staffelholz an seinen Nachfolger Dirk Köhler und wurde direkt nach seinem Abtritt zum Ehrenvorsitzenden des RSV Lahn-Dill gewählt.
Für den Verein wie für das ausgelagerte Bundesligateam ist der Tod von Peter Bangel ein großer Verlust und ein herber Einschnitt in der Vereinshistorie, persönlich, emotional und menschlich. „Mit Peter Bangel verlieren wir alle die Galionsfigur des Vereins, die diesen und damit auch unsere Sportart Rollstuhlbasketball maßgeblich geprägt und unterstützt hat. Er war ein großer Fan, hat jeden gewonnenen Titel enthusiastisch mitgefeiert und ließ sich bis zuletzt auch weiterhin persönlich über alle sportlichen Entwicklungen aus erster Hand informieren. Sein Tod ist für den Verein, die Sportart und uns alle ein riesiger Verlust, dessen Tragweite weit über seine Rolle als Ehrenvorsitzender hinausgeht. Seine Rolle wird für immer einen prominenten Platz in der Vereinshistorie haben, darüber besteht nicht der Hauch eines Zweifels“, so Andreas Joneck, Geschäftsführer des Bundesligateams.
Wiesn: Rollstuhlfahrerin stirbt nach Unfall mit Pferd
1.10.2026 – Eine 90-jährige Rollstuhlfahrerin aus München ist nach einem Unfall auf dem Oktoberfest gestorben, wie jetzt bekannt wurde. Die Frau wollte vor gut einer Woche vor einem Festzelt ein Pferd am Kopf streicheln. Dabei verfing sich nach Angaben der Münchner Polizei ein Teil des Pferdegeschirrs an ihrem Rollstuhl. Als das Tier plötzlich den Kopf hob, kippte der Rollstuhl um und die Frau stürzte zu Boden. Zunächst wurde der 90-Jährigen geholfen, und sie setzte ihren Weg fort. Kurz darauf verschlechterte sich jedoch ihr Gesundheitszustand. Nach einer Erstversorgung durch die Aicher Ambulanz wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb sie am vergangenen Dienstag.
„Eine Jahrhundert-Chance für die Inklusion“
26.9.2026 – Mia san Inklusion: München geht als deutscher Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele ins Rennen. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hofft, dass die Spiele die Teilhabe von Menschen mit Behinderung weit über den Sport hinaus stärken. Weiter auf ROLLINGPLANET
REHACARE Report 2026: ein selbstbestimmtes Leben braucht gute Hilfsmittelversorgung
25.9.2026 – Der neue Report „Selbstbestimmt leben – Status quo und Zukunft der Hilfsmittelversorgung in Deutschland“ zeigt: Hilfsmittel stärken Selbstständigkeit und Teilhabe. Gleichzeitig belasten Bürokratie, Kostendruck und unklare Prozesse den Zugang zur Versorgung. Weiter auf ROLLINGPLANET

It’s a Motherfu**ing Pleasure
Nach Ableismus-Vorwürfen gegen die PR-Agentur „Rize“ will der blinde Influencer Ross aus den Schuldgefühlen nichtbehinderter Menschen Kapital schlagen. Überstehen sie den Shitstorm? Die preisgekrönte und von behinderten Künstler*innen geleitete Theatergruppe FlawBored präsentiert zur Eröffnung von „Grenzenlos Kultur“ eine urkomische Satire über die Kommerzialisierung von Identitätspolitik. (Foto: Grenzenlos Kultur)
Goldene Zwanziger
25.9.2026 – Seit gestern bis zum 4. Oktober 2026 findet das internationale Theaterfestival Grenzenlos Kultur am Staatstheater Mainz zum 28. Mal statt. Das diesjährige Programm widmet sich den „Goldenen Zwanzigern“. Wie golden war diese Zeit jenseits der Klischees wirklich, besonders für Menschen abseits der Norm? Was haben die historischen Umbrüche in den Bereichen Arbeit, Wohnen und Emanzipation mit unserer Gegenwart zu tun? Und was bedeuten sie für das Leben und die Teilhabe behinderter Menschen heute? Grenzenlos Kultur
Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi fordert Recht auf Vergessenwerden für ehemals an Krebs erkrankte Menschen
25.9.2026 – „Wir müssen die gesellschaftliche Teilhabe nach Erkrankungen erleichtern statt zu stigmatisieren und zu diskriminieren“: Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern haben am heutigen Freitag im Bundesrat eine Entschließung zur Einführung eines gesetzlichen „Rechts auf Vergessenwerden“ für ehemals an Krebs erkrankte Menschen eingebracht. Weiter auf ROLLINGPLANET
Weitere Nachrichten
Im Chamäleon Theater Berlin genießen jetzt Gehörlose mit Vibrationswesten und Vibrationsgürtel die Produktion „Kintsugi“
25.9.2026 – Mit „Kintsugi“ debütiert die renommierte zeitgenössische Zirkuskompanie Machine de Cirque aus Québec erstmals im Chamäleon Theater Berlin. Das visuelle, nonverbale Stück ist von der japanischen Kunst des Kintsugi inspiriert: Zerbrochene Keramik wird mit Gold repariert, sodass die Bruchstellen sichtbar bleiben, als Teil ihrer Geschichte und ihrer Schönheit. Darauf weist das Portal deafservice hin.
Neun Akrobaten und Akrobatinnen begegnen sich an einer unwirklichen Bushaltestelle. Jede Person scheint etwas hinter sich lassen zu wollen, doch niemand weiß genau, wohin der nächste Weg führt. In einer Traumbühnenwelt wechseln die akrobatischen Darstellungen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Das Werk verbindet eine Vielzahl von Zirkusdisziplinen mit eindrucksvollen Soli und fein choreografierten Gruppenszenen. (RP/Judit Nothdurft)
Neues Rechtsgutachten: Asylverfahren in Deutschland werden Menschen mit Behinderungen nicht gerecht
25.9.2026 – Handicap International (HI) veröffentlicht rechtliche Einordnung zur Schutzgewährung geflüchteter Menschen mit Behinderungen im Einklang mit der UN-Behindertenrechtskonvention.
Geflüchtete Menschen mit Behinderungen, ihre Rechte und Bedarfe werden im deutschen Asylverfahren zu häufig übersehen. Das hat gravierende Folgen für ihren Zugang zu einem fairen, diskriminierungsfreien Verfahren und zu Schutz. Die Publikation von Handicap International – Crossroads „Inklusion und Diskriminierungsschutz im Asylverfahren: Schutzgewährung im Einklang mit der UN-BRK“ zeigt, welche Anforderungen sich aus der UN-Behindertenrechtskonvention für Asylverfahren und Schutzentscheidungen ergeben und wo die Praxis hinter diesen zurückbleibt.
„Die Asylverfahren von Menschen mit Behinderungen drehen sich meist ausschließlich um die medizinische Versorgung im Zielstaat“, sagt Sophia Eckert, politische Referentin im Programm Crossroads von Handicap International und Co-Autorin des Gutachtens. „Ob dort ein selbstbestimmtes Leben mit gesellschaftlicher Teilhabe möglich ist oder ob Isolation, Abhängigkeit oder systematischer Ausschluss drohen, wird meist nicht geprüft. Auch Verfolgungsgründe, die unabhängig von Behinderungen bestehen, etwa eine Tätigkeit als Journalistin, werden oft übersehen.“
„Diese Engführung ist mit der UN-BRK nicht vereinbar“, so Eckert weiter. „Wir appellieren an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die behördliche Praxis zu ändern und behinderungsspezifische Verfolgungsgründe und Rückkehrrisiken ernst zu nehmen.“
Bedarfe bleiben unerkannt
Schätzungsweise 10-15 % der weltweit geflüchteten Menschen leben mit einer Behinderung. Wie hoch der Anteil in Deutschland ist, lässt sich nicht genau beziffern. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erfasst diese Daten nicht gesondert. Beträchtlich dürfte er allemal sein, vor allem, wenn psychische Beeinträchtigungen und chronische Erkrankungen als Behinderungen ernst genommen werden.
Behinderungsspezifische Nachteilsausgleiche fehlen häufig im Verfahren
Auch die Durchführung der Verfahren bleibt hinter den rechtlichen Vorgaben zurück. Damit Betroffene ihre Fluchtgründe wirksam vortragen und ihre Rechte wahrnehmen können, braucht es vor allem:
die frühzeitige Erkennung behinderungsspezifischer Bedarfe,
angemessene Vorkehrungen zum individuellen Nachteilsausgleich z.B. barrierefreie Informationen und Räumlichkeiten.
Diese Vorgaben schreibt die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) vor, die in Deutschland geltendes Recht ist. Zum Rechtsgutachten
(RP/PM)
Behindertensportverband darf über Olympia-Bewerbung nicht mitabstimmen
23.9.2026 – Es geht auch um die Spiele der Behindertensportlerinnen und Behindertensportler. Doch wenn der DOSB am 26. September Deutschlands Bewerber für Olympia und Paralympics auswählt, hat der Deutsche Behindertensportverband kein eigenes Stimmrecht. Olympische Wintersportverbände dürfen dagegen mitwählen. Weiter auf ROLLINGPLANET
Lebenshilfe: Demokratie, Vielfalt und Teilhabe sind nicht verhandelbar
21.9.2026 – Nach den Wahlen im September warnt der Verband vor den Folgen eines weiteren Erstarkens der AfD für Menschen mit Behinderung und ihre Familien. Die deutlichen Stimmenzuwächse der AfD erfüllen die Bundesvereinigung Lebenshilfe mit großer Sorge. Ein zunehmender politischer Einfluss der AfD bis hin zu einer Regierungsübernahme könnte nach Einschätzung des Verbands auch die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihren Familien beeinträchtigen. Die Lebenshilfe appelliert deshalb an alle demokratischen Kräfte, sich klar zu Rechtsstaatlichkeit, Vielfalt und einer inklusiven Gesellschaft zu bekennen.
Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und Bundesministerin a. D., erklärt: „Die Politik der AfD steht für Ausgrenzung. Dem stellen wir ein klares Verständnis von Demokratie und Zusammenhalt entgegen: Jeder Mensch hat das Recht, selbstverständlich dazuzugehören und gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Alle Menschen mit Unterstützungsbedarf und ihre Familien gehören in die Mitte unserer Gesellschaft – im Kindergarten, in der Schule, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Nachbarschaft. Sie können sich auf die Lebenshilfe verlassen. Wir stehen für Menschlichkeit und Vielfalt. Wir werden uns weiter für umfassende Teilhabe einsetzen.“
Mehr zur Haltung der Lebenshilfe gegenüber Ausgrenzung, Diskriminierung und Rechtsextremismus ist im Internet auf www.lebenshilfe.de/wir-fuer-menschlichkeit-und-vielfalt nachzulesen.
Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 vergeben
21.9.2026 – Drei Unternehmen wurden für ihre vorbildliche Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen prämiert. Vom kleinen Floristikbetrieb bis zum internationalen Industriekonzern zeigen die Gewinner, wie Inklusion im Arbeitsalltag gelingt. Weiter auf ROLLINGPLANET
Rollstuhlbasketball-WM: Herren verpassen Medaille, Damen auf Rang sieben
21.9.2026 – Im Bronzefinale der Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaften in Ottawa (Kanada) unterlagen die deutschen Herren Großbritannien mit 56:67 (18:23, 29:45, 41:53). Platz vier ist trotz der verpassten Medaille das beste Abschneiden eines deutschen Herrenteams seit den ersten Weltmeisterschaften 1973 in Brüssel. Die deutschen Damen beenden die WM nach einem Sieg im abschließenden Spiel gegen Japan auf dem siebten Platz. Weiter auf ROLLINGPLANET
Legendärer Heynckes-Co ist tot
19.9.2026 – Der deutsche Fußball verliert einen seiner angesehensten Trainer im Hintergrund: Peter Hermann ist am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 74 Jahren gestorben. Wie Bayer Leverkusen mitteilte, war Hermann bereits vor einiger Zeit an ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) erkrankt. Bild
Vatikan reicht erstmals einen Film bei den Oscars ein
17.9.2026 – Der Vatikan bewirbt sich um einen Oscar – mit dem Dokumentarfilm „Green Lava“. Er erzählt die Geschichte des jungen Italieners Giacomo, der mit Muskeldystrophie lebt und sich weigert, durch diese Diagnose definiert zu werden.
Die Oscarverleihung findet am 14. März 2027 im Dolby Theatre in Hollywood statt. Die Nominierungen werden voraussichtlich im Januar bekannt gegeben. Spiegel
Heilerziehungspfleger soll 24 Menschen mit Behinderung missbraucht haben
17.9.2026 – Der 33-jährige Deutsche soll in drei Einrichtungen für behinderte Menschen in den Landkreisen Hof, Bayreuth und Lichtenfels Sexualstraftaten an Betreuten begangen haben, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Donnerstag mit. Er wurde im März 2026 festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Nun wurde er angeklagt. Evangelisch

Das diesjährige Motto lautet: „Selbstbestimmt und laut!“
(Foto: Lukas Kroße)
behindert und verrückt feiern in Berlin
12.9.2026 – Am 19. September 2026 findet die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade statt. Ab 15 Uhr werden behinderte Menschen, Menschen mit und ohne psychiatrische Diagnosen sowie ihre Unterstützer*innen auf die Straße gehen. Die Organisatoren betonen: „Mit dem diesjährigen Motto ,selbstbestimmt und laut!‘ werden wir uns selbstbewusst so zeigen, wie wir sind, und gegen Diskriminierung demonstrieren.“
Aufruf der Organisatoren:
Die Pride Parade startet um 15 Uhr an der Hasenheide/ Ecke Jahnstraße. Dann tanzt, rollt und humpelt der Zug mit einem kleinen Schlenker über den Rio-Reiser-Platz zum Endpunkt am Café Südblock, Kottbusser Tor. Dort gibt es ab ca. 17:30/ 18:00 Uhr die Schlusskundgebung mit einem Bühnenprogramm. Im Rahmen der Parade werden unterschiedliche Redner*innen und Künstler*innen auftreten, u.a. gibt es Reden zu den Themen Queerness und Behinderung, Inklusion und Schule sowie ME/CFS und Barrieren auf Demos. Außerdem verleihen wir die „Glitzerkrücke“ als Negativpreis an Vereine, Unternehmen, Institutionen oder Gesetze, die Behinderte und Verrückte besonders ausgrenzen und benachteiligen.
Seit 1994 steht im Grundgesetz, dass niemand wegen seiner Behinderungen benachteiligt werden darf. Unser Alltag ist aber oft noch ein ganz anderer. Gerade kurz vor der Abgeordnetenwahl und angesichts der neueren politischen Entwicklungen, die vor allem ohnehin marginalisierte Personen gefährden, freuen wir uns über viele Unterstützer*innen, die mit uns laut sind! Somit wäre Berichterstattung vor, während und nach der Parade toll, damit wir unsere Anliegen transportieren können. Gerne könnt ihr uns für Interviews anfragen. Da unsere Kapazitäten durch unsere eigene Betroffenheit begrenzt sind, wünschen wir uns aber Nachsicht und ggf. das Ausweichen auf Alternativen (z.B. die Möglichkeit, Fragen schriftlich zu beantworten).
Die Parade möchte einen sicheren, möglichst barrierearmen Raum anbieten, damit alle zusammen ein politisches Zeichen setzen können: Unter anderem werden die Redebeiträge in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Infos zu Barrieren und der genauen Route findet ihr kurz vor der Parade auf unserem Instagram Kanal: https://www.instagram.com/behindert_und_verrueckt_feiern (RP/PM)
BSVH begrüßt Ausnahmeregelung für Hilfsmittel bei geplantem Smart-Glasses-Verbot
7.9.2026 – Der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e. V. (BSVH) begrüßt ausdrücklich, dass bei den geplanten Einschränkungen für Smart Glasses in Hamburg Ausnahmen für Hilfsmittel vorgesehen sind, die medizinisch oder aufgrund einer Behinderung notwendig sind. Der Verein appelliert zugleich an Politik und Gesetzgeber, diesen Grundsatz bei allen künftigen gesetzlichen Regelungen zu Smart Glasses und vergleichbaren Technologien konsequent zu berücksichtigen.
Hintergrund sind die aktuellen Beratungen in der Hamburgischen Bürgerschaft über Einschränkungen für Smart Glasses mit Kamera- und Aufnahmefunktion. SPD und Grüne schlagen unter anderem vor, deren Nutzung in Schwimmbädern sowie im öffentlichen Nahverkehr einzuschränken. Dabei sollen notwendige Sehhilfen und behinderungsbedingt eingesetzte Hilfsmittel ausgenommen werden.
„Wir begrüßen sehr, dass die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung bei der Regelung von Anfang an mitgedacht werden“, sagt Heiko Kunert, Geschäftsführer des BSVH. „Der Schutz der Privatsphäre ist ein wichtiges Anliegen. Gleichzeitig dürfen gesetzliche Einschränkungen nicht dazu führen, dass Technologien verboten oder in ihrer Nutzung eingeschränkt werden, die Menschen mit Behinderung mehr Selbstständigkeit und Teilhabe ermöglichen.“
Gerade für blinde und sehbehinderte Menschen entwickeln sich handelsübliche Smart Glasses, wie das Modell von Ray Ban, zunehmend zu wertvollen Assistenzsystemen. Kameras in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz können beispielsweise Texte erkennen und vorlesen, Gegenstände und die Umgebung beschreiben oder bei der Orientierung unterstützen. Auch die Verbindung zu sehenden Assistenzpersonen kann über solche Systeme ermöglicht werden. Funktionen, die für andere Nutzerinnen und Nutzer lediglich zusätzlichen Komfort bedeuten, können für Menschen mit Sehverlust einen erheblichen Gewinn an Selbstständigkeit darstellen.
Aus Sicht des BSVH muss deshalb bei jeder gesetzlichen Regulierung neuer Technologien geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf Menschen mit Behinderung hat. Das gilt nicht nur für Smart Glasses, sondern grundsätzlich für digitale und KI-gestützte Assistenztechnologien.
„Neue technische Möglichkeiten bringen berechtigte Fragen zu Datenschutz und Persönlichkeitsrechten mit sich. Diese müssen wir lösen. Die Antwort darf aber nicht sein, Menschen mit Behinderung den Zugang zu Technologien zu erschweren, die Barrieren abbauen“, so Kunert. „Ausnahmen für behinderungsbedingt notwendige Anwendungen dürfen deshalb kein Sonderfall einzelner Regelungen sein. Sie müssen bei allen gesetzlichen Einschränkungen von Anfang an mitgedacht und rechtssicher ausgestaltet werden.“
Der BSVH sieht die im Hamburger Antrag vorgesehene Ausnahme daher als wichtiges Signal: Datenschutz und Teilhabe dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Beides muss bei der Regulierung neuer Technologien gemeinsam gedacht werden. (RP/PM)
Bundestag: Liveübertragungen in Deutscher Gebärdensprache und mit Untertiteln
7.9.2026 – Das Parlamentsfernsehen des Deutschen Bundestages überträgt in der Haushaltswoche am Mittwoch, 9. September 2026, ab 9 Uhr die Generaldebatte zum Einzelplan 04 (Bundeskanzler und Bundeskanzleramt) in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und mit Untertiteln (UT). Auf der Seite https://www.bundestag.de/gebaerdensprache können gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen die Übertragung live verfolgen und anschließend die DGS-Videos mit korrigierten UT abrufen. Die aktuelle Tagesordnung finden Sie hier: https://www.bundestag.de/tagesordnung.
Guck da nicht so hin!
1.9.2026 – Ein Mensch mit Behinderung betritt den Raum – und alle starren ihn an. „Darf der hier überhaupt alleine hin? Die sind immer so nett, die tun mir immer so leid.“ Kommentare und Geflüster, der Mensch mit Behinderung steht unfreiwillig im Mittelpunkt, alle Anwesenden reden über ihn. Das ist fraglos unangenehm – und schlicht diskriminierend. Ein Kurzfilm. Weiter auf ROLLINGPLANET

Hayden Siebuhr
(Foto: Andreas Joneck)
RSV reagiert auf die anhaltende Verletzung von Leistungsträger Blair: Australier Hayden Siebuhr verstärkt Wetzlarer Erstligisten
1.9.2026 – Rollstuhlbasketball: Der RSV Lahn-Dill hat auf die anhaltende Verletzung von Lowpointer und Leistungsträger Jannik Blair reagiert und dessen Landsmann Hayden Siebuhr verpflichtet. Der 27-jährige Australier spielte zuletzt in der RBBL bei RB Zwickau und war maßgeblich am Klassenerhalt des Neulings aus Sachsen beteiligt. In Wetzlar hat Hayden Siebuhr nun einen temporären Vertrag bis Ende des Jahres unterzeichnet, mit einer Option auf eine Verlängerung, sollte Jannik Blair nicht rechtzeitig wieder fit werden.
Mit einer Rückkehr von Leistungsträger Blair, der bereits seit den Playoffs im Mai ausfällt, ist aktuell noch nicht zu rechnen. Erst vor Monatsfrist musste der 34-jährige Nationalspieler die Weltmeisterschaften im kanadischen Ottawa absagen und wird wahrscheinlich nicht vor Jahresende ins Teamtraining des RSV Lahn-Dill zurückkehren können. Hierauf hat der deutsche Rekordmeister nun reagiert und Blairs australischem Landsmann Hayden Siebuhr bis Ende des Jahres unter Vertrag genommen. „Wir waren durch die anhaltende Verletzung von Jannik gezwungen zu reagieren, um nicht wieder in die gleiche sportliche Situation zu kommen wie in den Playoffs. Mit Hayden Siebuhr haben wir nun einen hochtalentierten Lowpointer gewinnen können, mit dem wir uns vorstellen können, auch langfristig zusammenzuarbeiten“, so RSV-Geschäftsführer Andreas Joneck zu der Neuverpflichtung.
Hayden Siebuhr hat sein Einmaleins in der Sportart bei den Brisbane Southern Districts Spartans erlernt und im Sommer 2024 den Schritt nach Europa gewagt. Dort ist er dem RSV Lahn-Dill bereits in der laufenden Saison positiv aufgefallen. Hayden Siebuhr: „Teil eines Vereins wie des RSV Lahn-Dill zu sein, ist eine unglaubliche Chance, sein Know-how in eine bereits hoch wettbewerbsfähige Mannschaft einzubringen und gleichzeitig das eigene Spiel und die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln.“ (PM/aj)
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Inklusionspreis für die Wirtschaft 2026 vergeben
Drei Unternehmen wurden für ihre vorbildliche Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen prämiert. Vom kleinen Floristikbetrieb bis zum internationalen Industriekonzern zeigen die Gewinner, wie Inklusion im Arbeitsalltag gelingt.
Guck da nicht so hin!
Ein Mensch mit Behinderung betritt den Raum – und alle starren ihn an. „Darf der hier überhaupt alleine hin? Die sind immer so nett, die tun mir immer so leid.“ Kommentare und Geflüster, der Mensch mit Behinderung steht unfreiwillig im Mittelpunkt, alle Anwesenden reden über ihn. Das ist fraglos unangenehm – und schlicht diskriminierend. Ein Kurzfilm.
Bildung statt Bevormundung: Ernst Jakob Christoffel war seiner Zeit weit voraus – trotz aller Widerstände
Er gründete Heime für blinde Kinder, entwickelte Blindenschriften und baute seine Arbeit nach Kriegen und Ausweisungen immer wieder neu auf: Im September jährt sich der Geburtstag von Ernst Jakob Christoffel zum 150. Mal.
Aktion Mensch alarmiert: Diskriminierung von Menschen mit Behinderung unverändert stark
Sechs von zehn Menschen mit Behinderung haben in den letzten fünf Jahren in unterschiedlichen Alltagssituationen Diskriminierung erlebt, etwa doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Damit hat sich die Situation von Menschen mit Behinderung in Bezug auf ihre Diskriminierungserfahrungen im Vergleich zur Vorjahresbefragung nicht verbessert – sie bleibt weiterhin besorgniserregend.
Special Olympics 2029 Bayern: Bamberg und Erding bewerben sich
Zwei Städte bewerben sich um die die Ausrichtung der Special Olympics Sommerspiele in Bayern 2029. Dies hat der Verein Special Olympics Bayern nach Ende der Bewerbungsfrist mitgeteilt.
Gesetzliche Quote greift kaum: Barrierefreie Taxis bleiben Mangelware
Laut einer Evaluation des Personenbeförderungsgesetzes wird das Ziel, Menschen mit Mobilitäts- oder Sinneseinschränkungen mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, nur in sehr geringem Maße erreicht.
Weil Farbe eine Sprache ist
Nadine und Sidney malen im Studio 111 zusammen mit anderen Künstlern – weil Bilder manches ohne Worte ausdrücken. Auf der REHACARE sind die Werke in zu sehen – und zu kaufen.
Hilfsmittel-Reform verfehlt ihr Ziel
Viele Familien kämpfen weiter um Rollstühle und Orthesen für ihre Kinder. Eine Studie der Universität Witten/Herdecke zeigt, dass drei von vier Eltern nach der Gesetzesänderung keine Verbesserung erleben.
Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber
Versprochen wird Unterhaltung mit Haltung: Die neue MDR-Comedy-Doku für die ARD Mediathek „Ein Blinder, ein Lahmer, ein Tauber – Die behinderte Job-Challenge“ thematisiert Inklusion dort, wo sie oft besonders herausfordernd ist: im Arbeitsalltag. Mit Selbstironie, überraschenden Begegnungen und Humor stellen sich die drei Comedians Tan Caglar, Timur Turga und Okan Seese Aufgaben, die sie an ihre Grenzen bringen. Die MDR-Produktion kann ab 3. August 2026 in der ARD Mediathek gestreamt werden.
EasyJet verweigert paralympischen Athleten das Boarding
Trotz vorheriger Genehmigung ließ EasyJet die italienische Powerchair-Football-Nationalmannschaft nicht nach Glasgow fliegen. Für die Sportler platzte damit ein wichtiges Vorbereitungsturnier für die Weltmeisterschaft. Es ist nicht das erste Mal, dass EasyJet wegen des Umgangs mit Reisenden mit Behinderung in die Kritik gerät.
Bus- und Tram-Haltestellen: Barrierefreiheit oft mit großen Hürden
ADAC testet in zehn deutschen Städten, wie gut Menschen mit Mobilitäts- oder Sehbeeinträchtigungen Haltestellen des öffentlichen Nahverkehrs nutzen können. Ergebnis: Vielfach fehlt es an elementaren Dingen.
Deutsche Bahn (DB) darf Menschen mit Behinderungen weiter diskriminieren – neun Jahre Kampf vergebens
Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. – ISL hat den Rechtsstreit gegen die Deutsche Bahn (DB) verloren. Die ISL wollte erreichen, dass Ein- und Ausstiegshilfen nach entsprechender Voranmeldung zu allen Zeiten zur Verfügung gestellt werden, zu denen Züge rollen.
Inklusion ist kein Randthema – sondern Maßstab für den Fortschritt unserer Gesellschaft
Für eine Gesellschaft, in der jeder Mensch sagen kann: Ich gehöre dazu. Ein Kommentar von Heike Heubach (SPD), die als erste Gehörlose seit März 2024 Mitglied des Deutschen Bundestages ist.
KI: Große Chancen, aber längst keine Chancengleichheit
Aktion Mensch-Studie: Künstliche Intelligenz kann Teilhabe stärken – wenn sie inklusiv gestaltet wird. Die Sozialorganisation weist anlässlich des bundesweiten Digitaltags am 26. Juni auf Potenziale, aber auch auf erhebliche Nutzungshürden bei Künstlicher Intelligenz hin.
REHACARE REPORT 2026: Selbstbestimmung braucht mehr als Reformen
REHACARE International startet eine groß angelegte Studie zur Zukunft der Hilfsmittelversorgung, die die Perspektive der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt.
Neues Medikament weckt Hoffnung für Menschen mit fortschreitender Multipler Sklerose
Für viele Menschen mit MS haben moderne Therapien die Behandlung in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Dennoch gab es bislang für eine besonders belastende Verlaufsform der Erkrankung kaum wirksame Behandlungsmöglichkeiten. Das könnte sich nun ändern: Die Europäische Union hat erstmals ein Medikament speziell für Patienten mit nicht-schubförmiger sekundär progredienter Multipler Sklerose (SPMS) zugelassen.
Sachverständigenkritik an Behindertengleichstellungsgesetz
Der Gesetzentwurf verfolgt laut Bundesregierung für den privaten Bereich das Ziel, den Zugang zu privaten Gütern und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderungen spürbar und nachhaltig zu verbessern, ohne dabei Unternehmen „unverhältnismäßig stark“ zu belasten. Die geplante Novellierung wird von Sachverständigen unterschiedlich beurteilt.
IRMA Hamburg: Erfolgreiche Premiere für die Messe Karlsruhe im Norden
Vom 18. bis 20. Juni 2026 fand die IRMA Hamburg erstmals unter der Leitung der Messe Karlsruhe statt und bekräftigte ihre führende Rolle im norddeutschen Raum: 99 Prozent der Besuchenden vergaben Bestnoten für ihren Messebesuch und würden die Veranstaltung im Bekanntenkreis weiterempfehlen.
„Suche: Frau mit Down-Syndrom für Sex“
"Wer will eine behinderte Frau ...?" - mit diesem Satz in einem Online-Forum beginnt die Recherche von "Y-Kollektiv"-Reporterin Carolin von der Groeben. Was zunächst wie ein extremer Einzelfall wirkt, führt schnell tiefer: In verschiedenen Foren und auf Datingplattformen stößt sie auf Männer, die gezielt nach Frauen mit Lernschwierigkeiten, wie beispielsweise dem Down-Syndrom, suchen und sie offen sexualisieren.
FC Bayern testet inklusive Autogrammkarten
Beim Rekordmeister gibt es jetzt neben den gängigen Autogrammkarten auch ganz spezielle Karten für Menschen mit einer Sehbehinderung. Der Fußballclub testet diesen Fan-Service im Rahmen eines Pilotprojekts.
Roboter helfen bei Schlaganfall-Reha
Ein Forschungsprojekt der Universität Bielefeld weckt Hoffnung für hunderttausende Betroffene. Im EU-Projekt PRIMI arbeitet ein Team internationaler Wissenschaftler*innen daran, Roboter zu entwickeln, die menschliche Bewegungen verstehen und gezielt in der Rehabilitation unterstützen. Ziel ist es, Therapien effektiver, individueller und zugänglicher zu machen.
Die Conterganstiftung trauert um Margit Hudelmaier
Margit Hudelmaier hat das Leben vieler Menschen mit Conterganschädigung in Deutschland verändert. Die Conterganstiftung trauert um ihr Vorstandsmitglied und um eine Frau, die über Jahrzehnte eine der beständigsten Stimmen für die Rechte von Betroffenen war.
An dieser Stelle zählt nicht das Datum, sondern die Relevanz: Finden Sie ab hier Berichte und Themen, die wir unabhängig vom Veröffentlichungstermin wichtig und lesenswert finden.
Vespa Vasic: „Am schlimmsten waren die Ärzte!“
Die 30-jährige Schauspielerin ist fast blind. Ihr Wunsch: Mehr empathische Mediziner und Rollenangebote, bei denen nicht ihre Behinderung im Fokus steht. Ein Interview von ROLLINGPLANET-Redakteurin Anke Sieker. (Teil 1)
Valencia setzt auch auf Barrierefreiheit
Spaniens Designhauptstadt hat sich viel vorgenommen – und kombiniert Geschichte und Tradition mit Nachhaltigkeit, Sinn für Design und mediterraner Lässigkeit. Von Alexandra Frank
In Italien wird es auch für Parkplatzschweine richtig teuer
Kein Dolce Vita mehr für Menschen, die nicht berechtigt auf Behindertenparkplätzen parken: Ab 2025 gibt es in Italien drastische Strafen für Vergehen im Straßenverkehr.
Kinderwunschbehandlung: Die Wege zum ersehnten Baby
Nicht immer klappt es auf natürlichem Weg. Für Fruchtbarkeitsprobleme von Frauen und Männern gibt es verschiedene Ursachen. Wie lassen sie sich behandeln – und was kostet das? Von Sandra Arens
Ibis verweigert Paralympics-Sieger wegen Rollstuhls den Zugang
Mehrere Mitarbeiter des Hotels schicken den Rollstuhlfechter Piers Gilliver und seine Freundin trotz eines gebuchten Zimmers weg – und lehnen es ab, den Manager herbeizurufen.
Von Brailleschrift bis E-Book: Wie funktioniert Literatur-Zugang für blinde Menschen?
Es gibt Grund zur Hoffnung. Ab 2025 muss die Buchbranche einen barrierefreien Zugang zu Produkten und Dienstleistungen wie E-Books, E-Reader oder Webshops bieten. Von ROLLINGPLANET-Kolumnist Heiko Kunert
Leitstreifen für blinde Menschen: Bitte Weg frei!
Die Leitstreifen sind ein Segen. Sie sind aber häufig versperrt. Menschen stehen plaudernd auf ihnen, Gepäck und Kinderwagen werden darauf abgestellt. Das ist ärgerlich, findet ROLLINGPLANET-Kolumnist Heiko Kunert.
Neues Rollstuhl-Konzept: Zurücklehnen und entspannt vorwärtskommen – ist das die Zukunft?
Das Steuern und Fahren von Handrollstühlen auf Trottoirs kostet Rollstuhlfahrer:innen Kraft und belastet ihre Gelenke. Zwei Mitarbeiter der Hochschule ETH Zürich haben eine so geniale wie einfache Lösung gefunden, die sie nun zur Marktreife weiterentwickeln wollen – doch einfach wird das nicht.
KfW: Hier gibt es nicht nur Geld, sondern auch Jobs (und Inklusion)
Die KfW, eine der führenden Förderbanken der Welt, lädt ausdrücklich Menschen mit Behinderung ein, sich bei ihrer Personalabteilung zu melden. Auch Initiativbewerbungen sind willkommen. Von Tanja Kurz
Zahn im Auge
In Kanada unterzogen sich vergangene Woche drei blinde Menschen einer spektakulären Operation – ein Zahn soll ihnen das Augenlicht zurückbringen. Was zunächst nach Science-Fiction klingt, gilt als seriöse letzte Hoffnung, wenn Hornhauttransplantationen erfolglos geblieben sind. Von Thomas Bätzner
Behandlungsfehler: Was tun?
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